Weiter geht’s…

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Puuh… viel ist passiert in den letzten Monaten/Jahren. Ich werde allerdings an dieser Stelle nicht erklären warum und was dazu führte, dass ich das Bloggen so lange habe sein lassen, es würde mir an mancher Stelle einfach zu schwer fallen.

Seit einiger Zeit allerdings juckt es mir wieder in den Fingern zu schreiben, schreiben, schreiben. Und jetzt tu‘ ich es einfach :-). Ich lasse meinen Blog wieder aufleben und schreibe! Und hoffe, dass der ein oder andere Leser wieder zu mir findet. Die Durchsicht des Kommentarbereichs steht noch aus. Da sind einige in der Warteschlange…

Derzeit bin ich dabei unsere Ernährung stark in Richtung viel, viel mehr Rohkost zu treiben. Mir ist aufgefallen, dass ich bisweilen die Ausgewogenheit vernachlässigt habe und gerade der Gemüseanteil zu manchen Zeiten enorm gesunken ist. Bei mir und auch bei den Kindern. Ich bin auf gänzlich zuckerfrei umgestiegen und mir geht es so viel besser damit, ich kann es kaum glauben. Wenn ich mal etwas süßen möchte nutze ich nur Ahorn-Sirup oder Kokosblütenzucker. Es gibt für alle 1x täglich Smoothie aus Grünzeug, Obst und Hanfproteinpulver. Wir fahren richtig gut damit und fühlen uns alle wieder fitter und ausgeglichener.
Ich koche weiterhin abends für die Familie, wobei ich allerdings weitestgehend auf Kohlenhydrate verzichte und auch die anderen genießen Quinoa und Hirse wesentlich öfter als Beilage als Reis oder Nudeln. Morgens gibt es ausschließlich Vollkornbrot oder Haferflocken mit Mandelmilch/Wasser, Zimt und getrockneten Cranberries. Danach der Smoothie und ich bin gesättigt bis zum Mittag.

Ich möchte euch trotzdem nicht die Gerichte vorenthalten, die ich in den letzten Wochen/Monaten gekocht und von denen ich Bilder geknipst habe:

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Spitzkohl-Nudelpfanne

Spitzkohl in etwas Öl leicht andünsten, mit Paprika- und Zwiebelpulver würzen – oder echte Zwiebeln, aber das geht hier immernoch nicht ;-), etwas Wasser hinzufügen, Gemüsebrühe dazu kurz aufkochen, etwas einkochen lassen, mit Cashew-Sahne oder sonstiger pflanzlicher Sahne verfeinern und mit Salz, Pfeffer, Zucker und einem Schuß Zitronensaft abschmecken (meine Cashew-Sahne besteht lediglich aus Cashews und Wasser; sie ist nicht ganz so schwer und süß wie Fertigprodukte). Mit Nudeln mischen (hier im Bild: Vollkorn-Bandnudeln) und genießen.

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Ein wirklich sensationell leckeres Kürbis-Linsen-Curry

Das Gericht ist wirklich in fünf Minuten zusammen geschmissen und dafür sooooooo genial köstlich. Aufwand-/Nutzenverhältnis = besser geht’s nicht :-).

Hier das Rezept (ca. 2-3 Portionen ohne Beilage, ca. 4-6 mit Beilage):

1/2 Hokkaido-Kürbis, grob gewürfelt
ca. 200 g rote Linsen
2-3 mittlere Kartoffeln, grob gewürfelt
ein Stück Inger, gerieben (je nach Geschmack so viel wie man ertragen kann ;-))
2 Knoblauchzehen, fein gehackt
2 TL rote Thai Curry-Paste von Alnatura
1 Schuß Sojasauce
ca. 200 ml Wasser
1 EL Gemüsebrühe
etwas Süßungsmittel falls nötig (ich habe einen Teelöffel Kokosblütenzucker verwendet – super!!)
Salz, Pfeffer, Sesam- oder Erdnuss- oder Kokosöl zum Anschwitzen
und das nächste Mal werde ich noch vorher gedämpften Blumenkohl mit reinwerfen.

Ingwer und Knoblauch kurz anschwitzen, Thai-Paste dazu, mit einem Schuss Sojasauce ablöschen. Kürbis und Kartoffeln dazu kurz mit anschwitzen, Linsen rein und mit Wasser und Kokosmilch auffüllen. Gemüsebrühe einrühren, einmal aufkochen und bei schwacher Hitze köcheln lassen (ca. 20 min) bis das Gemüse gar ist. Ggf. mit Wasser auffüllen, falls es zu trocken wird. Zum Schluss mit etwas Süße, Salz und Pfeffer abschmecken. Überraschend lecker!

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Backofengemüse und grüner Salat mit Rote-Beete-Körner-Topping

Ein schnelles, leckeres Abendessen!

Für das Backofengemüse:

Bio-Kartoffeln mit Schale, in Wedges geschnitten
Karotten, in dickeren Scheiben
Zucchini, dickere Scheiben
Rote Beete, dickere Streifen
etwas Olivenöl
etwas Paprikapulver
Salz, Pfeffer

Öl in einer Schüssel mit Paprikapulver, Salz, Pfeffer verrühren, Gemüse darin wenden und auf dem Backbleck bei 180° Umluft oder 200° Ober-/Unterhitze ca. 25-30 min. backen oder bis das Gemüse bzw. vor allem die Kartoffeln gar sind.

Für den Salat:

ein grüner Salat
etwas Rote Beete, geraspelt
Petersilienwurzel, geraspelt
Sonnenblumenkerne und Kürbiskerne nach Belieben
Räuchertofu Mandel-Sesem, in Würfel geschnitten
etwas Sojasauce
etwas Olivenöl

Sauce
2 EL Zitronensaft, am besten frisch
2 EL Walnussessig oder Weißweinessig
2-4 EL Wasser
1 bis 2 TL Mandelmus
1 TL Senf
1 Knoblauchzehe
ein paar getrocknete Salatkräuter (z.B. von Lebensbaum)
eine Prise Gemüsebrühe
1 TL Ahornsirup
3 EL Olivenöl, 2 EL Walnussöl, 1 EL Rapsöl (oder nur eine Ölsorte, aber dann gibt’s die gesunden Fette nicht in ordentlichem Verhältnis zueiander :-))
Salz, Pfeffer

Sonnenblumenkerne und Kürbiskerne in einer Pfanne ohne Fett anrösten und mit einem Schuß Sojasauce ablöschen.

Räuchertofu in wenig Öl knusprig anbraten.

Für die Sauce: alle Zutaten bis auf das Öl miteinander vermengen, mit 2 EL Wasser beginnen, abschmecken, falls das Dressing noch zu stark/sauer ist ggf. etwas mehr nachgeben. Zum Schluss das Öl unterrühren.

Grünen Salat mit Rote-Beete-Raspel, Petersilienwurzelraspel und ein paar Körnern vermengen und die Sauce unterrühren. Räuchertofu extra dazu servieren. Mit dem Backofengemüse servieren.

Dann gibt’s noch etwas gedämpften Brokkoli dazu. Passt einfach gut!

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Blumenkohl-Seitanhack-Auflauf – vegan

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WOW! Wenn euch – gerade im Winter – nach einem deftigen Auflauf zumute ist, dann probiert diesen! Unglaublich lecker! Nachdem der gesamte Haushalt hier eher auf klassische Gerichte steht und ich ohnehin nicht allzu viel Zeit habe groß in Kochbüchern zu wühlen und nachzukochen, halte ich mich derzeit, mit großem familiären Erfolg :-), an die einfachen gut-bürgerlichen Rezepte. Wie z.B. eben dieses hier. Blumenkohl-Kartoffel-Hack-Auflauf. Mit Seitanhack – selbstgemacht. Wahnsinn.

Das sieht jetzt auf dem Bild nicht spektakulär aus, aber lasst euch nicht täuschen. Im Sommer wäre das definitiv nichts für mich, aber jetzt, zur kalten Jahreszeit, passt das wunderbar auf den Speiseplan.

Zum Entstehen des Rezeptes gibt es auch ein paar Worte zu sagen: ich wollte gestern einen Auflauf machen, wusste aber nicht so genau, wie. Erst schwebte mir Blumenkohl-Brokkoli vor, dann kam mein Mann ohne Brokkoli vom Markt nach Hause, dafür mit Kartoffeln. Also wurde aus Blumenkohl-Brokkoli schon mal Blumenkohl-Kartoffel. Dann hatte ich mich Freitags an Seitan „beefy style“ ausprobiert und ein recht gutes Ergebnis erzielt. Mittlerweile arbeite ich sehr, sehr gerne mit Seitan und habe meinen Weg der Zubereitung dafür gefunden. Es kommt in der Familie auch sehr gut an. Ich finde Seitan als Tofu-Alternative unschlagbar bzw. in solchen Fällen wie diesem sogar um Längen besser. So wurde also aus einem Blumenkohl-Brokkoli-Auflauf ein Blumenkohl-Kartoffel-Seitanhack-Auflauf (die Kartoffel habe ich im Titel wegen der Länge unterschlagen). Wenn man nun noch richtig leckere Kartoffeln hat, die so schön geschmeidig schmecken und auf der Zunge zergehen, kann wirklich nicht viel schief gehen.

Ich gebe zu, der Zubereitungsaufwand ist etwas höher. Wenn man gut vorplant und kocht, hält er sich aber in Grenzen. Ich empfehle: Kartoffeln und Seitanhack am besten am Abend vorher zubereiten, dann ist es im Nu zusammen geworfen. Probiert es aus!

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Blumenkohl-Kartoffel-Seitanhack-Auflauf (für eine Standardauflaufform)

1 mittleren Blumenkohl, in feine Röschen zerteilt
ca. 200 g Seitanhack, „wie Rind“ (Rezept folgt im nächsten Post)
ca. 500 g Kartoffeln, im Ganzen mit Schale
1 große Zwiebel, gewürfelt
1 Pck. Pflanzensahne (ich hatte Hafersahne)
ca. 200 ml Pflanzendrink (ich hatte Dinkel-Mandel-Drink)
3-4 EL Mandeln, ohne Fett angeröstet
2 EL Sojamehl in 4 EL Wasser aufgelöst (oder anderes Bindemittel der Wahl)
1 EL TK-Kräuter (8-Kräutermischung)
Paprikapulver, Salz, Pfeffer
1 Portion Hefeschmelz (Rezept weiter unten)
etwas Bratöl
Sojasauce
optional: Kala Namak (Schwarzsalz für Eigeschmack)

Hefeschmelz

200 ml Pflanzendrink, kalt! (Dinkel-Mandel-Drink)
4 großzügige EL Hefeflocken (ich verwende hierfür immer Dr. Ritter Edelhefeflocken)
2 EL Margarine oder Sonnenblumenöl
3 gehäufte TL Mehl
1/2 – 1 TL Senf (nach Geschmack)
1/2 TL Salz
1 TL Gemüsebrühe
Muskat, Pfeffer
1/4 – 1/2 TL Bockshornkleesaatpulver

Seitan nach diesem Rezept (Link folgt) zubereiten.

Kartoffeln in der Schale gar kochen (ca. 20 – 30 min., je nach Kartoffeln und Größe). Danach kalt abschrecken und abkühlen lassen. In Scheiben schneiden (ca. 1/2 ca. dick).

Die Blumenkohlröschen in wenig Wasser bissfest garen (oder im Dämpfeinsatz). Höchstens 5 Minuten, sonst wird er im Auflauf nachher matschig! Ich denke, man kann sich diesen Schritt sogar sparen, habe es aber noch nicht ausprobiert.

In der Zwischenzeit den Hefeschmelz zubereiten:
Die Margarine im Topf bei mittlerer Hitze schmelzen lassen (sie muss nicht brutzeln, nur schmelzen). Mehl hinzugeben und unter Rühren ca. 2-3 min. mit anschwitzen. Langsam mit Pflanzendrink ablöschen, dabei ständig weiterrühren, damit sich keine Klümpchen bilden. Etwas andicken lassen, Hitze reduzieren und mit Hefeflocken, Senf, Gemüsebrühe, Salz, Muskat, Pfeffer und Bockshornkleesaat abschmecken. Beim Bockshornklee bitte etwas aufpassen. Es trägt immens zum „käsigen“ Geschmack bei, verleiht eine Art Bergkäsearoma (finde ich), aber man darf nicht zuviel nehmen, sonst wird es zu dominant. Lieber mit wenig beginnen und nach oben arbeiten. Dieses Rezept ergibt eine dickflüssige Masse, die sich perfekt zum Überbacken eignet.
Hefeschmelz beiseite stellen.

Um aus Seitan Seitanhack zu bekommen, habe ich die Seitanstückchen, die so aussahen:

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kurz in die Vitamix geschmissen. Danach sahen sie so aus und waren perfekt:

Nun erst das Seitanhack in Bratöl kräftig anbraten, ca. 8-10 min. Mit einem kräftigen Schuss Sojasauce ablöschen. Zwiebelwürfel hinzufügen, Hitze reduzieren und 3 min. mitschwitzen lassen.

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Während das Seitanhack vor sich hin brät, kann die Sahnesauce vorbereitet werden:
Pflanzensahne und Pflanzendrink mit dem Sojamehl-Ei-Ersatz vermischen und mit Salz (optional Kala Namak), Pfeffer, Paprikapulver würzen und die TK-Kräuter einrühren.

Sobald die Zwiebeln angeschwitzt wurden, den Topf oder die Pfanne von von der Platte nehmen und das Sahnegemisch einrühren. Hitze ausschalten, warm werden lassen und abschmecken. Ich habe hier noch ein paar Tropfen Liquid Smoke hinein geschmuggelt, aber das muss sicher nicht sein. War bei meiner verwendeten Menge auch nicht der Rede wert, weshalb ich es nicht in der Zutatenliste aufgeführt habe.

Nun zuerst die Kartoffelscheiben in die Auflaufform füllen, darauf den Blumenkohl verteilen. Dann die Hacksauce darüber gießen und hoffen, dass die Flüssigkeit reicht (im ersten Versuch hatte ich zu wenig und musste nochmal die 200 ml Pflanzendrink zusätzlich zubereiten… – hat natürlich auch etwas Zeit gekostet).

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Mit Mandelstückchen und Hefeschmelz abschließen (ich werfe die Mandelstückchen ganz am Schluß auf den Auflauf, da Zoe die gerne knusprig isst). An diesem Punkt dürfte der Hefeschmelz nochmals richtig angedickt sein. Ich lasse ihn so, man kann ihn aber nochmal kurz aufkochen und mit etwas Flüssigkeit verdünnen. Aber glaubt mir, die Konsistenz ist eigentlich perfekt zum Überbacken, auch wenn es arg zähflüssig erscheint ;-).

Das Ganze dann bei 180° Umluft ca. 25 min. backen oder bis zum gewünschten Knusprigkeitsgrad des Hefeschmelzes.

Dazu passt ganz wunderbar ein leckerer Chinakohlsalat mit einem Dressing aus Zwiebelwürfel, Tomatenmark, hellem Balsamico, Senf, Salz, Pfeffer, Zucker und Öl.

Rüben-Krümel-Ragout und Weltvegantag!

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Rüben-Krümel-Ragout

Hey ho, ja ich weiß, es ist still geworden, aber das wird wieder – versprochen! Gestern bzw. heute feiere ich Elternzeit-Abschied und sehe der Arbeit mit Freude entgegen. Ich freue mich wirklich total! Auch wenn die nächste Zeit sehr anstrengend und organisatorisch die größte Herausforderung wird.

Aber, heute abend ging es erst einmal noch zur Weltvegantagparty nach Karlsruhe *yeah* :-). Social Network sei Dank habe ich eine alte (neue) Bekannte wieder getroffen, die vorgeschlagen hat zusammen hin zu gehen. Super Idee! Es war sehr entspannt und sehr schön. Ich bin nächstes Jahr auf jeden Fall wieder dabei :-).

Und jetzt noch ein bisschen Werbung bevor es mit dem Rezept losgeht: die oben erwähnte alte neue Bekannte hat ein neues Forum ins Leben gerufen: aus-respekt-vegan.de. Es ist noch ganz klein und wartet darauf mit vielen Inhalten gefüllt zu werden. Also, wer Lust und Zeit hat, kommt gerne mal vorbei und schaut es euch an. Der Titel ist übrigens Programm. Die Forenbetreiberin legt großen Wert auf respektablen Umgang im Forum. So kann dort wirklich jeder vorbei schauen – egal ob vegan, vegetarisch oder neugierige Mischköstler. Ich habe dort bereits einen ausführlichen B12-Beitrag gepostet, vielleicht möchtet ihr euch den durchlesen (und ggf. auch Rückmeldungen geben)? Würde mich sehr freuen!

So, das Rezept. Gestern abend gab es dieses leckere Rüben-Krümel-Ragout. Ich habe es vor einiger Zeit schon mal gemacht, aber damals ist es mir nicht so gut gelungen… Aber jetzt! Nichts besonderes eigentlich, aber schnell und lecker! Und vor allem mal ein Rezept mit Saisongemüse :-).

Rüben-Krümel-Ragout (für ca. 4 Portionen)

eine Handvoll Sojaschnetzel
Sojasauce
Gemüsebrühe (genaue Menge kann ich leider nicht festlegen, einfach soviel, dass die Schnetzel gut bedeckt werden damit)
2 Butterrüben, in dünne Scheiben geschnitten oder geraspelt
1 Zwiebel, gewürfelt (optional)
1 EL Mehl
200 ml Gemüsebrühe
200 ml pflanzliche Sahne oder Milch
Muskat, Salz, Pfefer
Sojasauce
1/2 Bund frische Petersilie
Öl zum Anbraten

Zubereitung der Sojaschnetzel: Die Sojaschnetzel in der aufgekochten Gemüsebrühe mit einem Schuß Sojasauce ca. 10 min. ziehen lassen. Danach im Sieb gut ausdrücken.

Zubereitung des Ragouts: Sojaschnetzel bei hoher Hitze gut in etwas Bratöl anbraten – dauert schon gute 10 min. Sie dürfen ruhig knusprig braun werden. Zwiebelwürfel, falls verwendet, und Butterrüben dazu geben, Hitze reduzieren und ein paar Minuten mit anbraten. Mit Mehl bestäuben und anschließen die Brühe eingießen. Gut verrühren, damit es keine Klumpen gibt. Das Gemisch weitere 5-10 min. köcheln lassen, je nach Weichheitsgrad der Buterrüben, dann die Hitze weiter reduzieren und die pflanzliche Sahne oder Milch einrühren. Mit etwas Sojasauce würzen und mit Muskat, Salz und Pfeffer abschmecken. Ein Schuß Zitronensaft passt auch immer :-). Als letztes noch die frische Petersilie unterrühren und entweder mit Nudeln, Reis oder Kartoffeln servieren.

Guten Appetit!

Cookbook-Challenge: Grünkern-Chili und Wolffie’s Cornbread

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Grünkern Chili
Ich gebe zu, zur Zeit ist’s etwas knapp mit der Zeit… Die Vorbereitung auf die Arbeit, die ich im November wieder mit großer Freude beginne nimmt mir einiges an Koch- und Blogzeit. Ich koche momentan eher das Übliche, halte mich an Bewährtes und experimentiere wenig. Aber heute gab es mal wieder ein Cookbook-Challenge-Tag. Ich bin bei der Durchsicht meiner To-Do-Rezepte aus La Dolce Vegan! wieder auf Sarah’s Chili-Con-Bulgur (S. 163) gekommen und habe im Internet nach Bildern und Reviews dazu gestöbert.

Irgendwo habe ich dann gelesen, dass 1. das Rezept super schmecken soll und 2. das Cornbread von Wolffie dazu die Sache noch wunderbar abrundet. Da alle Zutaten im Haus waren, gab’s nichts zu Überlegen. Ran an den Ofen und Herd und nachgekocht. Und damit es auch eine Herausforderung ist, gleich den Vater zur Premiere eingeladen :-). Hoffentlich schmeckt’s…

Es war super köstlich, lecker und das beste Chili bislang! Das süßliche Cornbread ist meiner Meinung nach wirklich eine tolle Ergänzung zum scharfen Chili. Und das gewürzte Grünkernschrot hat zum genialen Geschmack beigetragen. Dabei erhält das Chili ein bisschen Biss durch den Grünkern. Viel besser als die Tofu- oder Sojaschnetzelvariante. Unbedingt ausprobieren! Die Schärfe kann selbstverständlich angepasst werden. Das hier war schon recht scharf, wobei wir das so mögen. Lieber etwas weniger würzen (erst mal 1/2 TL Hot Banditos vielleicht und eine Prise Cayennepfeffer) und während des Köchelns nachwürzen.

Wolffie's Cornbread

Da ich Sarah’s Chili als Anregung genommen, es aber leicht verändert habe (Grünkern statt Bulgur und ein paar Gewürzänderungen), teile ich das Rezept an dieser Stelle dafür. Und da das Rezept für Wolffie’s Cornbread (S. 268) ebenfalls im Netz veröffentlicht ist (siehe hier), teile ich das ebenfalls hier. Ihr solltet auf jeden Fall beides zusammen genießen!

Das Chili lässt sich sehr gut am Abend vorher zubereiten. Nach dem Aufwärmen schmeckt es noch besser! Das Cornbread kann morgens zubereitet werden. Also alles in allem ein entspanntes Kochen.

Chili-Con-Grünkern (angepasst von Sarah’s Chili-Con-Bulgur aus La Dolce Vegan!)

1 Zwiebel, fein gewürfelt
1 EL Olivenöl
1 große Karotte, gewürfelt
1 Selleriestange, gewürfelt
1 grüne und rote Paprika, gewürfelt
4 Knoblauchzehen, gepresst
1 Glas Tomatenpassata (500 ml)
2 Tassen Gemüsebrühe
1 Portion Grünkernhack (Rezept siehe unten)
2 Dosen Bohnen nach Wunsch (ich hatte Rapunzel Bohnen-Mix und eine Dose Kidney-Bohnen)
1 Glas Mais
3 EL Sojasauce
1 TL Hot Banditos Gewürzmischung von Vantastic Foods oder selbstgemachtes Chiligewürz (habe ich das Rezept schon gepostet? Wenn nicht, folgt es…)
2 TL Oregano
1/2 TL Cayennepfeffer
1 TL Kreuzkümmel, gemahlen
Pfeffer, Salz, Agavendicksaft

Grünkern-Hack

1/2-3/4 Tasse Grünkernschrot
4 EL Wasser
4 EL Sojasauce
1/2 TL Worcestershiresauce, vegan
1 EL Hefeflocken
1 TL Zwiebelpulver
eine Prise Cayennepfeffer

Erst wird das Grünkernhack zubereitet: aus den Zutaten (außer Grünkernschrot) eine Marinade zubereiten. Schrot in einem Topf bei hoher Hitze anrösten, bis es anfängt zu duften, dann von der Kochstelle nehmen und mit der Flüssigkeit begießen. Mit geschlossenem Deckel ca. 15 min. ziehen lassen. Falls es zu wenig Flüssigkeit sein sollte, etwas mehr Wasser hinzufügen.

Zubereitung des Chilis: Zwiebel in Olivenöl anrösten. Das Grünkernhack dazu geben und nochmals gut anbraten (ca. 8 min.). Zuletzt das gesamte Gemüse (inkl. Knoblauch) hinzufügen und ca. 3 min. mit anrösten. Kreuzkümmel und die Hot Banditos Mischung einrühren, mit der Sojasauce ablöschen und mit Tomatenpassata und der Gemüsebrühe auffüllen. Nun noch Oregano, Bohnen und Mais einrühren einrühren, einmal aufkochen und das Chili mindestens 30 min. einköcheln lassen, dabei ab und zu umrühren. Je nachdem wie dick oder dünn die Konsistenz gewünscht ist, legt man den Deckel drauf oder eben nicht. Ich habe es ohne Deckel einkochen lassen. Gemüsebrühe kann man immer nachfüllen. Wenn’s aber zu flüssig ist, muss man es ewig einkochen lassen… Zum Schluß mit etwas Agavendicksaft, Salz und Pfeffer abschmecken.

Woffie’s „Buttermilk“ Cornbread

1 1/2 Tassen Mehl (ich hatte Weizenmehl, Typ 550)
1 1/2 Tassen Maismehl (kein Grieß/Polenta!)
3 EL Zucker
1 EL Backpulver
1/2 TL Natron
1 TL (knapp) Salz
2 Tassen Pflanzenmilch (ich hatte Dinkel-Mandelmilch von Natumi)
2 EL Apfelessig
3 EL neutrales Öl (Sonnenblumen- oder Rapsöl)

Ofen auf 180° Umluft vorheizen.

Eine quadratische oder rechteckige Backform einfetten (je kleiner sie ist, desto höher wird das Cornbread…).

In einer großen Schüssel die trockenen Zutaten miteinander vermengen (bis Salz). In einer kleinen Schüssel Essig und Öl vermischen. Das Essig-Öl-Gemisch zum Mehlgemisch geben und gerade so gut untermengen, dass alle trockenen Zutaten feucht sind. Wie immer gilt: nicht überrühren – sonst wird’s zäh! Alles in die Backform füllen und ca. 25 – 30 min (bis die Decke anfängt zu bräunen, dann einmal den Stechtest machen). Gut abkühlen lassen!

Guten Appetit!

Pizza und Brokkolinudeln mit Cashew-Sahne

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Cashewpizza

Sieht sie nicht lecker aus? Das war sie auch! Laut Mann die beste Pizza bisher. Sowohl Teig als auch Belag und Cashewkäse habe ich von einer Quelle:

Teig: der perfekte Pizzateig beim Umsteiger

Pizzakäse und Belag: die Umsteiger bei YouTube

Alles ganz einfach und sehr lecker!

Cashewpizza Stück

Die restliche Cashew-Sahne habe ich dann für Brokkolinudeln verwertet, die dadurch schön cremig wurden. Ein einfaches und kindgerechtes Essen!

Brokkolinudeln mit Cashewsahne

Brokkolinudeln mit Cashewsahne

1 Handvoll Cashews oder Cashewbruch
1 kleiner Brokkoli, klein geschnitten
1 kleine Zwiebel, fein gewürfelt oder Zwiebelpulver
1 Knoblauchzehe, fein gehackt oder gepresst
frisch geriebener Muskat
ein paar Spritzer frischer Zitronensaft
Olivenöl
Salz, Pfeffer

Erst die Cashewsahne herstellen: Cashews mit Wasser pürieren, bis sie cremig sind – fertig :-). Eine Vitamix leistet hier natürlich beste Ergebnisse, aber es funktioniert auch mit einem Pürierer oder einem normalen Mixer. Leider kann ich keine Mengenangabe beim Wasser reichen. Ich würde sagen, vielleicht mit 100 ml beginnen und je nach Konsistenz ggf. nachdünnen. Die Sahne dickt beim Kochen noch an.

Zwiebelwürfel oder Zwiebelpulver in 1 EL Olivenöl anschwitzen. Knoblauch und Brokkoli hinzu, mit Gemüsebrühe auffüllen, einmal aufkochen, Hitze reduzieren und Brokkoli ca. 5 min. mit Deckel garen. Wenn nötig, esslöffelweise Gemüsebrühe hinzugeben.

Sobald der Brokkoli eine kräftige Farbe angenommen hat (er soll noch knackig sein!) kann das ganze Gemisch püriert werden. Entweder mit dem Mixer oder mit dem Zauberstab.

Wieder zurück in den Topf. Cashewsahne hinzugeben, mit Salz, Pfeffer, Muskat und Zitronensaft abschmecken und aufwärmen.

Meine Kinder lieben die hellen Gabelspaghetti von EDEKA und einen Gurkensalat dazu :-).

Goji-Beeren von nu3 und Muffins

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Goji Beeren

Ja, auch mir wurden von nu3 Goji-Beeren zum Testen überlassen. Ich hatte zwar vorher schon mal Goji-Beeren in trockener Form probiert, allerdings war ich neugierig zu erfahren, ob es geschmackliche Unterschiede gibt zwischen den Anbietern.

Ich erspare mir an dieser Stelle das Geplänkel über Gojis. Das haben andere Blogs alles schon übernommen :-). Ich denke, es ist mittlerweile fast überall angekommen, dass Goji-Beeren ein Superfood sind, d.h. sie versorgen uns mit ungemein hilfreichen Antioxidantien, mit allen essentiellen Aminosäuren und mit zahlreichen Vitaminen und Mineralstoffen. Es lohnt sich also offensichtlich diese in den Speiseplan mit einzubauen. Mehr Informationen dazu gibt es selbstverständlich auch auf der nu3-Seite zu Goji-Beeren.

Jetzt gibt es ein paar Hardcore-Goji-Esser, wie Totally Veg!, die diese roten Beerchen sogar im Müsli verspeisen. Das ist so gar nicht mein Fall. Dafür sind sie mir zu bitter und vor allem, ohne Einweichen, viel zu anstrengend zu kauen! Ich finde, es fühlt sich ein bisschen wie MAOAM im Mund an. Ewig am Kauen und es klebt wüst an den Zähnen, so dass man ein bisschen Angst hat, dass der Zahn beim Kauen mit herausfällt…
In diesem Aspekt unterscheiden sich die nu3-Gojis nicht von den Gojis, die ich vor einiger Zeit probierte.

Um nun endlich auch auf den Geschmack von Gojis zu kommen, habe ich ein Rezept gesucht, welches mir die Beeren ein bisschen versteckt. So dass ich sie mitessen kann ohne davon Kenntnis zu nehmen. Und siehe da, Dreena Burton hat in ihrem neuesten Kochbuch let them eat vegan ein Rezept für Strawberry-Goji-Muffins (Rezept ist verlinkt), worin die Gojis einfach wegpüriert werden. Und das beste daran ist: sie schmecken sogar Zoe ungemein gut! Und mir ebenfalls! Keine Stückchen, kein bitterer Nachgeschmack – alles super! So werden wir unsere Gojis regelmäßig in den Speiseplan packen :-).

Goji Muffins

Im Rezept selbst fordert Dreena 1 Tasse Hafermehl und 1 Tasse Dinkelmehl. Ich habe die Muffins mit 2 Tassen Dinkelmehl Typ 1050 gebacken und sie sind wunderbar luftig lecker geworden. Also nicht stressen lassen, wenn kein Hafermehl zur Hand ist. Ansonsten bin ich streng nach Rezept vorgegangen – gleich noch eine Cookbook-Challenge dabei *g*.

Wer es also (nochmal oder überhaupt) mit Goji-Beeren versuchen möchte, dem rate ich dringend zu diesen Muffins!

Goji Strawberry Muffins

Die Beeren gibt es in konventioneller– oder Bio-Qualität bei nu3 zu kaufen.

Linguine mit Linsenbolognese

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Linsenbolognese

Was für eine leckere Sauce!!! Und es gab sie schon so lange nicht mehr! Keine Ahnung, warum ich sie so sträflich vernachlässigt habe… Ah doch, weil Zoe ja keine Stücke im Essen mag… Aber dafür gibt’s ja den Pürierstab!

Lasst euch nicht von der langen Zutatenliste abschrecken. Das muss alles rein, weil’s damit so gut schmeckt, aber es ist eigentlich weniger Arbeit als es die Liste vermuten lässt :-).

Linsenbolognese für 4 Personen

500 – 800 g Linguine (ich mische jetzt immer Vollkorn mit hellen Nudeln)
150 g rote Linsen, abgewaschen und abgetropft
1 große Zwiebel, fein gewürfelt
3 Knoblauchzehen, fein gewürfelt
2 Möhren, fein gewürfelt
2 Selleristangen, fein gewürfelt
200 g Champignons, fein gehackt
500 ml Tomatenpassata
ca. 300 ml Gemüsebrühe
ca. 2 EL Sojasauce
2 EL Tomatenmark
1 EL Agavendicksaft
2 TL getr. Oregano
2 TL getr. Basilikum
1 TL getr. Majoran
1 TL getr. Thymian
1/2 TL getr. Rosmarin
oder 3 TL getr. Kräuter der Provence (schmecken uns besser als die italienischen Kräuter)
1 EL Mandelmus mit 2 EL Wasser verrührt
Hefeflocken zum Bestreuen
2 EL Olivenöl zum Anbraten

Zwiebeln in einem hohen beschichteten Topf (mit Deckel) im Olivenöl glasig dünsten. Knoblauch und Gemüse hinzufügen, gleich etwas salzen wegen den Champignons, und ca. 5 min. kräftig anbraten. Mit ca. 2 EL Sojasauce ablöschen (bitte nach Gefühl etwas mehr oder weniger) und das Tomatenmark einrühren und 2 min. mit anschwitzen.

Rote Linsen zum Gemisch geben, mit Tomatenpassata und Gemüsebrühe auffüllen, Kräuter und Agavendicksaft hinzugeben. Einmal aufkochen, Hitze reduzieren und alles 20 bis 40 min. im geschlossenen Topf köcheln lassen. Je länger, desto intensiver der Geschmack. Die Sauce neigt dazu sehr anzudicken. Nach Bedarf kann natürlich während des Köchelns noch Wasser hinzugefügt werden.

Nudeln nach Anweisung kochen.

Zum Schluß die Mandelsahne in die Sauce einrühren und das Ganze nochmals mit Salz, Pfeffer und Agavendicksaft abschmecken. Mit Hefeflocken bestreut servieren.

Dazu passt: ein grüner Salat.

Wer mag und darf kann am Schluss TK-Blattspinat mitköcheln lassen. Dann hat man das wichtige Grünzeug mit drin. Ansonsten, so machen wir es, gibt es einfach noch etwas gedünsteten Brokkoli als Beilage. Aber Achtung: wenn Spinat mitgekocht wird, dann die Sauce nicht in größeren Mengen zum Erwärmen herstellen. Spinat sollte aufgrund der Nitrosaminbildung nicht erwärmt werden!