Blumenkohl-Seitanhack-Auflauf – vegan

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WOW! Wenn euch – gerade im Winter – nach einem deftigen Auflauf zumute ist, dann probiert diesen! Unglaublich lecker! Nachdem der gesamte Haushalt hier eher auf klassische Gerichte steht und ich ohnehin nicht allzu viel Zeit habe groß in Kochbüchern zu wühlen und nachzukochen, halte ich mich derzeit, mit großem familiären Erfolg :-), an die einfachen gut-bürgerlichen Rezepte. Wie z.B. eben dieses hier. Blumenkohl-Kartoffel-Hack-Auflauf. Mit Seitanhack – selbstgemacht. Wahnsinn.

Das sieht jetzt auf dem Bild nicht spektakulär aus, aber lasst euch nicht täuschen. Im Sommer wäre das definitiv nichts für mich, aber jetzt, zur kalten Jahreszeit, passt das wunderbar auf den Speiseplan.

Zum Entstehen des Rezeptes gibt es auch ein paar Worte zu sagen: ich wollte gestern einen Auflauf machen, wusste aber nicht so genau, wie. Erst schwebte mir Blumenkohl-Brokkoli vor, dann kam mein Mann ohne Brokkoli vom Markt nach Hause, dafür mit Kartoffeln. Also wurde aus Blumenkohl-Brokkoli schon mal Blumenkohl-Kartoffel. Dann hatte ich mich Freitags an Seitan „beefy style“ ausprobiert und ein recht gutes Ergebnis erzielt. Mittlerweile arbeite ich sehr, sehr gerne mit Seitan und habe meinen Weg der Zubereitung dafür gefunden. Es kommt in der Familie auch sehr gut an. Ich finde Seitan als Tofu-Alternative unschlagbar bzw. in solchen Fällen wie diesem sogar um Längen besser. So wurde also aus einem Blumenkohl-Brokkoli-Auflauf ein Blumenkohl-Kartoffel-Seitanhack-Auflauf (die Kartoffel habe ich im Titel wegen der Länge unterschlagen). Wenn man nun noch richtig leckere Kartoffeln hat, die so schön geschmeidig schmecken und auf der Zunge zergehen, kann wirklich nicht viel schief gehen.

Ich gebe zu, der Zubereitungsaufwand ist etwas höher. Wenn man gut vorplant und kocht, hält er sich aber in Grenzen. Ich empfehle: Kartoffeln und Seitanhack am besten am Abend vorher zubereiten, dann ist es im Nu zusammen geworfen. Probiert es aus!

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Blumenkohl-Kartoffel-Seitanhack-Auflauf (für eine Standardauflaufform)

1 mittleren Blumenkohl, in feine Röschen zerteilt
ca. 200 g Seitanhack, „wie Rind“ (Rezept folgt im nächsten Post)
ca. 500 g Kartoffeln, im Ganzen mit Schale
1 große Zwiebel, gewürfelt
1 Pck. Pflanzensahne (ich hatte Hafersahne)
ca. 200 ml Pflanzendrink (ich hatte Dinkel-Mandel-Drink)
3-4 EL Mandeln, ohne Fett angeröstet
2 EL Sojamehl in 4 EL Wasser aufgelöst (oder anderes Bindemittel der Wahl)
1 EL TK-Kräuter (8-Kräutermischung)
Paprikapulver, Salz, Pfeffer
1 Portion Hefeschmelz (Rezept weiter unten)
etwas Bratöl
Sojasauce
optional: Kala Namak (Schwarzsalz für Eigeschmack)

Hefeschmelz

200 ml Pflanzendrink, kalt! (Dinkel-Mandel-Drink)
4 großzügige EL Hefeflocken (ich verwende hierfür immer Dr. Ritter Edelhefeflocken)
2 EL Margarine oder Sonnenblumenöl
3 gehäufte TL Mehl
1/2 – 1 TL Senf (nach Geschmack)
1/2 TL Salz
1 TL Gemüsebrühe
Muskat, Pfeffer
1/4 – 1/2 TL Bockshornkleesaatpulver

Seitan nach diesem Rezept (Link folgt) zubereiten.

Kartoffeln in der Schale gar kochen (ca. 20 – 30 min., je nach Kartoffeln und Größe). Danach kalt abschrecken und abkühlen lassen. In Scheiben schneiden (ca. 1/2 ca. dick).

Die Blumenkohlröschen in wenig Wasser bissfest garen (oder im Dämpfeinsatz). Höchstens 5 Minuten, sonst wird er im Auflauf nachher matschig! Ich denke, man kann sich diesen Schritt sogar sparen, habe es aber noch nicht ausprobiert.

In der Zwischenzeit den Hefeschmelz zubereiten:
Die Margarine im Topf bei mittlerer Hitze schmelzen lassen (sie muss nicht brutzeln, nur schmelzen). Mehl hinzugeben und unter Rühren ca. 2-3 min. mit anschwitzen. Langsam mit Pflanzendrink ablöschen, dabei ständig weiterrühren, damit sich keine Klümpchen bilden. Etwas andicken lassen, Hitze reduzieren und mit Hefeflocken, Senf, Gemüsebrühe, Salz, Muskat, Pfeffer und Bockshornkleesaat abschmecken. Beim Bockshornklee bitte etwas aufpassen. Es trägt immens zum „käsigen“ Geschmack bei, verleiht eine Art Bergkäsearoma (finde ich), aber man darf nicht zuviel nehmen, sonst wird es zu dominant. Lieber mit wenig beginnen und nach oben arbeiten. Dieses Rezept ergibt eine dickflüssige Masse, die sich perfekt zum Überbacken eignet.
Hefeschmelz beiseite stellen.

Um aus Seitan Seitanhack zu bekommen, habe ich die Seitanstückchen, die so aussahen:

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kurz in die Vitamix geschmissen. Danach sahen sie so aus und waren perfekt:

Nun erst das Seitanhack in Bratöl kräftig anbraten, ca. 8-10 min. Mit einem kräftigen Schuss Sojasauce ablöschen. Zwiebelwürfel hinzufügen, Hitze reduzieren und 3 min. mitschwitzen lassen.

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Während das Seitanhack vor sich hin brät, kann die Sahnesauce vorbereitet werden:
Pflanzensahne und Pflanzendrink mit dem Sojamehl-Ei-Ersatz vermischen und mit Salz (optional Kala Namak), Pfeffer, Paprikapulver würzen und die TK-Kräuter einrühren.

Sobald die Zwiebeln angeschwitzt wurden, den Topf oder die Pfanne von von der Platte nehmen und das Sahnegemisch einrühren. Hitze ausschalten, warm werden lassen und abschmecken. Ich habe hier noch ein paar Tropfen Liquid Smoke hinein geschmuggelt, aber das muss sicher nicht sein. War bei meiner verwendeten Menge auch nicht der Rede wert, weshalb ich es nicht in der Zutatenliste aufgeführt habe.

Nun zuerst die Kartoffelscheiben in die Auflaufform füllen, darauf den Blumenkohl verteilen. Dann die Hacksauce darüber gießen und hoffen, dass die Flüssigkeit reicht (im ersten Versuch hatte ich zu wenig und musste nochmal die 200 ml Pflanzendrink zusätzlich zubereiten… – hat natürlich auch etwas Zeit gekostet).

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Mit Mandelstückchen und Hefeschmelz abschließen (ich werfe die Mandelstückchen ganz am Schluß auf den Auflauf, da Zoe die gerne knusprig isst). An diesem Punkt dürfte der Hefeschmelz nochmals richtig angedickt sein. Ich lasse ihn so, man kann ihn aber nochmal kurz aufkochen und mit etwas Flüssigkeit verdünnen. Aber glaubt mir, die Konsistenz ist eigentlich perfekt zum Überbacken, auch wenn es arg zähflüssig erscheint ;-).

Das Ganze dann bei 180° Umluft ca. 25 min. backen oder bis zum gewünschten Knusprigkeitsgrad des Hefeschmelzes.

Dazu passt ganz wunderbar ein leckerer Chinakohlsalat mit einem Dressing aus Zwiebelwürfel, Tomatenmark, hellem Balsamico, Senf, Salz, Pfeffer, Zucker und Öl.

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Pizza und Brokkolinudeln mit Cashew-Sahne

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Cashewpizza

Sieht sie nicht lecker aus? Das war sie auch! Laut Mann die beste Pizza bisher. Sowohl Teig als auch Belag und Cashewkäse habe ich von einer Quelle:

Teig: der perfekte Pizzateig beim Umsteiger

Pizzakäse und Belag: die Umsteiger bei YouTube

Alles ganz einfach und sehr lecker!

Cashewpizza Stück

Die restliche Cashew-Sahne habe ich dann für Brokkolinudeln verwertet, die dadurch schön cremig wurden. Ein einfaches und kindgerechtes Essen!

Brokkolinudeln mit Cashewsahne

Brokkolinudeln mit Cashewsahne

1 Handvoll Cashews oder Cashewbruch
1 kleiner Brokkoli, klein geschnitten
1 kleine Zwiebel, fein gewürfelt oder Zwiebelpulver
1 Knoblauchzehe, fein gehackt oder gepresst
frisch geriebener Muskat
ein paar Spritzer frischer Zitronensaft
Olivenöl
Salz, Pfeffer

Erst die Cashewsahne herstellen: Cashews mit Wasser pürieren, bis sie cremig sind – fertig :-). Eine Vitamix leistet hier natürlich beste Ergebnisse, aber es funktioniert auch mit einem Pürierer oder einem normalen Mixer. Leider kann ich keine Mengenangabe beim Wasser reichen. Ich würde sagen, vielleicht mit 100 ml beginnen und je nach Konsistenz ggf. nachdünnen. Die Sahne dickt beim Kochen noch an.

Zwiebelwürfel oder Zwiebelpulver in 1 EL Olivenöl anschwitzen. Knoblauch und Brokkoli hinzu, mit Gemüsebrühe auffüllen, einmal aufkochen, Hitze reduzieren und Brokkoli ca. 5 min. mit Deckel garen. Wenn nötig, esslöffelweise Gemüsebrühe hinzugeben.

Sobald der Brokkoli eine kräftige Farbe angenommen hat (er soll noch knackig sein!) kann das ganze Gemisch püriert werden. Entweder mit dem Mixer oder mit dem Zauberstab.

Wieder zurück in den Topf. Cashewsahne hinzugeben, mit Salz, Pfeffer, Muskat und Zitronensaft abschmecken und aufwärmen.

Meine Kinder lieben die hellen Gabelspaghetti von EDEKA und einen Gurkensalat dazu :-).

Einfache Kartoffelsuppe

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Heute mal wieder ein Rezept. Und zwar ein Lieblingsrezept meiner Tochter – ergo: eine Suppe, die besonders kindgerecht ist.

Es gibt auch nicht viel darüber zu erzählen. Man kann sie pürieren oder auch nicht, man kann noch mehr Gemüse reinwerfen oder es bleiben lassen, man kann sie cremig pürieren oder eher wässrig lassen, Räuchertofu hinzufügen usw… Es ist vielmehr ein einfaches Grundrezept mit Potenzial.

Kartoffelsuppe

Kartoffelsuppe für 3-4 Portionen

  • 6 mittelgroße Kartoffeln, geschält, gewaschen und fein gewürfelt
  • 2 kleine Möhren oder 1 große Möhre, fein gewürfelt
  • 2 Selleriestangen, fein gewürfelt
  • 1 Zwiebel, fein gewürfelt
  • ca. 1,5 l Gemüsebrühe
  • 1 Bund frische Petersilie
  • Salz, Pfeffer, Muskat
  • Hafer-, Soja-, Reis-, Mandel- oder Dinkelsahne
  • 3 EL Olivenöl

Zubereitung

Das Öl in einem hohen Topf erhitzen. Zwiebeln darin glasig andünsten.

Gemüse hinzufügen kurz mit anschwitzen und mit der Gemsüebrühe auffüllen. Kurz aufkochen, Hitze auf niedrige Stufe reduzieren und das Gemüse in ca. 10 min. gar kochen, anschließend pürieren.

Nach dem Pürieren mit Salz, Pfeffer, Muskat und Sahne-Alternative abschmecken. Wenn die Suppe zu dick sein sollte, ruhig etwas Wasser hinzugeben und nochmals aufkochen. Die Sahne allerdings erst danach hinzufügen – nicht mit aufkochen!

Die frische Petersilie unterrühren und mit etwas Petersilie bestreut und Knoblauchbaguette servieren.

Guten Appetit!

 

 

Kohlrouladen, 1. Versuch

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Kohlrouladen lernte ich erst kennen, als ich mit meinem Mann zusammen kam. Dort gab es (und gibt es auch heute noch) regelmäßig diese Hausmannskost – allerdings klassisch mit Hackfleisch.

Da Winterzeit auch Kohlzeit bedeutet und ich gerade jetzt ganz fürchterlich nach deftigen Gerichten Verlangen habe, dachte ich mir ich probier‘ das mal aus.

Im Web findet man etliche Ideen für Füllungen: Tofuhack, Grünkern, Dinkel, Fertigmischungen aus Grünkern und/oder Dinkel… Ahhhh, das klingt unaufwendig. Und weil meine Zeit begrenzt ist mit einem Säugling im Arm und ich den Aufwand scheue bei eben dieser begrenzten Zeit, finde ich Fertigmischungen eine gute Idee.

Bei vegan.de bin ich dann über ein Rezept mit der Alnatura-Fertigmischung gestolpert, was ich prinzipiell nachgekocht habe.

Uns hat es geschmeckt, aber wir fanden es nicht ausgesprochen gut. Die Füllung war uns zu fest und insgesamt war das Gericht etwas schwerfällig. Deswegen auch 1. Versuch. Trotzdem, die Idee finden wir klasse, nur die Umsetzung war noch nicht ganz optimal.

Aber mit folgenden Änderungen wird der 2. Versuch ein Renner – da bin ich mir sicher:

  • anstatt der Alnatura-Gemüseburgermischung werde ich die Bauckhof Dinkelburgermischung nehmen. Die essen wir auch als Burger sehr gerne und ich denke, damit fahren wir geschmacklich besser.
  • die Burgerbratlingsmischung werde ich mit mehr Flüssigkeit – so dass ein Brei entsteht – zubereiten, da sie ansonsten beim Schmoren zu grob wird
  • ich werde der Bratlingsmischung ein No-Egg-Ei-Ersatz hinzufügen und hoffe auf etwas mehr Fluffigkeit damit
  • ich werde Wirsing anstatt Weißkohl nehmen. Erstens schmeckt uns Wirsing besser und zweitens ist mir diese Fusselei mit dem Weißkohl zu doof
  • die Bratlingsmischung wird ergänzt durch Zwiebeln, klein geschnippeltes Gemüse, Senf, etwas Tomatenmark, Knoblauch und Paprikapulver
  • ich werde keine Sahne mehr zur Bratsauce hinzufügen – das hat dem Ganzen noch die Krone aufgesetzt an Deftigkeit…

Hier trotzdem das Foto des 1. Versuches. Fortsetzung folgt…

Zutaten für 4 Personen

  • ein Weißkohlkopf
  • 1 Pck. Gemüseburgermischung (wir hatten Alnatura)
  • 1/2 Block Räuchertofu
  • 1 Möhre
  • etwas Hafersahne
  • 1 EL Gemüsebrühe
  • Salz, Pfeffer
  • 1 EL Tomatenmark für die Sauce (optional)
  • etwas Öl zum Anbraten
  • ggf. ein Bindemittel für die Sauce, z.B. Guakernmeh, Reismehl o.Ä.

Zubereitung

Die obere Blätterschicht des Weißkohls entfernen. Einen großen Topf mit ca. 300 ml Wasser aufkochen, Weißkohl im Ganzen in den Topf setzen, Hitze herunter drehen (mittlere Hitze) und ca. 15 min. garen lassen. Zwischenzeitlich immer mal drehen, damit alles gleichmäßig gar wird. Der Kohl sollte aber nicht weich werden! Nur so, dass sich die Blätter gut entfernen lassen, dabei aber nicht einreißen.

Blanchierwasser aufbewahren!

Eine größere Schüssel mit eiskaltem Wasser bereit stellen. Sobald der Kohl fertig ist, den Strunk herausschneiden und die Blätter vorsichtig von oben herab (also nicht vom Strunk) runterrollen und lösen. Im Anschluß gleich ins kalte Wasser werfen. Es werden ca. 16 Kohlblätter für doppelwandige Kohlrouladen benötigt. Ansonsten reichen natürlich ca. 8 größere Blätter auch.

Den Rest des Kohls klein schnippeln und ebenfalls garen. Dieser wird für die Füllung mit verwendet.

Gemüsbratlingsmischung nach Anweisung zubereiten (siehe meine Änderungshinweise – ich würde ungefähr nochmal 1/4 l mehr Flüssigkeit nehmen um die Mischung geschmeidiger zu machen). Die restlichen Kohlschnippsel einrühren.

Räuchertofu und Möhren klein schnippeln. Kohlrouladen mit der Mischung belegen und von der Strunkseite her aufrollen, dabei die Seiten einklappen. Irgendwie befestigen – ich habe ein paar mit diesen Rouladennadeln zugesteckt und ein paar zum Test einfach an der Unterseite mit der Masse zugeklebt. Funktioniert auch einwandfrei.

Öl in einem hohen Topf erhitzen, Rouladen, Tofu und Möhren darin anbraten bis die Rouladen gut gebräunt sind. Mit dem Blanchierwasser auffüllen (ca. 1 Liter) und die Gemüsebrühe einrühren (kann man natürlich auch vorher schon im Blanchierwasser auflösen). Je nach Wunschkonsistenz 1/2 bis 1 Std. bei geringer Hitze zugedeckt schmoren lassen.

Kohlrouladen herausnehmen und den Bratensatz mit etwas Tomatenmark anschwitzen. Ca. 100 ml Hafersahne einrühren (kann man auch lassen) mit Salz und Pfeffer abschmecken. Wenn Tomatenmark und Hafersahne verwendet werden, benötigt es kein weiteres Bindemittel. Ansonsten mit etwas Reis- oder Maismehl die Sauce andicken.

Kohlrouladen nochmals mit der Sauce aufwärmen und klassisch mit Salzkartoffeln und Rotkohl servieren. Dazu passt auch noch sehr gut ein Feldsalat.

Guten Appetit!

Donauwelle – vegan

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Letzte Woche hieß es mal wieder: Kuchen essen bei den Schwiegereltern. Das ist für mich mittlerweile aber gar kein Problem mehr! Völlig selbstlos opfere ich mich immer den benötigten Gaumenschmaus zur Verfügung zu stellen. Allerdings muss ich dabei beachten, dass ich keine Experimente durchführe, denn die gehen – gerade beim Backen – bei mir öfter mal in die Hose…

Die Kuchen, die immer gut ankommen und vor allem auch gelingen sind Marmor-, Apfel- und Russischer Zupfkuchen. Alles Klassiker, die auch in der von mir zur Verfügung gestellten veganen Version immer mit Begeisterung verschlungen werden. Doch letztes Mal hatte ich Lust auf einen neuen veganisierten Klassiker: die Donauwelle. Ich habe Donauwelle wirklich gerne gegessen und wahrscheinlich ist das auch der Grund warum ich mich bisher nicht in der Lage sah ihn nachzubacken. Die Enttäuschung wäre recht groß, wenn’s nicht wirklich nach dem Original schmeckt. Trotzdem, Kopf hoch, und probieren. Die Rezepte im WWW versprechen durchweg 90-100 % Geschmacksgleichheit.

Und tatsächlich, die Donauwelle war grandios. Ich habe kaum den Unterschied zur „normalen“ Version feststellen können – klar, die Creme ist etwas anders, aber nicht schlechter! Ansonsten, was den Boden, die Kirschen und die Schokolade obendrauf in ihrer Kombination zueiander betrifft, steht die vegane Donauwelle der nichtveganen Version in nichts nach. Definitiv ein Klassiker, den ich ins Standard-Backprogramm aufnehmen werde! Selbstverständlich nichts für die gute Figur aber auf jeden Fall gut für’s vegane Image!

Mein Rezept ist fast vollständig von Veganpassion übernommen – vielen Dank an dieser Stelle für das gelungene Rezept! Nur die Creme habe ich verändert (ich kann das Zeug im Bewusstsein über diese Menge Margarine nicht essen… also wird die Margarine bis auf ein klein wenig für die „Creme“ weggeleassen und im Teig die Zuckermenge halbiert).

Der Kuchen ist nicht schwierig in der Zubereitung, benötigt aber etwas Zeit. Also am besten einen Tag vorher anfangen und über Nacht im Kühlschrank auskühlen lassen (oder an einem anderen kühlen Ort). Dann schmeckt er nochmal so gut.

Donauwelle vegan

Zutaten für 1 Blech

Teig

  • 500 g Mehl (Typ 1050 in meinem Fall)
  • 150 g Rohrohrzucker
  • 1 Pck. Backpulver
  • 1 Pck. Vanillezucker
  • 1/2 TL gemahlene Vanille oder 1 Pck. Vanillezucker mehr
  • 1 TL Natron
  • 250 g Margarine
  • 180 ml Sojamilch oder Reismilch oder sonstige Milchalternative
  • 100 ml Sprudel
  • 3-4 EL Kakao (in meinem Fall von Alnatura)
  • 2 Gläser Sauerkirschen bzw. Schattenmorellen

Zubereitung

Ofen auf 160° vorheizen. Backblech mit Backpapier auslegen oder einfetten.

Für den Teig Mehl, Backpulver, Natron, Vanillezucker und Vanille in einer großen Schüssel vermengen. Anschließend die Margarine und 170 ml von der Milchalternative hinzugeben und auf kleinster Stufe mit dem Handrührgerät rühren. Nach und nach den Sprudel hinzugießen und weiter rühren. Der Teig sollte nicht überrührt werden, dann wird er zu fest, aber auch nicht voller Mehlklumpen sein.

Die Hälfte der Teigmasse auf dem Backblech gleichmäßig verteilen.

Der Rest des Teiges wird mit dem Kakao und den restlichen 10 ml Sprudel angerührt und vorsichtig auf den hellen Teig gestrichen. Zuletzt werden die abgetropften Kirschen auf dem Teig verteilt und mit einer Gabel oder einem Löffel eingedrückt.

Den Teig 35 min. im Ofen backen (Stäbchentest! Backzeiten variieren je nach Backofen und Heiztechnik). Danach gut auskühlen lassen! (ca. 2 Std.)

Füllung

  • 1 Pck. Vanillepuddingpulver (wieder Alnatura)
  • 500 ml Reismilch (hier empfehle ich dringend Reismilch, da ansonsten die Sojabohnen geschmacklich überwiegen könnten)
  • 3 EL Rohrohrucker
  • etwa 2 EL Margarine

Zubereitung

Den Pudding nach Anweisung kochen und etwas auskühlen lassen (ab und zu umrühren). Dann die 2 EL Margarine einrühren, damit der Pudding eine cremeähnliche Konsistenz erhält.

Anschließend die Füllung auf den ausgekühlten Kuchenboden verteilen und wieder abkühlen lassen (wieder ca. 2 Std. im Kühlschrank).

Schokoladenglasur

  • 300 g vegane Zart- oder Halbbitterschokoladenkuvertüre
  • etwas Kokosöl oder sonstiges neutrales Öl

Zubereitung

Die Kuvertüre über heißem Wasser mit etwas Öl schmelzen lassen und möglichst gleichmäßig auf dem Kuchen verteilen. Wieder abkühlen lassen – am besten über Nacht im Kühlschrank.

Guten Appetit!

Gulasch – vegan

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Bislang habe ich einen großen Bogen um die „Soja-Brocken“ in meinem Küchenschrank gemacht. Nicht, weil ich nicht wüsste, was damit anzufangen, sondern weil ich weiß, was daraus wird, wenn man sie nach herkömmlicher Art (mit Gemüsebrühe) zubereitet: eine laberige Gummisohle sozusagen. Nun bin ich auf einen Blogeintrag von Elisabeth vom Homemade deliciousness Blog aufmerksam geworden, in dem sie von ihrem Triumph über Soja-Schnetzel berichtet. Im Prinzip berichtet sie von ihren Schnetzel-Problemen, wie ich sie auch habe. Einerseits erhalten sie durch das kurze einweichen in Gemüsebrühe eine seltsame Konsistenz, die auch beim Kochen nicht verschwindet, und andererseits schmecken sie trotzdem noch recht „sojamehllastig“.

Dank Elisabeth aber habe ich jetzt eine Marinade und ein paar Tips zum Umgang mit den Schnetzeln erhalten. So konnte ich gestern ein leckeres Gulasch auf den Tisch zaubern, das abends noch besser schmeckte. Der Trick ist simpel: eine wesentlich würzigere Marinade zubereiten und die Schnetzel so lange wie möglich, also am besten über Nacht, einweichen lassen. Damit haben sie genügend Zeit die Marinade einziehen zu lassen und auch die Konsistenz ist wesentlich fester als die 20-Minuten-Einweich-Aktion mit Gemüsebrühe, die empfohlen wird.

Das Experiment ist geglückt, das Gulasch lässt keine Wünsche offen. Die Sauce ist genau so, wie eine Gulaschsauce sein muss und derentwegen man Gulasch gerne isst. Ein weiterer Trick bei der Zubereitung von Saucen allgemein ist es, die Gewürze kurz mit anzubraten. In der indischen Küche wird das grundsätzlich gemacht und ich habe mir angewöhnt dies ebenfalls zu tun. So kommen die Röstaromen der Gewürze richtig gut zur Geltung!

Gulasch mit Soja-Brocken

Zutaten für 4 Personen

  • ca. 150 g Soja-Brocken

Marinade

  • 1/4 l Wasser
  • 4 EL Shoyu Sojasauce (Tamari funktioniert natürlich auch, ist jedoch intensiver)
  • 2 EL Worcestershire Sauce (vegan)
  • 1 TL Senf
  • 1 EL Gulaschgewürz (alternativ je 1 EL Paprikagewürz süß und scharf und 2 Lorbeerblätter)
  • 1 EL Olivenöl
  • 1 TL Salz, Pfeffer

Gulasch

  • die eingeweichten Soja-Brocken
  • 2 Paprika (je eine rote und eine grüne)
  • 2 Zwiebeln
  • 1-2 EL Tomatenmark
  • 4-5 frische Tomaten oder1 Dose Tomaten stückig
  • Wasser (ca. 250 ml)
  • 2 Knoblauchzehen, fein gewürfelt
  • 1 EL Gemüsebrühe
  • 1 Schuß Aceto Balsamico
  • 2 EL Gulaschgewürz (oder etwas weniger für eine etwas mildere Version – wer kein Gulaschgewürz besitzt kann mit mehr Zwiebeln und Paprikapulver in allen Schärfen arbeiten)
  • Olivenöl zum Anbraten
  • 1 TL Agavendicksaft
  • 1/2 TL Salz
  • Pfeffer, Paprikapulver

Zubereitung

Die Marinade aus den angegebenen Zutaten herstellen und abschmecken. Nach Belieben kann sie noch etwas stärker angesetzt werden (mit mehr Sojasauce oder Worcestershire Sauce und weniger Wasser). Die Sojabrocken am Abend zuvor mit der Marinade vermengen und über Nacht einweichen lassen.

Am nächsten Tag die Sojabrocken und die gewürfelten Zwiebeln in Olivenöl scharf anbraten (ca. 10 min.). Es bietet sich hier an die Soja-Brocken vor den Zwiebeln in den Topf zu werfen, damit die Zwiebeln nicht anbrennen.

Anschließend das Tomatenmark einrühren, kurz anschwitzen lassen und die in Streifen oder große Würfel geschnittenen Paprikaschoten, das Gulaschgewürz und den Knoblauch hinzufügen und weitere 2 min. anbraten lassen.

Die Tomaten, das Wasser und die restlichen Zutaten (Gulaschgewürz, Gemüsebrühe, Aceto Balsamico, Agavendicksaft, Salz, Pfeffer) hinzufügen, gut einrühren und mind. 1/2 Std. zugedeckt köcheln lassen. Dabei stets umrühren und immer wieder so viel Wasser nachgießen, dass die Sauce erhalten bleibt, aber nicht wässrig wird.

Zum Schluss nochmal mit Salz, Pfeffer, Agavendicksaft und Paprikapulver abschmecken.

Guten Appetit!

Auf Wunsch des Kidnes gab es dazu helle Nudeln und Mais.

Gulasch mit Nudeln und Mais

Russischer Zupfkuchen – vegan

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Am Freitag habe ich mich mit den ganz lieben Mädels aus dem Geburtsvorbereitungskurs getroffen, die mittlerweile alle ihre Babys im Arm halten dürfen. Das letzte Mal hatte ich einen Zwetschgenkuchen gebacken und dieses Mal hatte ich Lust etwas Neues auszuprobieren.

Vor einiger Zeit hatte ich mir die peta-tv Kochshows, moderiert von Kerstin Linnartz, angeschaut. Dort gibt es unter anderem auch ein Rezept für einen veganen Russischen Zupfkuchen, das mich angesprochen hat (ich mochte Käsekuchen in jeglicher Form sehr gerne). Die Zubereitung ist ausgesprochen einfach und das Ergebnis ausgesprochen lecker. Es braucht nur ein wenig Zeit, da der Kuchen gut gekühlt werden sollte bevor er angeschnitten wird.

Ich habe die angegebene Menge für den Teig verdoppelt, da Moschinski im Video eine kleine Springform benutzt (leider wird dort die Größe der Springform nicht mit angegeben). Ich denke jedoch die 1,5-fache Menge hätte für meine 26-er Springform vollkommen ausgereicht, da der Boden recht dick war. Für die Füllung habe ich die angegebene Menge verwendet, welche für meine Ansprüche ausreicht, da ich keine üppigen Füllungen mag.

Den Aussagen der Mädels zufolge war der Kuchen richtig lecker. Auch hier zuhause hat er Anhänger gefunden. Wird definitiv in das Repertoire der Grundrezepte aufgenommen!

Und das wurde daraus:

Russischer Zupfkuchen

Zutaten für eine 26-Springform:

Teig

Hinweis: Die Zutaten sollten gut gekühlt sein!

  • 400 g Mehl (ich hatte 1050-er Weizenmehl)
  • ca. 80 g Kakao
  • 1 Pck. Backpulver
  • 1/4 TL Salz
  • 240 g Margarine oder 20 % weniger Sonneblumenöl
  • 180 g Zucker
  • 1 Vanilleschote

Füllung

  • 400 g Sojayoghurt (ich hatte Provamel Vanille)
  • 1 Vanilleschote
  • Saft einer halben Zitrone
  • 60 g Zucker
  • 1 Pck. Vanillepuddingpulver
  • 125 g zerlassene Margarine

Zubereitung des Teiges

Die Springform einfetten.

Alle Zutaten für den Teig zu einem Mürbeteig verkneten und im Anschluß 2/3 des Teiges in eine eingefettete Springform verteilen. Dabei einen ca. 3 cm hohen Rand formen. Die Springform mit dem Teig und den restlichen Teig im Kühlschrank mind. 1 Std. ruhen lassen.

Zubereitung der Füllung

Alle Zutaten im Mixer oder mit dem Püriergerät gut verrühren (es sollte schon eine cremige Konsistenz erreicht sein).

Zubereitung des Kuchens

Ofen auf 160° Umluft vorheizen.

Die „Käse“-Füllung in die Form schütten und aus dem verbliebenen Teig kleine „Brocken“ formen und auf dem Kuchen verteilen.

Anschließend den Kuchen ca. 40 min (bis er oben leicht angebräunt ist) backen. Danach gut auskühlen lassen und am besten über Nacht in den Kühlschrank stellen. Am nächsten Tag ist die Konsistenz perfekt und der Zupfkuchen bereit zum Genießen!

Guten Appetit!

Und so sieht’s innen aus:

Zupfkuchen