Rüben-Krümel-Ragout und Weltvegantag!

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Rüben-Krümel-Ragout

Hey ho, ja ich weiß, es ist still geworden, aber das wird wieder – versprochen! Gestern bzw. heute feiere ich Elternzeit-Abschied und sehe der Arbeit mit Freude entgegen. Ich freue mich wirklich total! Auch wenn die nächste Zeit sehr anstrengend und organisatorisch die größte Herausforderung wird.

Aber, heute abend ging es erst einmal noch zur Weltvegantagparty nach Karlsruhe *yeah* :-). Social Network sei Dank habe ich eine alte (neue) Bekannte wieder getroffen, die vorgeschlagen hat zusammen hin zu gehen. Super Idee! Es war sehr entspannt und sehr schön. Ich bin nächstes Jahr auf jeden Fall wieder dabei :-).

Und jetzt noch ein bisschen Werbung bevor es mit dem Rezept losgeht: die oben erwähnte alte neue Bekannte hat ein neues Forum ins Leben gerufen: aus-respekt-vegan.de. Es ist noch ganz klein und wartet darauf mit vielen Inhalten gefüllt zu werden. Also, wer Lust und Zeit hat, kommt gerne mal vorbei und schaut es euch an. Der Titel ist übrigens Programm. Die Forenbetreiberin legt großen Wert auf respektablen Umgang im Forum. So kann dort wirklich jeder vorbei schauen – egal ob vegan, vegetarisch oder neugierige Mischköstler. Ich habe dort bereits einen ausführlichen B12-Beitrag gepostet, vielleicht möchtet ihr euch den durchlesen (und ggf. auch Rückmeldungen geben)? Würde mich sehr freuen!

So, das Rezept. Gestern abend gab es dieses leckere Rüben-Krümel-Ragout. Ich habe es vor einiger Zeit schon mal gemacht, aber damals ist es mir nicht so gut gelungen… Aber jetzt! Nichts besonderes eigentlich, aber schnell und lecker! Und vor allem mal ein Rezept mit Saisongemüse :-).

Rüben-Krümel-Ragout (für ca. 4 Portionen)

eine Handvoll Sojaschnetzel
Sojasauce
Gemüsebrühe (genaue Menge kann ich leider nicht festlegen, einfach soviel, dass die Schnetzel gut bedeckt werden damit)
2 Butterrüben, in dünne Scheiben geschnitten oder geraspelt
1 Zwiebel, gewürfelt (optional)
1 EL Mehl
200 ml Gemüsebrühe
200 ml pflanzliche Sahne oder Milch
Muskat, Salz, Pfefer
Sojasauce
1/2 Bund frische Petersilie
Öl zum Anbraten

Zubereitung der Sojaschnetzel: Die Sojaschnetzel in der aufgekochten Gemüsebrühe mit einem Schuß Sojasauce ca. 10 min. ziehen lassen. Danach im Sieb gut ausdrücken.

Zubereitung des Ragouts: Sojaschnetzel bei hoher Hitze gut in etwas Bratöl anbraten – dauert schon gute 10 min. Sie dürfen ruhig knusprig braun werden. Zwiebelwürfel, falls verwendet, und Butterrüben dazu geben, Hitze reduzieren und ein paar Minuten mit anbraten. Mit Mehl bestäuben und anschließen die Brühe eingießen. Gut verrühren, damit es keine Klumpen gibt. Das Gemisch weitere 5-10 min. köcheln lassen, je nach Weichheitsgrad der Buterrüben, dann die Hitze weiter reduzieren und die pflanzliche Sahne oder Milch einrühren. Mit etwas Sojasauce würzen und mit Muskat, Salz und Pfeffer abschmecken. Ein Schuß Zitronensaft passt auch immer :-). Als letztes noch die frische Petersilie unterrühren und entweder mit Nudeln, Reis oder Kartoffeln servieren.

Guten Appetit!

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Sojafrikadellen mit Kartoffelgratin und Salat

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Sojafrikadellen

Gestern gab es leckeres deftiges Essen :-). Zoe fand die Sojafrikadellen, auf Basis von Sojagranulat, super. Max und Papa auch, ich allerdings bin nicht der große Fan davon geworden. Ich mag Bratlinge sowieso nicht sooooo gerne. Grünkern- und Linsen, ja, aber alles andere brauche ich eigentlich nicht. Das Rezept habe ich mir hier bei YouTube abgeholt.

Das Kartoffelgratin habe ich ungefähr so zubereitet (alles pi mal Daumen…):

eine Auflaufform voll Kartoffelscheiben (am besten sehr dünn gehobelt)
ca. 300 bis 500 ml Mandelmilch (oder sonstige Pflanzenmilch; ich habe leider nicht abgemessen wieviel Mandelmilch ich verwendet habe, also bitte etwas ausprobieren und mit 300 ml beginnen!)
1 TL Johannisbrotkernmehl (oder sonstiges Bindemittel)
1 TL Paprikapulver
1/2 TL Zwiebelpulver
(optional) 2 EL Hefeflocken (wer keine mag, lässt sie einfach weg)
(optional) 1 Prise Bockshornkleesaat, z.B. von Brecht (wollte ich einfach mal ausprobieren und war den Versuch wert! Endoferm rockt aber auch :-))
Salz, Pfeffer
etwas Öl für die Auflaufform

Ofen auf 180° Umluft vorheizen.

Eine Auflaufform mit etwas Öl einfetten. Danach Kartoffelscheiben hobeln bis die Auflaufform gut gefüllt ist (so ca. 1 1/2 bis 2 Schichten).

Mandelmilch mit Gewürzen und Johannisbrotkernmehl verrühren und abschmecken. Die Masse über die Kartoffeln gießen und gleichmäßig verteilen.

Ca. 40 min. backen, je nach Dicke der Scheiben kann es auch mehr oder weniger sein. Nach einer halben Stunde einfach mal mit der Gabel herzhaft in die Kartoffeln stechen und schauen, ob sie schon gar sind.

Sollten die Kartoffeln noch nicht gar sein, die Farbe der oberen Schicht aber langsam ungesund braun wird, das Gratin einfach mit etwas Alufolie abdecken. Umgekehrt, sollten die Kartoffeln gar sein, das Gratin aber noch nicht genügend knusprig gebräunt, dann einfach den Grill für 2 min. einschalten (bitte beobachten, die obere Schicht verbrennt unter dem Grill sehr, sehr schnell!)

Den Romana-Salat mit Gurken und Tomaten habe ich mit einer normalen Balsamico-Mandel-Vinaigrette zubereitet:

je 3 EL hellen Balsamico und dunklen Balsamico
2 EL Wasser
1 TL Senf
2 TL Mandelmuss, hell
1 TL Ahornsirup
1 Knoblauchzehe, zerdrückt
1/2 TL Salz
Pfeffer
2 EL Olivenöl
1 EL Walnußöl
2 EL Salatkernmix (Pinienkerne, Kürbiskerne, Sonnenblumenkerne)

Ich bereite meine Vinaigrettes meistens mit dem Schneebesen zu. Man kann natürlich auch den Pürierstab nehmen, dann emulgiert das Öl sehr gut mit den anderen Zutaten und es ergibt sich ein sehr cremiges Dressing.

Alle Zutaten bis Pfeffer gut verrühren und bereits abschmecken (evt. etwas Wasser nachgießen, falls es zu essiglastig schmeckt).

Anschließend beide Öle gut einrühren und nochmals abschmecken. Etwas ziehen lassen, damit der Knoblauch sein Aroma entfalten kann.

Rüben-Krümel-Ragout vegan

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Ich habe mir vor einigen Tagen gemeinsam mit meiner Tochter in der Badewanne unsere alten Kochbücher für Kinder durchgeschaut. Wir haben dabei ein paar originelle Rezeptideen gefunden, die sich ohne Probleme in einer veganen Version zubereiten lassen. So auch das folgende Rüben-Krümel-Ragout. Im Original besteht das Rezept hauptsächlich aus Buterrüben und Hackfleisch. Da meine Tochter Sojaschnetzel liebt, dachte ich mir, das wäre ein guter Ersatz. Eigentlich vermeide ich Trockensoja, weil es mir nicht sehr gut schmeckt. Aber in diesem Fall haben sie einfach gut gepasst!

Butterrüben sind bisher völlig an mir vorbei gegangen. Dabei sind sie das optimale Kindergemüse. Kein herber oder dominanter Geschmack, sondern eher leicht süßlich und eben „buttrig“. Perfekt für ein kindgerechtes Gericht. Eine tolle Idee! Dem Kind hat’s trotzdem nicht geschmeckt… Aber mir 🙂 Ich werde das nächste Mal noch ein bisschen mehr mit Kräutern experimentieren. Wenn’s der Kleinen ohnehin nicht schmeckt, kann ich nach Lust und Laune loskräutern.

Von der Nährstoffseite aus betrachtet muss sich das Gemüse auch nicht verstecken: Butterrüben enthalten jede Menge Balaststoffe, Eisen und Zink sowie reichlich Vitamin C, Provitamin A und Folsäure.

Ich finde Parboiled Reis und Feldsalat passen hervorragend dazu. Ansonsten werden auch Salzkartoffeln empfohlen. Ist nicht unbedingt meins, aber könnte sicher auch gut passen.

Zutaten für 3-4 Portionen (Original stammt aus dem Kochbuch Kochen für Kinder)

  • 50 g Sojaschnetzel (z.B. Alnatura)
  • 150 ml starke Gemüsebrühe zum Einweichen
  • 250 g Parboiled Reis
  • 1 Zwiebel, gewürfelt
  • 1 Butterrübe, in dünne Scheiben gehobelt
  • 1/2 EL Mehl in Wasser aufgelöst
  • 150 ml Gemüsebrühe
  • 100 ml Hafer-, Reis-, Soja- oder Mandelsahne
  • Salz, Pfeffer
  • etwas Sojasauce zum Ablöschen
  • 3 EL Olivenöl zum Anbraten
  • 2 TL TK-Petersilie oder 1/2 Bund frische Petersilie

Zubereitung

Sojaschnetzel in kochende Gemüsebrühe geben und vom Herd nehmen. 25 min. quellen lassen. Danach gut ausdrücken (mit Küchentüchern klappt das nicht so gut… Vielleicht eher mit der Hand)

Reis nach Packungsanweisung zubereiten.

Öl in einem Topf erhitzen und Sojahack darin scharf anbraten (4-5 Minuten). Mit etwas Sojasauce ablöschen. Zwiebeln dazu geben und nochmals weiterbraten bis die Zwiebeln glasig gedünstet sind. Mit Pfeffer würzen.

Rüben hinzufügen und bei mittlerer Hitze 1 min. mitdünsten. Mehl-Wasser-Gemisch und Gemüsebrühe einrühren, kurz aufkochen und ca.10 min. bei geringer Hitzezufuhr einköcheln lassen. Zuletzt, bei ausgeschaltetem Herd, die Sahne und Petersilie einrühren und nochmals abschmecken.

Abschmecken und mit Reis servieren.

Guten Appetit!

Gulasch – vegan

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Bislang habe ich einen großen Bogen um die „Soja-Brocken“ in meinem Küchenschrank gemacht. Nicht, weil ich nicht wüsste, was damit anzufangen, sondern weil ich weiß, was daraus wird, wenn man sie nach herkömmlicher Art (mit Gemüsebrühe) zubereitet: eine laberige Gummisohle sozusagen. Nun bin ich auf einen Blogeintrag von Elisabeth vom Homemade deliciousness Blog aufmerksam geworden, in dem sie von ihrem Triumph über Soja-Schnetzel berichtet. Im Prinzip berichtet sie von ihren Schnetzel-Problemen, wie ich sie auch habe. Einerseits erhalten sie durch das kurze einweichen in Gemüsebrühe eine seltsame Konsistenz, die auch beim Kochen nicht verschwindet, und andererseits schmecken sie trotzdem noch recht „sojamehllastig“.

Dank Elisabeth aber habe ich jetzt eine Marinade und ein paar Tips zum Umgang mit den Schnetzeln erhalten. So konnte ich gestern ein leckeres Gulasch auf den Tisch zaubern, das abends noch besser schmeckte. Der Trick ist simpel: eine wesentlich würzigere Marinade zubereiten und die Schnetzel so lange wie möglich, also am besten über Nacht, einweichen lassen. Damit haben sie genügend Zeit die Marinade einziehen zu lassen und auch die Konsistenz ist wesentlich fester als die 20-Minuten-Einweich-Aktion mit Gemüsebrühe, die empfohlen wird.

Das Experiment ist geglückt, das Gulasch lässt keine Wünsche offen. Die Sauce ist genau so, wie eine Gulaschsauce sein muss und derentwegen man Gulasch gerne isst. Ein weiterer Trick bei der Zubereitung von Saucen allgemein ist es, die Gewürze kurz mit anzubraten. In der indischen Küche wird das grundsätzlich gemacht und ich habe mir angewöhnt dies ebenfalls zu tun. So kommen die Röstaromen der Gewürze richtig gut zur Geltung!

Gulasch mit Soja-Brocken

Zutaten für 4 Personen

  • ca. 150 g Soja-Brocken

Marinade

  • 1/4 l Wasser
  • 4 EL Shoyu Sojasauce (Tamari funktioniert natürlich auch, ist jedoch intensiver)
  • 2 EL Worcestershire Sauce (vegan)
  • 1 TL Senf
  • 1 EL Gulaschgewürz (alternativ je 1 EL Paprikagewürz süß und scharf und 2 Lorbeerblätter)
  • 1 EL Olivenöl
  • 1 TL Salz, Pfeffer

Gulasch

  • die eingeweichten Soja-Brocken
  • 2 Paprika (je eine rote und eine grüne)
  • 2 Zwiebeln
  • 1-2 EL Tomatenmark
  • 4-5 frische Tomaten oder1 Dose Tomaten stückig
  • Wasser (ca. 250 ml)
  • 2 Knoblauchzehen, fein gewürfelt
  • 1 EL Gemüsebrühe
  • 1 Schuß Aceto Balsamico
  • 2 EL Gulaschgewürz (oder etwas weniger für eine etwas mildere Version – wer kein Gulaschgewürz besitzt kann mit mehr Zwiebeln und Paprikapulver in allen Schärfen arbeiten)
  • Olivenöl zum Anbraten
  • 1 TL Agavendicksaft
  • 1/2 TL Salz
  • Pfeffer, Paprikapulver

Zubereitung

Die Marinade aus den angegebenen Zutaten herstellen und abschmecken. Nach Belieben kann sie noch etwas stärker angesetzt werden (mit mehr Sojasauce oder Worcestershire Sauce und weniger Wasser). Die Sojabrocken am Abend zuvor mit der Marinade vermengen und über Nacht einweichen lassen.

Am nächsten Tag die Sojabrocken und die gewürfelten Zwiebeln in Olivenöl scharf anbraten (ca. 10 min.). Es bietet sich hier an die Soja-Brocken vor den Zwiebeln in den Topf zu werfen, damit die Zwiebeln nicht anbrennen.

Anschließend das Tomatenmark einrühren, kurz anschwitzen lassen und die in Streifen oder große Würfel geschnittenen Paprikaschoten, das Gulaschgewürz und den Knoblauch hinzufügen und weitere 2 min. anbraten lassen.

Die Tomaten, das Wasser und die restlichen Zutaten (Gulaschgewürz, Gemüsebrühe, Aceto Balsamico, Agavendicksaft, Salz, Pfeffer) hinzufügen, gut einrühren und mind. 1/2 Std. zugedeckt köcheln lassen. Dabei stets umrühren und immer wieder so viel Wasser nachgießen, dass die Sauce erhalten bleibt, aber nicht wässrig wird.

Zum Schluss nochmal mit Salz, Pfeffer, Agavendicksaft und Paprikapulver abschmecken.

Guten Appetit!

Auf Wunsch des Kidnes gab es dazu helle Nudeln und Mais.

Gulasch mit Nudeln und Mais