Linguine mit Linsenbolognese

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Linsenbolognese

Was für eine leckere Sauce!!! Und es gab sie schon so lange nicht mehr! Keine Ahnung, warum ich sie so sträflich vernachlässigt habe… Ah doch, weil Zoe ja keine Stücke im Essen mag… Aber dafür gibt’s ja den Pürierstab!

Lasst euch nicht von der langen Zutatenliste abschrecken. Das muss alles rein, weil’s damit so gut schmeckt, aber es ist eigentlich weniger Arbeit als es die Liste vermuten lässt :-).

Linsenbolognese für 4 Personen

500 – 800 g Linguine (ich mische jetzt immer Vollkorn mit hellen Nudeln)
150 g rote Linsen, abgewaschen und abgetropft
1 große Zwiebel, fein gewürfelt
3 Knoblauchzehen, fein gewürfelt
2 Möhren, fein gewürfelt
2 Selleristangen, fein gewürfelt
200 g Champignons, fein gehackt
500 ml Tomatenpassata
ca. 300 ml Gemüsebrühe
ca. 2 EL Sojasauce
2 EL Tomatenmark
1 EL Agavendicksaft
2 TL getr. Oregano
2 TL getr. Basilikum
1 TL getr. Majoran
1 TL getr. Thymian
1/2 TL getr. Rosmarin
oder 3 TL getr. Kräuter der Provence (schmecken uns besser als die italienischen Kräuter)
1 EL Mandelmus mit 2 EL Wasser verrührt
Hefeflocken zum Bestreuen
2 EL Olivenöl zum Anbraten

Zwiebeln in einem hohen beschichteten Topf (mit Deckel) im Olivenöl glasig dünsten. Knoblauch und Gemüse hinzufügen, gleich etwas salzen wegen den Champignons, und ca. 5 min. kräftig anbraten. Mit ca. 2 EL Sojasauce ablöschen (bitte nach Gefühl etwas mehr oder weniger) und das Tomatenmark einrühren und 2 min. mit anschwitzen.

Rote Linsen zum Gemisch geben, mit Tomatenpassata und Gemüsebrühe auffüllen, Kräuter und Agavendicksaft hinzugeben. Einmal aufkochen, Hitze reduzieren und alles 20 bis 40 min. im geschlossenen Topf köcheln lassen. Je länger, desto intensiver der Geschmack. Die Sauce neigt dazu sehr anzudicken. Nach Bedarf kann natürlich während des Köchelns noch Wasser hinzugefügt werden.

Nudeln nach Anweisung kochen.

Zum Schluß die Mandelsahne in die Sauce einrühren und das Ganze nochmals mit Salz, Pfeffer und Agavendicksaft abschmecken. Mit Hefeflocken bestreut servieren.

Dazu passt: ein grüner Salat.

Wer mag und darf kann am Schluss TK-Blattspinat mitköcheln lassen. Dann hat man das wichtige Grünzeug mit drin. Ansonsten, so machen wir es, gibt es einfach noch etwas gedünsteten Brokkoli als Beilage. Aber Achtung: wenn Spinat mitgekocht wird, dann die Sauce nicht in größeren Mengen zum Erwärmen herstellen. Spinat sollte aufgrund der Nitrosaminbildung nicht erwärmt werden!

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Cookbook-Challenge: Wolffie’s Banana Blueberry Muffins (LDV) und Linsenbratlinge

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Blueberry Banana Muffins

Sieht lecker aus, oder? Das ist er auch! Ein luftiger Muffin, der die Aromen frischer Blauberren mit denen einer Banane perfekt zusammenfügt. Und so einfach zu machen! Gästetauglich, kindertauglich, blitzschnell gemacht – was will man mehr? Und sicherlich kann man auch Bananenskeptiker damit überzeugen. Das Rezept stammt übrigens wieder aus La Dolce Vegan! (Seite 274).

Ein paar kleine Änderungen habe ich vorgenommen: kein Weißmehl, sondern Weizenmehl Typ 1050, Zucker auf 1/3 der angegebenen Menge reduziert (vollkommen ausreichend! Die Banane süßt ebenfalls gewaltig!), die 1/4 Tasse Öl gegen Apfelmus ausgetauscht und die im Rezept angegebene Zuckerrohrmelasse habe ich nicht mit eingebaut (hat ja schon einen starken Eigengeschmack). Sie sind genau so wundervoll geworden. Ich denke, es kann problemlos auch Vollkorn-Dinkelmehl verwendet werden. Ich musste auch etwas mehr Mandelmilch einrühren, da Weizenmehl Typ 1050 einfach nach mehr verlangt. Sonst ist’s nicht möglich den Teig zusammen zu rühren.

Definitiv ein „Keeper“, wie die Amerikaner gerne sagen :-).

Das Rezept kursiert im Netz: http://recipes.sparkpeople.com/recipe-detail.asp?recipe=26001

Bananen Blaubeer Muffins

Gestern gab es unsere berühmt berüchtigte Kohlrabisauce (mit Tahin als Grundlage), Kartoffeln, gedünstetem Brokkoli und – neu dazu – Linsenbratlinge von Chefkoch.

Linsenbratlinge

(Ich habe Zoe versprochen ihren liebevoll von ihr zusammengestellten Teller als Bild einzustellen :-)).

Ich hatte kein Lauch da, was dem Geschmack nicht geschadet hat. Kräuter habe ich keine zugefügt und mit dem Curry war ich wesentlich vorsichtiger. Allerdings habe ich als zusätzliche Bindung noch Bindobin verwendet. Sie waren trotzdem noch sehr matschig/klebrig und wären mir in der Pfanne fast auseinander gefallen. Geschmacklich aber top! Und das beste an ihnen ist die Tatsache, dass die Linsenmasse püriert wird. So wird das ganze Gemüse versteckt (vor allem die „eklichen Zwiebeln“) und es schmeckt ausnahmslos allen am Tisch!

Hier zusätzlich eine Nahaufnahme:

Linsenbratlinge

Max hat die restlichen zwei Bratlinge abends kalt zum Abendessen gefuttert. Sehr empfehlenswert!

Linsensuppe mit Couscousbeilage

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An Einfachheit nicht zu überbieten, dafür super lecker und absolut kindertauglich!

Die Konsistenz hat jedoch mehr mit einem Eintopf gemein als mit einer Suppe, aber das macht ja nichts.

Viel mehr dazu zu sagen, gibt’s auch nicht. Die Suppe kommt gut an und Couscous als Beilage ist bei uns immer ein Renner. Es geht aber auch Reis oder, noch besser, selbst gebackenes Fladenbrot. Für die Erwachsenen kann auch noch ein Schuß Schärfe mit rein (mit Chilipulver oder Tabasco nachwürzen).

Als Vorspeise (oder weitere Beilage) bietet sich ein Rohkostteller mit Hummus oder einem anderen beliebigen Dip an.

Zutaten für 4 Portionen

Tomatensuppe

  • 200 g rote Linsen
  • 3 EL Tomatenmark
  • 2 EL Paprikapulver süß
  • 2 EL Olivenöl
  • 1 Liter Gemüsebrühe
  • Prise Zimt
  • Prise Kreuzkümmel
  • Salz, Pfeffer
  • etwas Chilipulver zum Schärfen (optional)

Couscous

  • 2 Tassen Couscous
  • 3 Tassen Gemüsebrühe
  • 1 EL Hefeflocken (optional)

Zubereitung

Linsen heiß abspülen und gut abtropfen lassen.

Das Olivenöl im Topf heiß werden lassen und darin Paprikapulver, Kreuzkümmel, Zimt und Tomatenmark anschwitzen. Linsen und Gemüsebrühe hinzufügen und ca. 30 min. auf schwacher Hitze mit geschlossenem Deckel garen.

Während die Linsen kochen, den Couscous nach Anleitung garen.

Beim Alnatura-Couscous funktioniert das folgendermaßen: zwei Tassen Couscous heiß abspülen und gut abtropfen lassen, in 3 Tassen kochendes Wasser oder Gemüsebrühe einrühren und 15 min. quellen lassen. Zuletzt die Hefeflocken einrühren.

Die Linsensuppe zum Schluß mit Salz und Pfeffer abschmecken. Ggf. etwas verdünnen und zusammen mit dem Couscous servieren.

Ich rühre mir das Couscous immer in die Suppe, mein Kind findet es getrennt besser. Beide streuen wir uns aber zusätzlich Hefeflocken auf den Teller.

Sloppy Joes, vegan…

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… bzw. Sloppy Josephines, wie sie von der Erfinderin genannt werden. Sloppy Joe ist ein typisch amerikanisches und bei Kindern sehr beliebtes Hackfleischgericht. Es ist eine gut gewürzte Tomaten-/Hackfleischsauce, die auf ein Hamburgerbrötchen verteilt geschmissen wird. Mama Pea von peasandthankyou.com hat dieses Rezept mit Linsen veganisiert und ein veganes Pendant geschaffen, das dem Original in nichts nachsteht!

Das Rezept ist nicht in ihrem Kochbuch peas and thank you vorhanden, sondern auf ihrem Blog nachzulesen. Das Kochbuch ist einmalig. Tolle Rezepte, die Mama Pea mit Geschichten der Pea-Family abrundet – sie ist eine begnadete Schreiberin. Ihre Blogpostings zu lesen macht riesig Spaß.

Die Hamburgerbrötchen habe ich ebenfalls selbst gemacht nach einem Rezept aus American Vegan Kitchen. Ebenfalls ein tolles Kochbuch, nur leider mit recht aufwendigen Rezepten und vor allem Zutatenlisten. Die Hamburgerbrötchen sind sehr zu empfehlen aber auch zeitaufwendig für ein paar olle Brötchen… Kommentar meiner Mutter (nach dem drölfsten Mal „Aufgehen lassen“): „See, that’s why i go to the store and buy my hamburger buns! Yours taste great but they take away a third of your lifetime!“

Zutaten für 6 Füllungen (Originalrezept von Mama Pea)

  • 1 Dose Linsen oder 1 Tasse getrocknete Linsen (braune, rote oder Puy) in Gemüsebrühe gekocht
  • 1 Zwiebeln, gehackt
  • 2 Knoblauchzehen, gehackt
  • 1/2 TL Chilipulver
  • 2 TL Oregano
  • 200 – 250 ml Tomatenpassata
  • 3 EL Tomatenmark
  • 1 TL Rotweinessig
  • 1 TL Worcestershire Sauce, vegan
  • 1/2 Tasse BBQ-Sauce, Rezept folgt unten
  • Salz und Pfeffer
  • Sandwichgurken
  • 6 Hamburgerbrötchen, Rezept folgt unten

BBQ-Sauce

Hamburgerbrötchen (Fifty-Fifty Burger Buns aus American Vegan Kitchen, etwas angepasst)

  • 3/4 Tasse Sojamilch, lauwarm
  • 1 EL Agavensirup oder 1 1/2 EL Reissirup
  • 1 Pck. Trockenhefe
  • 1 EL gemahlene Leinsamen mit 1/4 Tasse lauwarmem Wasser verrührt
  • 3 Tassen Weizenmehl, Typ 1050
  • 1 TL Salz
  • 3 EL Rapsöl
  • 2 EL Sesamsamen
  • etwas Margarine oder Wasser

Zubereitung

Hamburgerbrötchen:

In einer kleinen Schüssel Sojamilch, Trockenhefe und Agaven-/Reissirup vermischen. Ca. fünf Minuten stehen lassen, bis sich Blasen bilden.

In einer großen Schüssel das Mehl mit dem Salz vermischen. Im Anschluß sowohl das Hefegemisch als auch die Leinsamenmischung unterrühren (anstelle der Leinsamenmischung kann man auch einen Ei-Ersatz für zwei Eier verwenden). Sind alle Zutaten gut vermengt, die Masse ca. 10 min. mit der Hand kneten oder in der Küchenmaschine ca. 5 min. kneten lassen. Der Teigball sollte weich und elastisch sein. Ggf. etwas Wasser (falls der Teig zu fest ist) oder Mehl (falls der Teig zu klebrig ist) hinzufügen. Teig zu einer Kugel rollen.

Eine ofenfeste Schüssel leicht einölen. Die Teigkugel einmal darin rollen, so dass sie überall mit etwas Öl bedeckt ist. Mit einem Handtuch bedeckt an einem warmen, zugfreien Ort ca. 1 1/2 Std. gehen lassen, bis die doppelte Größe erreicht ist – ich mache das immer im Ofen (5 min. auf niedrigster Stufe anwärmen lassen, Ofen ausschalten).

Ein Backblech etwas einölen. Die aufgegangene Teigkugel nochmals kurz durchkneten, dann sechs gleichgroße Kugeln daraus formen und auf dem Backblech ablegen. Die Kugeln etwas andrücken, so dass sie flacher werden. Mit einem Tuch bedeckt 10 min. gehen lassen. Im Anschluss nochmals etwas andrücken, danach mit Wasser bepinseln und mit Sesamsamen bestreuen (oder alternativ mit Margarine). Ein letztes Mal an einem waremen Ort für ca. 1 Std. gehen lassen – bis die Größe sich verdoppelt hat.

Ofen auf 190° vorheizen. Die Brötchen darin ca. 14 min. backen, bis sie Farbe bekommen. Sie sollten hohl klingen, wenn man sie auf der Unterseite etwas anklopft. Abkühlen lassen und weiterverwenden oder einzeln einfrieren.

BBQ-Sauce:

Alle Zutaten vermischen und 10 min. ziehen lassen bevor die Sauce verwendet wird.

Linsensauce:

Zwiebeln in etwas Olivenöl anbraten. Knoblauch, Chilipulver und Oregano hinzufügen und eine weitere Minute anbraten. Im Anschluß Tomatenpassata, Tomatenmark, Rotweinessig, die Worcestershire-Sauce und die BBQ-Sauce hinzufügen und gut verrühren. Zuletzt die Linsen hinzufügen, ca. 5 min. auf mittlerer Hitze einköcheln lassen und mit Salz, Pfeffer, Chilipulver und Agavensirup abschmecken.

Sloppy Joes:

Die Linsensauce auf den Hamburgerbrötchen verteilen und mit Sandwichgurken servieren.

Guten Appetit!

Einfacher Linseneintopf mit Spätzle

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Ein klassisch simples Gericht für die ganze Familie. Das Rezept stammt aus dem Buch „So schmeckt’s Kindern vegetarisch“ aus dem Pala Verlag, geringfügig angepasst von mir.

So schmeckt's Kinder vegetarisch

Da wir Linsen immer mit Spätzle essen, verwende ich ca. 300 ml weniger Flüssigkeit als im Originalrezept angegeben damit der Eintopf etwas dicker wird. Wer es lieber etwas flüssiger mag oder den Eintopf ohne Spätzle isst, der kann die im Original angegebene Menge von 1 Liter Wasser verwenden. Dann muss nur noch die Menge der Gemüsebrühe um ein Eßlöffel erhöht werden.

Linseneintopf

Zutaten für 4 Personen

250 g braune Linsen, eingeweicht oder aus der Dose
250 g Vollkornspätzle
1 Bund Suppengrün
1 Zwiebel, klein gewürfelt
700 ml Wasser
1 EL Gemüsebrühe
4 kleinere Kartoffeln, klein gewürfelt
1/2 Bd. Petersilie, fein gehackt
Tamari-Sojasauce
1 EL Apfelessig
etwas Reissirup oder Agavendicksaft
Meersalz, Pfeffer
1 EL Olivenöl zum Anbraten

Zubereitung

Im ersten Schritt wird das Gemüse klein geschnippelt. Dann brate ich zuerst die Zwiebelwürfel in einem höheren Topf mit dem Olivenöl an – bis sie glasig sind -, fülle den Topf mit Wasser auf und rühre die Gemüsebrühe ein.

Vorgehen bei eingeweichten Linsen: die eingeweichten Linsen und das Suppengrün der Brühe zufügen und in ca. 45 min. gar kochen. Dann die Kartoffeln hinzugeben und weitere 15 – 20 min. bei mittlerer Hitze köcheln.

Vorgehen bei Dosenlinsen: die Linsen, das Suppengrün und die Kartoffeln gleichzeitig zur Brühe geben und ca. 20 min. bei mittlerer Hitze köcheln lassen.

Während der letzten zwanzig Minuten Kochzeit können die Vollkornspätzle nach Packungsanweisung zubereitet werden.

Den Eintopf am Schluß mit Salz, Pfeffer, Sojasauce, Essig und etwas Süße abschmecken. Mit Petersilie bestreut und Spätzle servieren – FERTIG!

Das passt dazu

Veggie-Wiener
vegetarische Mini-Krakauer

Tipp

für einen etwas deftigeren Geschmack kann zusätzlich 125g Räuchertofu mit dem Zwiebeln angebraten werden

Zubereitungszeit: ca. 1 1/4 Std. bei eingeweichten Linsen, ca. 30 min. bei Verwendung von Dosenlinsen