Nachgekocht: Pad Thai – vegan

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Das Vegan Table Kochbuch hat gute Chancen zum Lieblingskochbuch zu avancieren. Schon der Fake-Thunfisch-Salat war großartig und jetzt auch noch das Pad Thai.

Aber vorerst noch ein paar Worte zum Buch. Es sind nicht nur tolle Rezepte enthalten, sondern auch die Gestaltung ist äußerst liebevoll und originell. Der Rezepteteil ist nicht wie üblich in die Kategorien Frühstück, Suppen, Nudeln, Getreide etc. unterteilt, sondern in Menüfolgen wie z.B. Romantic Dinners for two oder Casual Meals for four to six und Formal Dining for six to ten etc. (entsprechend sind auch die Mengenangaben, so dass man hier ein ganz klein wenig aufpassen muss :-))

Das Buch ist toll bebildert, was ja gerade bei den amerikanischen Kochbüchern nicht üblich ist, und es ist für jeden was dabei. Einfache und schnelle Gerichte sowie auch raffinierte und etwas zeitaufwendigere Geschichten. Es sind stets ein paar Tipps oder auch kleine Infos enthalten, die die Rezepte erweitern und dem motivierten Laienkoch ein paar Hinweise zur Variation mit an die Hand geben. Alles in allem also ein wirklich schönes Kochbuch, das ich nicht mehr in meinem Regal missen möchte.

Ganz entgegen meiner Gewohnheiten habe ich das Rezept kaum verändert. Ich habe anstatt Zucker Reissirup verwendet und die Menge auch erheblich reduziert. Allerdings ist die süße Note ein besonderes Merkmal dieses Gerichtes, so dass ich das nächste Mal wieder ein klein wenig mehr hinzufügen werde. Des Weiteren habe ich die Sauce mit etwas Reisweinessig abgerundet.

Pad Thai ist wohl ein Gericht, was die Amerikaner gemeinhin mit Comfort-Food bezeichnen. Es ist schnell gemacht, einfach in der Zubereitung und der entsprechenden Zutatenliste, relativ deftig und mit dem Zusatz von Gemüse auch noch recht gesund. Eine perfekte Feierabendmahlzeit im Winter, die sättigt und einfach ein gutes Gefühl hinterlässt. Ich kann sowohl das Rezept als auch das Buch wärmstens weiterempfehlen!

Pad Thai

Da ich an dieser Stelle kein Copyright-Recht verletzen möchte, werde ich das Rezept nicht einstellen. Genaue Rezeptangaben gibt es genügend im WWW (einfach Pad Thai Vegan Table oder nur Pad Thai googeln).

Es braucht allerdings keine allzu genauen Mengenangaben zur Zubereitung. Grundlage des Pad Thais bilden die Reisnudeln, der Tofu (ich habe das japanische Bratenfilet ausprobiert, hat mir aber nicht allzu gut geschmeckt, weshalb ich beim nächsten Mal wieder auf normalen Tofu oder sogar Räuchertofu umsteige) und das Gemüse (ich hatte nur Brokkoli da, aber man sollte auf jeden Fall Brokkoli und Zuckerschoten hineingeben). Die Sauce besteht aus Erdnussbutter (crunchy in meinem Fall), etwas Tamari Sauce, Reissirup, etwas Limettensaft (Zitronensaft ist auch in Ordnung), einigen Chiliflocken (je nach Schärfewunsch) und etwas Reisweinessig (nicht im Rezept enthalten, gibt dem Ganzen aber noch einen kleinen Kick).

Zuerst wird der Tofu in etwas Sesamöl knusprig gebraten. Mit Salz und Pfeffer während des Bratvorgangs würzen und mit Sojasauce der Wahl ablöschen.

Nachfolgend werden die Saucenzutaten miteinander vermischt. Dann werden drei bis vier Knoblauchzehen gemeinsam mit dem vorgegarten Brokkoli (und in meinem Fall noch ein paar Karottenstreifen) in eine heiße hohe Pfanne mit Öl geschmissen und kurz angebraten. Es folgen ein paar Frühlingszwiebeln oder in meinem Fall Schalottenwürfel, die vorher zubereiteten Reisnudeln, der Tofu und die Sauce. Alles zusammen gut vermengen und warm werden lassen. Mit Sesamsamen bestreut und Basmatireis servieren und genießen!

Guten Appetit!

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Buchtipp: Vegetarisch kochen – thailändisch

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Die Kochbücher aus dem Pala-Verlag gehören schon lange zu meinen liebsten! Ich warte sehnsüchtig auf Neuerscheinungen (vor allem im veganen Bereich) und freue mich über die vollwertigen Rezepte, die meist gut nachzukochen sind. Zu den Spitzenreiter meiner Sammlung gehören vor allem „So schmeckt’s Kindern vegetarisch“ und „Vegan unterwegs„. Beides unentbehrlich in meiner Küche mittlerweile.

So schmeckt's Kindern vegetarischVegan unterwegs

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Pala verlegt unter anderem aber auch eine sogenannte „Vegetarisch kochen“ – Reihe. Hiervon gibt es das thailändische Exemplar. Thailändisches Essen liegt mir, also war ich natürlich sehr begeistert als mir dieses Büchleich in den Briefkasten flatterte.

Vegetarisch kochen - thailändisch

Die Aufmachung ist schlicht wie immer – genau so, wie ich es auch gerne mag. Den Anfang bilden ein Kapitel über die Essgewohnheiten der Thailänder und ihre Besonderheiten. Es wird beschrieben, wie aufgestischt werden sollte um eine entsprechende Atmosphäre zu erhalten und auch zu den typischen Currypasten gibt es eine Seite. Die Warenkunde rund um typisch thailändische Kräuter, Aromen, Gewürze, Öle und Getreidearten runden den einleitenden Teil ab. Es beinhaltet viel Wissenswertes ohne auszuschweifen.

Der Rezepteteil gliedert sich wie folgt:

  • Würzpasten und Saucen
  • Suppen
  • Salate
  • Currys und Gemüse aus dem Wok
  • Reis- und Nudelpfannen
  • Snacks
  • Desserts
  • Tees und Drinks

Im Abschnitt Würzpasten und Saucen befinden sich selbstverständlich Rezepte für selbstgemachte Currypasten. Eigens ausprobiert wurde von mir die rote Currypaste, die sehr lecker war. Des Weiteren gibt es die klassische Erdnuss-Sauce und natürlich auch diverse Chilisaucenrezepte.

Die Rezepte sind durchweg gelungen und lassen sich problemlos veganisieren, besser gesagt sind die meisten Rezepte von Haus aus vegan. Einzig „Pilzsuppe mit Eierflocken“ oder „Reissuppe mit Kräuter-Ei“ sind evtl. etwas schwierig nachzukochen. Sicher kann man geschmacklich aber mit Tofu in diesen Fällen nachhelfen.

Sehr positiv fällt auf, dass die Speisen leicht nachzukochen sind, genaue Angaben enthalten – was ggf. für Anfänger wichtig ist – und vor allem auch in der Mehrheit schnell und unaufwendig aufgetischt werden können. Es gibt keine ausgeflippten Zutaten und Gemüsesorten sind größtenteils austauschbar. Ich halte mich ohnehin selten an Rezepte im Detail. Koriander ist in meiner Küche selten vorhanden und es muss auch schon mal Mangold die Stelle von Pok-Choi im Rezept einnehmen. Macht alles nichts, die Gerichte werden trotzdem gut.

Das Kapitel Tees und Drinks mag vielleicht nicht jedermans Sache sein, allerdings sind es ein paar wenige Seiten und die Getränke sind originell. Für all diejenigen, die sich daran erfreuen können sicher eine schöne Ergänzung.

Alles in allem ein sehr empfehlenswertes Kochbuch zum Thema thailändisch kochen, mit Grundrezepten bestückt und leckeren Wok- und Curryspeisen. Egal ob als Inspirationsgrundlage oder zum rezeptgenauen Nachkochen, es dürfte in beiden Fällen genügend dabei sein. Die Kochanleitungen sind gut beschrieben und die Zutaten gut bemessen – soweit ich das bisher beurteilen kann. Einziges (klitzekleines) Manko: keine Tipps zur Veganisierung. Gerade bei den Rezepten mit Ei wäre das von großem Vorteil.

Meine liebsten Rezepte aus diesem Buch: Reissuppe mit Kokosmilch und Kirschtomaten (die auch problemlos entfallen können), das Grüne Gemüsecurry und Gebratene Nudeln mit Thai-Dip. Ausgesprochen lecker!