Vegane Buttermilch Pancakes und Urlaubsabmeldung

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Buttermilk Pancakes

Pancakes zum Frühstück ist was Feines. Oder French Toast. Aber heute gab’s Pancakes. Die kann man übrigens auch prima als Nachmittagssnack genießen!

Vorab: Die nächsten 10 Tage wird hier nicht viel passieren, da wir Campingurlaub an der Ostsee mit einem schönen großen Reisemobil machen :-). Ich bin ziemlich gespannt wie das mit dem Kleinen wird… Die Große kann es kaum noch abwarten!

Dieses Rezept habe ich von Your Vegan Mom geklaut (ganz unten ist die in Gramm umgerechnete Version), allerdings kommt es nicht an mein bewährtes Rezept für „Fluffy Pancakes“ heran. Ich wollte einfach mal schauen, ob die „Buttermilch“-Version etwas besser gelingt als die pure Sojamilchvariante.
Mit Sojamilch alleine (also ohne Essig) werden Pancakes immer etwas zäh bzw. gummiartig. Das Geheimnis fluffiger Pancakes, ist eben die „Milch“. Mit Mandelmilch erreicht man wirklich das allerbeste Ergebnis. In diesem Fall konnte ich die Sojamilch allerdings nicht ersetzen, da damit die „Buttermilch“ hergestellt wird. Das ist mit Mandelmilch natürlich so nicht möglich.

Wie erwartet sind auch diese etwas zäher als die Mandelmilch-Pancakes geworden, die ich normalerweise mache. Auch hat der Apfelessig eine dominante Note hinterlassen, weswegen ich im Rezept unten von 2 EL auf 1 EL reduziere. Trotz allem sind sie genießbar und werden deshalb hier vorgestellt. Demnächst gibt es dann auch mein Lieblingsrezept für die weltbesten Pancakes!

Aber entscheidet selbst, welche euch besser schmecken :-).

Pancakes

Paul’s Buttermilk Pancakes (ein Rezept von Your Vegan Mom)

  • 250 g Mehl (ich habe Dinkelmehl Typ 630 verwendet)
  • 2 TL Backpulver
  • 1/2 TL Salz
  • 500 ml Sojamilch
  • 1 EL Apfelessig
  • 2 EL Zucker
  • 1 Pck. Vanillezucker
  • 2 EL neutrales Öl (Sonnenblumenöl)
  • Bratöl

Sojamilch in eine kleine Schüssel geben und mit dem Apfelessig verrühren. 5 min. ziehen lassen, so entsteht die vegane Version der Buttermilch.

Mehl sieben und mit Backpulver und Salz in einer großen Schüssel mischen.

Nachdem eine „Buttermilch“ entstanden ist, werden Zucker, Vanillezucker und Öl in die Milch eingerührt.

Zuletzt die feuchten Zutaten mit den trockenen verrühren, allerdings nicht überrühren! Dies ist besonders wichtig, da die Pancakes ansonsten wirklich zäh werden. Der Teig darf ruhig voller Klümpchen sein.

Eine Gußpfanne mit Öl erhitzen (mittlere Hitze, etwas Bratöl mit einem Küchentuch verreiben) und mit einer kleinen Schöpfkelle den Teig in die Pfanne geben. Sobald sich Bläschen auf der Oberfläche bilden kann der Pancake gewendet werden (dauert ca. 2 min.).

Ich halte die Pancakes bis zum Servieren im Ofen warm (bei ca. 50°).

Uns schmecken sie zum Frühstück am besten mit Ahornsirup. Aber Frucht- oder Nusmuse sind ebenfalls lecker!

Cookbook-Challenge 1, 2 und 3 und ein leckerer Schnittlauch-Dip

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Und schon geht’s los!

Gut, die Challenge #1 war insofern keine echte Cookbook-Challenge, da ich das Rezept aus Nachhaltig genießen hatte und es im Original Ziegenfrischkäse enthält und die Wraps im Rezept eigentlich Dinkelpfannkuchen mit Ei sind. Also bestand die Challenge eher darin, das Rezept zu veganisieren, aber wir lassen an dieser Stelle einfach Fünfe mal grade sein.

Hier also das Bild zum Rezept Dinkelwrap mit Ziegenfrischkäse und Salat, das mit dem Original nicht mehr viel zu tun hat 🙂

Wrap

Ich habe wirklich probiert die Dinkelwraps zu machen (lediglich das Ei durch Ei-Ersatz ersetzt), aber es wurden nur Pfannkuchen draus. Klar, es ist auch ein klassisches Pfannkuchenrezept. Aber bis ich das mal kapiert hatte, ich war einfach so auf Wraps versteift, war ich schon mitten im Ausbackprozess… Auch das entsprechende Foto im Buch sieht sehr wie ein gefüllter Pfannkuchen aus, aber ich hatte mich nun mal auf Wraps vorbereitet. Ich weiß eigentlich, dass Wraps ausgerollt werden müssen und in der Pfanne dann dünn ausgebacken werden, von daher weiß ich nicht, warum ich das gestern erst beim Kochen gemerkt habe. Na ja, auch die Pfannkuchen waren nicht sehr gelungen. Drum bin ich zum Notfallplan übergegangen und habe die Acapulco Wraps aus dem Vorratsschrank hervor gekramt.

An diesem Punkt war ich also schon recht weit vom Originalrezept entfernt. Näher gekommen bin ich dem Ganzen dann nicht mehr. Aus der Ziegenfrischkäsefüllung (eine Quarkmasse) wurde eine Basilikumtofu-Füllung mit einer Schnittlauch-Knoblauch-Sauce aus veganer Mayo und Sojajoghurt natur.

Als Füllungsbeilagen gab es dann Eisbergsalat (wie im Rezept gefordert!), Tomaten (ebenfalls rezeptgleich), Gurke, Avocado und Zwiebeln (nicht im Rezept enthalten, aber meines Erachtens ein Muss für Wraps!). Einen eigenen Salatteller gab es dann auch nicht mehr dazu. Wir wurden völlig ausreichend satt von den Wraps alleine.

Da der Dip nichts mit dem im Kochbuch beschriebenen Rezept zu tun hat, teile ich das Rezept gerne dafür: 2 EL Sojajoghurt, 2 EL vegane Mayo, 2 Knoblauchzehen, 1 Bd. Schnittlauch in Röllchen, 1 TL frischer Zitronensaft, Salz und Pfeffer nach Geschmack verrühren. Nach Belieben mit Tabasco schärfen – sehr lecker!

Schnittlauch-Dip

Zum Frühstück heute morgen gab es ein feines Haferflockenmüsli, bestehend aus feinen Haferflocken, Bananenscheiben, frischen Blaubeeren und der Provamel Mandelmilch. Da diese gesüßt ist und die vollreifen Bananen zusätzlich süßen, habe ich auf sonstige Süßungsmittel verzichtet.

Haferflockenmüsli

So, aber jetzt! Jetzt kommt das erste offizielle und dem Original nachgebackenen Cookbook-Challenge-Rezept: Nutty-Oatmeal-Raisin Cookies aus La Dolce Vegan!. Während Papa im Regen Fussball spielen war und Sohnemann seinem wohl verdientem Schlaf nachgegangen ist, gab es Mutter-Tochter-Quality-Time beim Kekse backen.

Nutty Oatmeal Raisin Cookie

Ich gebe zu, es waren keine Rosinen drin – Rosinen im Keks geht gar nicht, nein Mama – aber ansonsten war alles gleich. Sie sind zwar viel zu süß, aber lecker. Allerdings kommen sie meiner Meinung nach nicht an Dreena Burtons Oatmeal Raisin Cookies aus eat, drink & be vegan heran. Ich glaube, ich bleibe vorerst beim Dreena-Rezept.

Max hätte auf jeden Fall gerne mal probiert… 🙂

Zeigende Hand auf Keks

Heute Mittag gab es die Cookbook-Challenge #3, wobei diese Nudel-Zucchini-Champignon-Suppe nicht zum ersten Mal gekocht wurde hier im Haus. Sie ist aus dem tollen So schmeckt’s Kindern vegetarisch Kochbuch und gehört mittlerweile zum Standard. Heute mal wieder mit hellen Bio-Gabelspaghetti vom Edeka. Ich raspele sowohl die Zucchini als auch die Champignons für die Suppe. Manchmal ringt sich Zoe dazu durch sie dann so mitzuessen. Aber nur manchmal…

Die Erwachsenen-Version (unpüriert) – ja, die Bilder sind nicht sehr schön, aber mir blieb nicht viel Zeit alles zurecht zu stellen…

Nudelsuppe unpüriert

Die Zoe-Version (püriert) – Max isst völlig schmerzfrei die Erwachsenen-Version mit.

Nudelsuppe püriert

Heute abend gab’s nochmal die Reste von der Nudelsuppe mit unserem allseits beliebten Konfetti-Salat, den ich mittlerweile immer mit Mais zubereite. Auch die Sauce habe ich leicht angepasst: anstatt Leinöl nutze ich gerne Walnussöl und anstatt Essig kommt mittlerweile frischer Zitronensaft ran. Kürbiskerne gibt’s extra dazu, Tochter mag sie nicht mehr dem Salat beigemengt.

Konfetti Salat

Was steht morgen auf dem Plan?

Morgen Mittag

  • Chili mit Reis für die Großen und
  • Brokkoli mit Kohlrabisauce für die Kleinen

ansonsten

  • Cooking-Challenge: Dinkelgrissini aus Nachhaltig genießen und evtl. noch etwas aus La Dolce Vegan! – mal schauen…

Und zum Schluß noch ein Buchtipp von mir: ich lese gerade Expedition zu den Polen: Eine Reise mit dem Berlin-Warszawa-Express von Steffen Möller (ausnahmsweise ein Amazon-Link um zu den Rezensionen zu kommen). Wer ab und zu mit den polnischen Mitbürgern Kontakt hat, sollte es sich auf keinen Fall entgehen lassen! Sehr unterhaltsam, sehr gut zum Abschalten!

Möllers erstes Buch Viva Polonia – als deutscher Gastarbeiter in Polen ist ebenfalls äußerst empfehlenswert, wenn nicht sogar ein kleines bisschen besser. Aber nur ein bisschen!

„Milch“brötchen

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Meine Tochter ist ein wenig wählerisch wenn es um ihre Kindergartensnacks geht. Ich war also auf der Suche nach einem Brötchenrezept mit Brötchen, die so locker luftig werden, dass sie nicht belegt werden müssen, sondern pur einfach gut schmecken. Beim winterlichen Ausflug im Ganzkörperschneeanzug und Fäustlingen (ist schon eine Weile her…) macht es Sinn Fingerfood ohne schmierige Beläge mitzugeben.

Milchbrötchen waren früher sehr beliebte Brötchen im Haus und sind es auch heute noch. Sie passen gut als Frühstückssnack in die Tasche, sättigen hervorragend und machen dabei wenig Sauerei. Super! Auch die vegane Variante ist sehr gut gelungen. Sowohl Kind als auch das Kind im Mann fanden diese Version hervorragend. Mir haben sie auch sehr gut geschmeckt – aber ich zähle nicht, mir schmeckt (fast) alles sehr gut, was ich koche *grins*.

Von der Konsistenz her sind es weiche Brötchen. Es sind also keine Milchbrötchen, wie man sie im Supermarkt findet, die sich wie Gummi quetschen lassen und meistens noch mit Schokostückchen zugesetzt sind. Dennoch sind sie innen sehr dicht und weich und außen schön knusprig.

Als Mehltyp habe ich Weizenmehl Typ 1050 verwendet. Ich denke, mit Dinkelmehl bzw. mit hellem Dinkelmehl (Typ 630) würden die Brötchen noch etwas luftiger werden. Ich bevorzuge mittlerweile ausschließlich Dinkelmehl, gerade wenn es darum geht mit Vollkorn zu backen.

Verfeinern lassen sich die „Milch“brötchen mit Rosinen (wer mag…) oder mit Schokotröpfchen (Rosinen gleich mit in den Teig einarbeiten, Schokotröpfchen erst, wenn der Teig schon geknetet wurde).

Dieses Rezept lässt sich sehr gut auch zum Hefezopf verarbeiten oder als Boden für einen Obst- oder Streuselkuchen ausnutzen.

Da die Brötchen frisch am besten schmecken, empfiehlt sich folgende Vorgehensweise (wenn sie morgens benötigt werden und die Zeit knapp ist):

Die Brötchen abends nur 8 min. backen, aus dem Ofen nehmen und mit Wasser befeuchten. Abdecken und am nächsten Morgen erneut mit Wasser befeuchten und im vorgeheizten Ofen nochmals 8-10 min. backen.

"Milch"brötchen

Zutaten für ca. 10 – 15 Brötchen (je nach Größe)

  • 1/2 Würfel Frischhefe
  • 300 ml Sojadrink, lauwarm
  • 50 g Ahornsirup oder Agavendicksaft
  • 1/2 TL Salz
  • 500 g Weizenmehl, Typ 1050
  • optional: Vanille, Zimt, Zitronenabrieb, Schokotröpfchen
  • 50 g weiche Alsan oder Margarine oder 40 g geschmacksneutrales Öl

Zubereitung

Hefe in etwas lauwarmer Milch auflösen, restliche Milch, Ahornsirup/Agavendicksaft und Salz (und ggf. Gewürze) einrühren.

Mehl dazugeben, gut verrühren und anschließend die Alsan oder das Öl einkneten. 1-2 Minuten kneten, Feuchtigkeit des Teiges überprüfen und ggf. Milch oder Mehl hinzufügen. Weitere 10 min. mit der Hand kneten oder mit der Küchenmaschine insgesamt 7 Minuten, bis der Teig kaum noch klebt.

Teig

Teig an einem warmen Ort zugedeckt ca. 45 min. gehen lassen.

Teig aufgegangen

Nach dem Aufgehen nochmals kräftig durchkneten, in Brötchen formen und auf ein oder zwei mit Backpapier ausgelegten Blechen verteilen. Nochmals ca. 10 min. gehen lassen (bis sich Poren an der Oberfläche bilden).

Brötchen

Backofen derweil auf 200° Umluft vorheizen, Brötchen einschieben und bei 160° Umluft 15 min. backen.

Auskühlen lassen und genießen.

Guten Appetit!

 

Kichererbsen-Rührei

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Ich vermisse vermisste manchmal den Genuss von Rührei – speziell zu Kartoffeln und „Rahm“spinat (TK-Blattspinat mit Zwiebeln angebraten und mit Hafersahne abgelöscht – anschließend noch mit Salz, Pfeffer, etwas Agavendicksaft und Muskat abgeschmeckt. Viel besser als das TK-Original!). Auf Wunsch der Tochter kam das gestern mal wieder auf den Tisch. Jedesmal frage ich mich dabei, wie ich einen würdigen Ersatz für das Rührei schaffen könnte – ohne Tofu. Ich habe das allseits beliebte Tofu-Scramble zwar noch nicht zu kochen gewagt, aber irgendwie juckt’s mich auch nicht danach. Tofu „pur“ ist einfach nicht mein Ding.

Gestern nachmittag habe ich mich also mal schlau gegoogelt – und siehe da, beim Lesen meiner Reader-Einträge kommt mir mal wieder ein sehr nützlicher und wie bestellter Beitrag von Churchofseitan entgegen gerollt! Dort wurde doch tatsächlich ein Rührei aus Kichererbsenmehl gezaubert. Das kam mir gar nicht so seltsam vor, nachdem ich zum Brunch vor einigen Monaten ein wunderbares French Toast auf der Grundlage von Kichererbsenmehl aus dem Rezeptereservoir „Vegan with a Vengeance“ von Isa gezaubert hatte.

Das Geheimnis des Rühreis liegt dabei – wie immer – an der Würze. Es gibt ein spezielles indisches Salz, Schwarzsalz genannt, welches durch seinen hohen Schwefelgehalt Ei in Geruch und Geschmack sehr ähnelt. Eigentlich nicht wirklich appetitlich, wie ich finde, aber, in homöopathischen Dosen eingesetzt, durchaus denkbar. Nach einem kurzen Anruf bei örtlichen Asia-Laden konnte ich freudestrahlend ins Auto steigen und das Salz gleich abholen. Kichererbsenmehl ist ohnehin ein Vorratsprodukt, so dass ich das Experiment gleich starten konnte.

Langer Rede, kurzer Sinn: das Rührei war überaus lecker und ein wahrhaft würdiger Ersatz. Ich für mich kann behaupten, dass es mir sogar noch besser schmeckt als das Original, schon alleine weil die „glibberige“ Konsistenz nicht vorhanden ist. Vielen Dank und Chapeau! für diese tolle Rezeptidee an dieser Stelle an die Verfasser der Beiträge!

Kichererbsenrührei

Zutaten für 2 Personen als Beilage

  • 1/3 Tasse Kichererbsenmehl
  • 2/3 Tasse Wasser
  • 1/2 TL Kala Namak (Schwarzsalz)
  • 1/4 TL Kurkuma
  • Salz, Pfeffer, Paprika (nach Geschmack)
  • 2 EL Sojamilch (habe ich zusätzlich noch hinzugefügt)
  • optional: 1 kleine Zwiebeln, gewürfelt
  • 2 EL Olivenöl

Und so wird’s gemacht

Ich habe die ersten 5 Zutaten in ein Mixgefäß gegeben und mit dem Pürierstab ordentlich vermengt, so dass eine cremige Masse entstand. Da mir das ein wenig zu fest war, habe ich die 2 EL Sojamilch noch hinzugefügt – ich denke man kann hier nach Belieben vorgehen: für ein etwas „weicheres“ Rührei etwas mehr Sojamilch, für ein „festeres“ einfach weniger nehmen oder gar keine Sojamilch hinzufügen. In der Regel halte ich mich von Sojamilch als Kochhilfe fern, in diesem Fall aber habe ich es erst einmal damit probiert, weil ich mir das Ergebnis nicht vermasseln wollte und das Lecithin in der Sojamilch für Bindung sorgt. Jetzt weiß ich das es schmeckt und werde es zukünftig mit Hafermilch probieren.

Natürlich kann man hier auch noch frische Kräuter hinzufügen (Schnitt- und Bärlauch würden mir spontan einfallen), aber mir mangelte es gestern leider daran. Und TK-Kräuter finde ich geschmacklich nicht so überzeugend in diesem Fall.

Nach dem Pürieren/Mixen wird eine Pfanne mit etwas Olivenöl erhitzt, falls gewünscht, die Zwiebel glasig angebraten und die Masse eingefüllt. Wenn sie kurz gestockt ist (ca. 1 min.) verrühren und warten bis sich ein Klumpen bildet, der zusammenhält. Das dauert so ca. 3 min. In meinem Fall war der schon noch klebrig und im Nachhinein dachte ich mir, ich hätte es wahrscheinlich noch etwas kürzer in der Pfanne lassen sollen für ein „fluffigeres“ Ergebnis.

Dann wird der „Klumpen“ auf ein Schneidebrett zum Abkühlen manövriert. Dadurch wird die Masser fester und weniger klebrig, so dass sie leicht auseinander gerissen werden kann. Nach 5 Minuten also den Klumpen in beliebige Rühreigrößen mit den Händen zerreißen, mit einem Messer schneiden oder mit einer Schere schnippeln und wieder in die Pfanne geben. Bei leichter Hitze erwärmen, auf einem Teller anrichten und – wenn vorhanden – mit frischem Schnittlauch bestreut servieren.

Das falsche Rührei gab es gestern bei uns mit einem frischen Blattsalat und gebratenen Champignons.

Falsches Rührei mit Salat

Guten Appetit!

Bananen-Tofu-Aufstrich in mehreren Anläufen…

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Es lag noch eine leicht angebräunte Banane herum, auf die ich keinen Appetit hatte. Da ich momentan aber ohnehin auf der Suche nach kindgerechten süßen und herzhaften Aufstrichen befinde, bot es sich an, mal eine Aufstrichherstellung zu probieren. Ich habe prinzipiell keine Ahnung, wie man einen leckeren Aufstrich aus Bananen zaubern kann und mit der Kreativität komme ich auch schnell an meine Grenzen… Also Google befragen, Zutaten zusammen suchen und los geht’s!

Tja, was soll ich sagen? „Operation gelungen, Patient tot!“ Das Zeug hat widerlich geschmeckt. Als Hauptzutat wurde in sämtlichen Rezepten Erdnusmus genannt, was ja auch Sinn macht und ganz gut passt, aber pfui, ich hatte einen Erdnusmus, der mit seiner Mächtigkeit nicht nur sämtliche andere Zutaten geschmacklich neutralisiert hat, sondern die gesamte Masse zu einem dicken fetten Klumpen verwandelte, der mich geschmacklich wie dickflüssiger Erdnusssaft auf der Zunge lag. So manch einem mag das ja ganz gut schmecken, aber mich kann man mit solchen Geschmacksbelastungen wirklich davon jagen…

Ich bin vielleicht sowieso eine kulinarische Spieldverderberin. Ich mag es klassisch, ohne viel Exotik und einfach. Gemüse esse ich für mein Leben gerne – sowohl gekocht als auch roh. Aber bei Obst hört der Spaß auch schon auf. Ich werde nie verstehen können, wie man Saucen, deftige Gerichte oder auch Salate mit Obst verfeinern kann – und schon gar nicht Orangen! Feldsalat mit Orangen? Bäh… Curry mit Banane? Oh je… Reissalat mit Mandarinen? Bratensaucen mit Orange verfeinert? Nein, ganz ehrlich, Obst gerne in roher Form oder als Obstsalat, Marmelade oder sonstwie isoliert, aber sicher nicht als süße Zutat zu Herzhaftem. Da graut’s mir.

Ähnlich geht’s mir mit Bohnen und Nüssen. Ich mag sowohl Bohnen als auch Nüsse sehr gerne. Aber Nüsse im Kuchen kann ich nur in Maßen ertragen und Bohnen als Mus – was ja Veganer oft gerne genießen – haut mich meistens um. Das macht es natürlich nicht allzu einfach mit der veganen Ernährung, da die meisten Brotaufstriche aus Bohnen oder Nüssen bestehen…

Das ist ne echte Zwickmühle. Momentan vermeide ich häufiges Abendessen mit Brot. Ich koche Unmengen am Mittag und bin ständig auf Draht, damit ich abends für alle etwas habe, das auch mir schmeckt. Wird aber mit der Zeit recht anstrengend kann ich aus dieser Erfahrung heraus versichern. Zweimal die Woche gönne ich mir eine vegane Frühlingsrolle (ich würde sie jeden Tag essen, wenn ich keine Angst hätte mich damit zu einseitig zu ernähren :-)) und meistens esse ich Salat.

So, genug von meinen kulinarischen Charakterschwächen… Heute morgen wurde der (veränderte) Aufstrich von meiner Tochter auf Tauglichkeit getestet und auch gegessen. Ich denke, es wird nicht ihr liebster Aufstrich – meiner sowieso nicht -, aber es ist schon mal ein Anfang.

Vielleicht findet ja der ein oder ander von euch Gefallen daran. Evt. Variationen könnt ihr mir gerne zukommen lassen!

Zutaten für 4-5 Portionen

1/4 Stück Tofustück, natur (von einem 250 g Tofu)
1 TL Erdnussbutter, crunchy (Rapunzel)
1 kleine Banane, klein geschnitten
1 TL Zimt
1 TL Zitronensaft
1 TL Agavendicksaft
ggf. Soja- oder Hafermilch

Zubereitung

Tofu in einen Mixerbehälter klein bröseln
die restlichen Zutaten hinzufügen und im Mixer pürieren, bis eine weiche Masse entsteht
falls es zu dick wird, kann man etwas Hafermilch unterrühren
abschmecken – FERTIG!

Hinweis

der Aufstrich hält sich nicht so gut aufgrund der Bananen. Am besten frisch zubereiten und genießen oder abends vorbereiten und gleich im Kühlschrank für’s Frühstück aufbewahren.

Zubereitungszeit: 5 min.

Amerikanisches Bananenbrot

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Ein Rezept, wie ich es seit jeher liebe. Lange Zeit vergessen und jetzt wiederendeckt im genialen Backbuch „The 100 best vegan Recipes“ von Kris Holecheck. Mit ein bisschen Abwandlung kommt es dem Bananenbrot, das ich noch von früher kenne, sehr nahe…

Das Bananenbrot eignet sich prima als Frühstücksbrot oder Kindergarten-/Bürosnack. Aber auch als Kuchen zum Nachmittagskaffee… Ach, eigentlich immer :-).

Für die, die keine Cups zum Abmessen besitzen, habe ich das Rezept in g und ml angepasst.

Zutaten für 1 Bananenbrot

1 1/2 cups (180 g) Weizenmehl (Typ 1050)
1/2 Pck. Weinsteinbackpulver
1/2 TL Natron
1/4 TL Meersalz
1/3 cup (80 ml) Rapsöl
1/4 cup (50 g) Roh-Rohrzucker
1/4 cup (50 g) Ahornsirup
1 Pck. Vanillezucker
1/4 TL Vanille gemahlen (gibt es von Rapunzel)
1/3 cup (80 ml) Hafer- oder Sojamilch
1 cup (2 mittelgroße) Bananen, zerdrückt
1 Handvoll Walnüsse, gehackt
optional: Puderzucker zum Bestäuben

Zubereitung

Ofen (Umluft) auf 175° vorheizen
eine Kastenform einfetten- und mehlen
In einer (kleinen) Schüssel die trockenen Zutaten vermischen (Mehl, Backpulver, Natron, Salz, Walnüsse, Vanille)
In einer weiteren (größeren) Schüssel die feuchten Zutaten zusammenrühren (Zucker, Ahornsirup, Öl, Vanillezucker, Bananen, Milch)
die trockenen Zutaten unter die feuchten Zuataten heben und kurz verrühren (bis alles feucht ist, nicht lange! Es dürfen ruhig zahlreiche Klümpchen vorhanden sein)
den Teig in die vorbereitete Kastenform füllen und ca. 35 min. backen (Stichprobe!)
nach dem Backen den Kuchen in der Kastenform ca. 20 min. auskühlen lassen, dann herausnehmen und auf einem Kuchengitter erkalten lassen
mit Puderzucker bestäuben – FERTIG!

Austauschtipps

Weizenmehl (1050): Weizenvollkornmehl (dann jedoch mind. 100 ml Soja- oder Hafermilch hinzufügen)
Rapsöl: Sonnenblumenöl oder auch Margarine
Roh-Rohrzucker/Ahornsirup: brauner Zucker
Vanille, gemahlen: Mark einer Vanilleschote

Zubereitungszeit: ca. 1 Std.

Quinoa Porridge

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Quinoa ist – wie auch Amaranth – eine überragend glutenfreie Alternative zum herkömmlichen Getreide. Es kann genau wie Getreide verarbeitet werden, sticht zudem mit seinem hohen Gehalt an den Mineralstoffen Magnesium und Eisen deutlich heraus und ist eine nahezu perfekte und damit wichtige Protein-Quelle für Veganer (respektive Vegetarier). Daneben enthalten Quinoa-Körner die essentielle Aminosäure Lysin, die eher selten in pflanzlichen Produkten zu finden ist. Insgesamt also noch deutlich wertvoller als Getreide, wenn es um diese Nährstoffe geht.

Aber mal abgesehen von den positven Nährwertaspekten, bietet Quinoa einen leicht nussig körnigen Geschmack, der sich gerade für Müslis oder als Füllungen hervorragend eignet und dabei nicht nur gut schmeckt, sondern sich auch blitzschnell zubereiten lässt (Quinoa kann gut einen Abend zuvor vorbereitet und im Kühlschrank aufbewahrt werden).

Hier nun ein Frühstücks-Rezept, das sich auf vielfältigste Art und Weise variieren und mit sämtlichen Zutaten, die sich gerade im Vorratsschrank befinden, aufwerten lässt. Wenn dann noch anstatt Kaffee ein Glas O-Saft oder Apfelsaft dabei getrunken wird, steht der guten Eisenversorgung nichts mehr im Weg.

Heute morgen gab es folgende Version:

Zutaten für 1 Person (ca. 2 Portionen)
1/2 Tasse Quinoa
2 1/2 Tassen Hafermilch oder Wasser
1 TL Ahornsirup
2 TL gehackte Walnüsse
1/2 Apfel, in mundgerechte Stücke geschnitten
1 Handvoll Brombeeren (TK)
1/2 TL Zimt
optional: 1 EL Rosinen

Zubereitung
Quinoa gut mit heißem Wasser abspülen um die Bitterstoffe, die sich auf der Schale befinden zu entfernen
Hafermilch mit Zimt zum Kochen bringen
Quinoa in die kochende Flüssigkeit geben und 20 min. auf niedriger Stufe köcheln lassen
wenn TK-Obst verwendet wird, dieses 2-3 min. vor Kochende zum Quinoa hinzufügen – ansonsten diesen Schritt aussparen und das Obst erst auf dem Teller zum Quinoa-Müsli geben
gekochten Quinoa vom Herde nehmen und mit Walnüssen, Obst, Ahornsirup, evt. Rosinen und Frischobst vermischen
abschmecken, ggf. mit Zimt und Süße verfeinern – FERTIG!

Austauschtipps
Quinoa: Hirse, Amaranth oder ein Gemisch aus Quinoa/Hirse/Amaranth
Hafermilch: Wasser, Reismilch, Dinkelmilch, Mandelmilch (einzig Sojamilch ist nicht zu empfehlen, da das Sojaprotein aufnahmehemmende Wirkung bei der Verwertung des Eisens besitzt)
Ahornsirup: Agavendicksaft, Vollrohrzucker
Walnüsse: Pecannüsse – gehackt, Mandeln -gehackt und leicht angeröstet
Obst: auch Bananenscheiben schmecken als Ergänzung hervorragend, anstatt Brombeeren kann man Himbeeren oder gemischtes Beerenobst verwenden

Speed Tip
Quinoa am Vorabend vorkochen und im Kühlschrank kalt stellen; am nächsten Morgen einfach mit ein wenig Wasser/Hafermilch aufwärmen und wie im Rezept beschrieben weiterverfahren

Zubereitungszeit: 5 min. (vorgekocht), 25 min. (ohne Vorkochen)