Das Rock ’n‘ Roll Veganer Kochbuch von Jérome Eckmeier

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eckmeier

Ja, ein Lebenszeichen! Es ist einfach zu viel los. Pünktlich zum Arbeitsbeginn haben wir doch tatsächlich noch ein Häuschen gefunden und gekauft und haben somit bis über beide Ohren und noch weiter zu tun. Bankgeschäfte, Kostenvoranschläge einholen, mit Handwerkern absprechen, mit Handwerkern absprechen und nochmals mit Handwerkern absprechen… Ins neue Team einarbeiten. Nebenbei eine Woche mit dem Kleinsten wegen Norovirus im Krankenhaus verbringen usw. Es ist also wirklich viel los bei uns, nicht untertrieben.

Und trotzdem möchte ich euch dieses neue und vor allem tolle Kochbuch nicht vorenthalten!

Jérome selbst ist ein überaus sympathischer Vebu-Chefkoch, dessen Kochvideos man schon längere Zeit auf Youtube verfolgen kann. Und nun hat er auch noch sein eigenes Kochbuch im compassion media Verlag herausgebracht.

Was total überzeugend ist: Jérome fackelt nicht lange herum! Es gibt vier, fünf Seiten lang eine kleine Einführung zu veganen Besonderheiten und Begrifflichkeiten und dann geht’s auch schon los mit den Leckereien. Zuerst gibt’s ein paar Grundrezepte, darunter verschiedene Soßen, Dips, Mayo und selbstgemachte Käsealternativen. Es folgen Kalte Vorspeisen, die meine Gelüste nach deftigen Abendessenvarianten vollends befriedigen: Bayrischer „Worscht“salat (lecker! Ich hatte vergessen die Zutaten anzubraten, wie im Buch empfohlen, und es war trotzdem super!), Vleischsalat, Caprese usw. Auf die kalten folgen die Warmen Vorspeisen, die gleichfalls keinen Wunsch offen lassen. Gefüllte Champignons, Couscous auf gebratenem Chicoreé (hmmm…), gefüllte Auberginenröllchen und verschiedene Suppen. Die Hauptgänge aber dann, die rocken wirklich! Deftig, lecker, super! Mit solchen Gerichten kann ich auch meine polnische Verwandschaft überzeugen *gg*: Buletten aus Soja-Hack mit Bratkartoffeln, Gyros mit Zaziki, Kartoffelburger (sehr lecker!), Hawai-Schnitzel, Vegane Cevapcici mit Djuvec-Reis (mein Mann war restlos begeistert über diesen Klassiker, den er als Kind so gerne gegessen hat!), Rahmmedaillons, Corn-Dogs, Stroganoff, Zwiebelkuchen, und noch einiges mehr! Das Kapitel Desserts und Kuchen rundet die ganze Sache hervorragend ab. Blitzschnelles Eis, Mousse au Chocolat, der Pfannkuchen-Klassiker, Butterkuchen, Marmorkuchen, auch hier gibt es gute einfache Rezepte, die zum Nachkochen bzw. Nachbacken einladen.

Aber: auch Jérome kann als Wiederholungstäter entlarvt werden :-). Wie so oft, gibt es das drölfste Rezept für Rührtofu und veganen Eiersalat oder auch Kürbis- und Kartoffelsuppe. Ich bin nur total froh, dass er Spaghetti Bolognese im Hauptteil ausgelassen hat… Dafür aber Chili und Pizza… Egal, wie immer gilt: für vegane Einsteiger, die das erste Kochbuch zum Thema in den Händen halten, kann es nur hilfreich sein, solche Klassiker wiederzufinden.

Nun ein paar Worte noch zur Aufmachung, die, wie eigentlich immer, wenn es aus dem Hause compassion media kommt, absolut gelungen ist. Die Rock ’n‘ Roll-Atmosphäre ist durch die Bilder wunderbar eingefangen. Es beeindruckt mich sehr, dass alle Bilder im Wohnzimmer von Jérome entstanden sind und vor allem ohne Food-Styling und künstliche Hilfsmittel (Statement von Daniel Heinzelmann, dem zuständigen Food-Fotografen, am Ende des Buches). Man sieht dies den Gerichten/Bildern an und gerade das überzeugt. Tolle Sache, die Herren! Zu vielen Rezepten gibt es noch Profi- bzw. Servier-Tipps oder auch Varianten. Die Rezeptangaben sind einfach und sehr verständlich. Absolut gut für Anfänger geeignet.

Einen kleinen Nachteil hat das Ganze natürlich auch. Die Rezepte bestehen zu 90% aus Sojaprodukten, wobei es keine alternativen Zubereitungszutaten gibt bzw. diese nicht genannt werden. Es ist natürlich so, dass Soja gerade als Fleisch-Ersatz in deftigen Gerichten die beste Alternative bietet. Man kommt in diesem Zusammenhang nur schlecht an TVP vorbei. Insofern, wer, aus welchen Gründen auch immer, auf Soja verzichtet, kauft die Katze im Sack und wird nicht glücklich werden. Das sollte selbstverständlich nicht unerwähnt bleiben. Auch wenn das nicht ein echtes Kriterium ist, sondern einfach eine Tatsache, die beim Kauf nicht unberücksichtigt bleiben sollte.

Fazit: ein tolles Kochbuch voller Klassiker! Wer ab und zu mal gerne deftig genießt und/oder andere verköstigt, der sollte es sich unbedingt zulegen!

P.S.: Bilder folgen. Ich habe es leider nicht geschafft von den bisher gemachten Rezepten Fotos zu machen…

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