Kartoffelpfanne Country Style

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Ein Rezept aus dem wundervollen American Vegan Kitchen Kochbuch, dort als Country Skillet bezeichnet. Im Original fügt die Autorin noch Mangold zur Pfanne hinzu, welchen ich gestern abend allerdings nicht im Haus hatte. Das Gericht schmeckt auch ohne Mangold sehr gut, ich könnte mir aber vorstellen, dass es den Geschmack noch etwas abrundet.

Für die Pfanne habe ich rotschalige Kartoffeln verwendet, die sich dafür wunderbar eignen, weil sie nicht zerkochen. Um den amerikanischen Abend abzurunden gab es dazu einen Cole Slaw und die Reste einer himmlischen Guacamole, die als Vorspeise zu Tortilla Chips gereicht wurde.

Die Seitanwürstchen für die Pfanne habe ich selbst hergestellt – ebenfalls nach einem Rezept aus diesem Buch. Sie waren ganz gut allerdings noch nicht optimal, so dass ich noch ein wenig an einer eigenen Kreation experimentieren werden. Ich denke, die Country-Pfanne kann gut auf die Seitanwürstchen verzichten ohne an Geschmack zu verlieren.

Zutaten für 3-4 Personen

  • ca. 400 g Kartoffeln, festkochend und in 2 cm Würfel geschnitten
  • 1 Zwiebel, halbiert und in dünne Scheiben geschnitten
  • 2 Knoblauchzehen, gehackt
  • 1 rote oder grüne Paprika (oder je 1/2), gewürfelt
  • 4 Seitanwürstchen (selbstgemacht oder gekauft – optional), in dünne Scheiben geschnitten
  • 100 g Tofu, gepresst und in 1 cm Würfel geschnitten
  • 200 g Mangold, gehackt
  • 100 – 150 g Champignons, in Scheiben geschnitten
  • 3 EL (Edel)Hefeflocken
  • Saft einer 1/2 Zitrone
  • 1 TL TK-Basilikum
  • 1 TL TK-Petersilie
  • 1 TL getrockneter Thymian
  • 1/2 TL Kurkuma
  • 1 TL Salz
  • etwas Cayennepfeffer
  • Pfeffer
  • Olivenöl zum Anbraten

Zubereitung

Kartoffeln gar kochen/dämpfen. Anschließend in einer großen Pfanne 8-10 Minuten mit 1 EL Olivenöl bei mittlerer Hitze anbraten, bis sie Farbe bekommen. Auf einen Teller stürzen und zur Seite stellen.

In der gleichen Pfanne einen weiteren Esslöffel Olivenöl heiß werden lassen und die Zwiebeln darin anbraten (ca. 2 min.). Nachfolgend die gewürfelte Paprika und die Seitanwürstchen hinzufügen und weitere 2 min. anbraten bzw. bis die Seitanwürstchen anfangen zu bräunen.

Tofuwürfel, Knoblauch, Mangold und Champignons hinzugeben. Kochen bzw. braten lassen bis der Tofu Farbe bekommt, ca. 5 min.

Anschließend Zitronensaft, (Edel)hefe, die Gewürze, Salz, Pfeffer und Cayennepfeffer hinzufügen, gut vermengen und weitere 5 min. köcheln lassen damit sich die Gewürzaromen entfalten können. Ich habe die Masse an dieser Stelle mit 100 ml Wasser abgelöscht, da sie mir etwas zu trocken erschien. Außerdem kann sich die Hefe mit der Flüssigkeit verbinden, wodurch eine „käsigere“ Konsistenz erreicht wird.

Zuletzt werden die angebratenen Kartoffelwürfel wieder hinzugefügt und das Ganze nochmals 5 min. lang auf geringer Hitze gebraten. Nach Bedarf abschmecken und sofort servieren!

Guten Appetit!

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Buchtipp: Tofu – fantastisch vegetarisch

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Tofu ist nicht unbedingt etwas, wonach ich großes Verlangen habe. Moment. Räuchertofu schon. Aber der normale geschmacklose Tofu ist mir persönlich einfach zu langweilig und zu sojabohnenlastig. Allerdings, und das habe ich mittlerweile gelernt, kommt es auch hier auf die richtige Zubereitung an. Und an dieser Stelle kommt das kleine aber feine Büchlein aus dem Pala-Verlag ins Spiel.

Tofu - fantastisch vegetarisch

In diesem Büchlein stecken reichlich Informationen zum Thema Tofu-Zubereitung. Es gibt zahlreiche Variationen an Marinaden und zig Gerichte.

Auf knapp 150 Seiten reihen sich ansprechende Rezepte, die sich gut nachkochen und problemlos als vegane Version zubereiten lassen. Sehr positiv fällt auf, dass die Autorin fast gänzlich darauf verzichtet die übliche Tofu-Historie in aller Länge auszuführen und somit wertvolle Seiten zu vergeuden.

Das wundervolle an diesem Buch: es steckt voller Inspirationen. Oft ist mir gar nicht nach Tofu zumute, aber ich habe schon einige Rezepte mit Seitan oder Grünkern nachgekocht, die extrem lecker wurden (z.B. Cannelloni mit Grünkern- anstatt Tofufüllung oder das Tofu-Pilz-Gericht mit mariniertem Seitan anstatt Tofu).

Der Rezepteteil beinhaltet folgende Kapitel:

  • Brotaufstrich
  • Suppen
  • Hauptgerichte
  • Überbackenes aus dem Ofen
  • Pikante Backwaren
  • Salate
  • Für besondere Gelegenheiten

Wie immer, wenn ein Buch aus dem Hause Pala kommt, gibt es auch hier keine Bilder zu den Rezepten. Bei einer Neuauflage würde ich ein Kapitel über Marinaden als Ergänzung vorschlagen.

Fazit: Wer nicht genau weiß, was mit Tofu alles angestellt werden kann und wie das Zeug schmackhaft zubereitet werden könnte, der ist mit diesem Buch bestens bedient. Alle anderen finden zahlreiche Ideen – auch für tofufreie Rezepte.

Meine liebsten Speisen aus diesem Buch: die oben erwähnten Cannelloni und das Tofu-Pfeffersteak!

Spargel-Pasta mit Tofubällchen, vegan

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Heute gab’s das Lieblingsschnellgericht. Da der Morgen recht hektisch verlief, blieb mir bis zum Mittag nicht viel Zeit über das Essen nachzudenken. Trotzdem, Spargel-Pasta gehört im Frühjahr zum Standardgericht – gibt’s mindestens 1x pro Woche. Der hohe Olivenölgehalt macht das Gericht recht deftig. Man kann natürlich auch weniger nehmen.

Das Rezept für die Tofubällchen habe ich irgendwo im Netz gefunden, habe es aber leider vergeblich wiederholt gesucht… Ich habe keine Ahnung mehr nach welchen Stichwörtern ich damals gesucht habe. Sobald es wieder auftaucht, verlinke ich es an dieser Stelle natürlich.

Spargel-Pasta mit Tofubällchen

Zutaten für ca. 3 Personen:

Spargel-Pasta
250 g Vollkornspaghetti
500 g grüner Spargel, in Stücke geschnitten
1 Knoblauchzehe, gehackt
1 Zwiebel
5-7 EL hochwertiges Olivenöl
Salz, Pfeffer

Tofubällchen
150 g Naturtofu
2 gehäufte EL Semmelbrösel
1/2 TL getrockneter Rosmarin
1 TL Oregano
einige frische Basilikumblättchen
20 g getrocknete Tomaten (nicht eingelegt, ca. 4 Stück)
1 Zwiebel, fein gehackt
1 Knoblauchzehe, gepresst
1 EL Edelhefeflocken
1 EL Tomatenmark
1 TL Senf
etwas Sojasauce zum Marinieren
Salz, Pfeffer
1 Ei-Ersatz (1 EL Sojamehl in 2 EL Wasser aufgelöst) oder 1/2 TL Johannisbrotkernmehl
Olivenöl zum Braten

Und so wird’s gemacht:

Als erstes werden die Tofubällchen zubereitet: dazu den Naturtofu so gut wie möglich ausdrücken und in einer Schüssel zerbröseln. Mit Sojasauce vermengen und etwas ziehen lassen. Währenddessen werden die getrockneten Tomaten, der Basilikum und der Knoblauch fein gehackt, die Zwiebel fein gewürfelt.
Die Kräuter, Tomaten und alle restlichen Zutaten zur Tofumasse geben und kräftig mit den Händen verkneten, bis sich aus der Masse kleine Bällchen formen lassen. Die Masse mit Salz und Pfeffer abschmecken (Salz dürfte nur sehr wenig, wenn überhaupt, notwendig sein).

An dieser Stelle können die Spaghetti schon mal al dente gekocht werden.

Aus der Masse kleine Bällchen formen und in etwas Olivenöl anbraten, dabei die Bällchen ständig in der Pfanne herumrollen lassen um eine gleichmäßige Bräunung zu erhalten. Nach dem Braten können die Tofubällchen im Ofen warm gehalten werden bis die Spargel-Pasta fertig ist.

Hier noch ein Bild der ungebratenen Tofubällchen:

Für die Spargelpasta lediglich das Olivenöl erhitzen (wichtig ist die Qualität des Olivenöls!), die Zwiebeln und den Spargel zum Öl geben und ca. 8 min. bei mittlerer Hitze köcheln lassen. Nach ca. 8 min. (sobald der Spargel bissfest ist) kann der Knoblauch hinzugefügt werden, danach nur noch höchstens 1 min. weiterköcheln, damit der Knoblauch nicht bitter wird. Die Nudeln unterrühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Die Spargel-Pasta mit den Tofubällchen servieren (wenn keine Tofubällchen dazu gereicht werden, nimmt man zur Veredelung des Gerichtes geröstete Pinienkerne).

Dazu passt wunderbar ein einfacher Tomatensalat.

Guten Appetit!

Zubereitungszeit: mit Tofubällchen ca. 40 min, ohne Tofubällchen knappe 20 min. (eher etwas weniger)

Asiatische Nudelpfanne, vegan

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Umstandsbedingt überkommt mich zur Zeit ständig der Heißhunger auf deftiges Essen. Diese Nudelpfanne bietet sich für solche Anlässe sehr gut an. Sie ist schnell gemacht und erfüllt meine Forderungen nach würzig, deftig und trotzdem nicht allzu ungesund…

Asiatische Nudelpfanne

Die Nudelpfanne gelingt natürlich auch ohne Tofu. Ich ergänze sie außerdem mit Gemüse aus dem Vorrat. Oft gebe ich noch zusätzlich Zucchini hinzu oder auch Champignons oder Erbsen oder Zuckerschoten usw…

Und hier die Zutaten für ca. 3 Personen:

Tofu + Marinade:
250 g Tofu (am besten auch hier der weiche aus dem Asia-Shop)
6-8 EL Sojasauce
1/4 TL frisch gemahlener Ingwer (ich nutze hierfür eine Muskatreibe)
optional: Sesamsamen

Nudelpfanne:
250 g asiatische Buchweizennudeln
1 kleines Stück frischer Ingwer, fein gewürfelt
1 Zwiebel, gewürfelt
2 Knoblauchzehen, gehackt
2 kleine oder 1 große Karotte, dünne Streifen
1 Stange Lauch, dünne Streifen od. Ringe
1 rote Paprika, dünne Streifen
200 ml Kokosmilch
1 TL Kurkuma, 1-2 TL Curry, 1/2 TL Chilipulver
Ur-Salz, Pfeffer
3-4 EL Erdnussöl
Sesamsamen nach Belieben

Und so wird’s gemacht:

Tofu klein würfeln und in der Marinade aus Sojasauce und Ingwer für ca. 1/2 Std. einlegen.

Zwischenzeitlich kann das Gemüse klein geschnitten werden und die Nudeln nach Packungsanweisung gekocht werden.

Nachdem der Tofu genügend mariniert wurde, am besten eine Wok-Pfanne, dann das Erdnussöl in der heißen Wok-Pfanne erhitzen. Zwiebeln und Ingwer darin andünsten. Tofu hinzufügen und ein paar Minuten (ca. 5) darin anbraten. Knoblauch und Gemüse hinzufügen und weitere 8-10 min. anbraten, dabei stets gut umrühren.
Vorsichtig die Nudeln unter das Gemüse mischen, die Kokosmilch hinzugeben und mit den Gewürzen abschmecken. Die Angaben zu den Gewürzen sind eher verhalten, da es sehr auf den eigenen Geschmack ankommt, wie viel oder wenig man würzt. Bei uns darf es schon mal etwas mehr Curry und Chili sein. Kurkuma immer in Maßen, könnte sonst etwas bitter werden.
Die Nudelpfanne sollte zuletzt eine schöne gelbe Farbe erhalten. Mit Sesamsamen bestreut servieren.

Guten Appetit!

Eiersalat – vegan, Variante 1 mit Tofu

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Ich hatte heute plötzlichen Heißhunger auf Eiersalat. Die Frage war nur, wie bekomme ich den vegan hin? Dabei fehlt es mir weniger an Eigeschmack als vielmehr an der leckeren Senf-Schmand-Sauce, die ich früher dazu gemacht habe.

Also habe ich ein bisschen geforscht und auch tatsächlich ein paar Rezepte für vegane Eiersalatversionen gefunden. Zwei Varianten konnte ich ausfindig machen: eine Tofu-Variante und eine tofufreie Variante. Da ich noch weichen Tofu aus dem Asia-Shop übrig hatte von gestern, beschloss ich spontan einen Eiersalat mit diesem Tofu auszuprobieren. Im Prinzip habe ich dafür mein ursprüngliches Rezept beibehalten, nur eben die Eier mit Tofu ausgetauscht und etwas Sellerie und Zwiebeln noch hinzugefügt, wie ich es in den meisten Rezepten gelesen hatte. Der große Trick besteht wohl darin, den Tofu in Kurkuma kurz anzubraten, Farbe und Geschmack optimal aufgenommen werden.

Das Ergebnis kommt wirklich sehr nahe an meinen ehemaligen Eiersalat dran und schmeckt sehr lecker! Ich bin mehr als überrascht, dass es so gut geklappt hat. Ein toller Salat für Grillpartys, als Brotaufstrich oder einfach so zum Mitbringen.

Wichtig bei dieser Variante ist dieser weiche Tofu aus dem Asia-Shop, der eben auch eine eiähnliche Konsistenz hat. Ich denke, mit Seidentofu könnte man ein ähnlich gutes Ergebnis hinbekommen. Den festen Tofu allerdings, der üblicherweise bei uns verkauft wird, halte ich eher für ungeeignet.
Die vegane Mayo kann man sicher auch durch Sojayoghurt und etwas Soja- oder Hafersahne ersetzen – wenn man es etwas weniger mächtig möchte. Ich werde es mal bei Gelegenheit ausprobieren. Aber die Mayo-Variante – speziell mit der Bruno Fischer Mayo – halte ich fast für unschlagbar…

Und hier die Zutaten für ca. 5 Portionen:

250 g weicher Tofu aus dem Asia-Shop
ca. 60 g vegane Mayo (ich empfehle dringend Bruno Fischer Mayonnaise hierfür)
1 kleine Zwiebel
1 Selleriestange
1/2 TL Kurkuma
2 TL Senf
1 Handvoll frischen Schnittlauch
1 EL Sonnenblumenöl
1 Schuß Sojasauce (Shoyu)
Ur-Salz, Pfeffer

Und so habe ich es gemacht:

Tofu klein würfeln (so klein, wie man die Stücke im Salat eben gerne hätte). Dann das Sonnenblumenöl in einer Pfanne erhitzen und das Kurkuma sehr kurz darin anschwitzen – ein, zwei Sekunden vielleicht. Gleich die Tofuwürfel hinterher schmeißen und gut darin wenden und anrösten. Ich habe abgewartet, bis der Tofu die Farbe vollständig aufgenommen und dann mit einem Schuß Sojasauce abgelöscht. Tofu beiseite stellen und abkühlen lassen (am besten dazu auch umfüllen).

Das sah dann erst einmal so aus:

Kurkuma Tofu

Im Anschluss wird die vegane Mayo in eine Schüssel gefüllt, die Zwiebel und die Selleriestange sehr fein gewürfelt und zur Mayo gegeben, den Senf hinzufügen und den Schnittlauch in kleine Röllchen schneiden und ebenfalls dazu gegeben. Alles gut verrühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Zuletzt wird noch der etwas abgekühlte Tofu hinzugefügt. Dann sollte das Ganze noch gut durchziehen – obwohl es auch schon zu diesem Zeitpunkt sehr lecker schmeckt…

Mein Endergebnis sah folgendermaßen aus:

Nun bin ich noch auf Variante 2 – ohne Tofu gespannt. Die wird wohl in dieser Woche folgen.