Donauwelle – vegan

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Letzte Woche hieß es mal wieder: Kuchen essen bei den Schwiegereltern. Das ist für mich mittlerweile aber gar kein Problem mehr! Völlig selbstlos opfere ich mich immer den benötigten Gaumenschmaus zur Verfügung zu stellen. Allerdings muss ich dabei beachten, dass ich keine Experimente durchführe, denn die gehen – gerade beim Backen – bei mir öfter mal in die Hose…

Die Kuchen, die immer gut ankommen und vor allem auch gelingen sind Marmor-, Apfel- und Russischer Zupfkuchen. Alles Klassiker, die auch in der von mir zur Verfügung gestellten veganen Version immer mit Begeisterung verschlungen werden. Doch letztes Mal hatte ich Lust auf einen neuen veganisierten Klassiker: die Donauwelle. Ich habe Donauwelle wirklich gerne gegessen und wahrscheinlich ist das auch der Grund warum ich mich bisher nicht in der Lage sah ihn nachzubacken. Die Enttäuschung wäre recht groß, wenn’s nicht wirklich nach dem Original schmeckt. Trotzdem, Kopf hoch, und probieren. Die Rezepte im WWW versprechen durchweg 90-100 % Geschmacksgleichheit.

Und tatsächlich, die Donauwelle war grandios. Ich habe kaum den Unterschied zur „normalen“ Version feststellen können – klar, die Creme ist etwas anders, aber nicht schlechter! Ansonsten, was den Boden, die Kirschen und die Schokolade obendrauf in ihrer Kombination zueiander betrifft, steht die vegane Donauwelle der nichtveganen Version in nichts nach. Definitiv ein Klassiker, den ich ins Standard-Backprogramm aufnehmen werde! Selbstverständlich nichts für die gute Figur aber auf jeden Fall gut für’s vegane Image!

Mein Rezept ist fast vollständig von Veganpassion übernommen – vielen Dank an dieser Stelle für das gelungene Rezept! Nur die Creme habe ich verändert (ich kann das Zeug im Bewusstsein über diese Menge Margarine nicht essen… also wird die Margarine bis auf ein klein wenig für die „Creme“ weggeleassen und im Teig die Zuckermenge halbiert).

Der Kuchen ist nicht schwierig in der Zubereitung, benötigt aber etwas Zeit. Also am besten einen Tag vorher anfangen und über Nacht im Kühlschrank auskühlen lassen (oder an einem anderen kühlen Ort). Dann schmeckt er nochmal so gut.

Donauwelle vegan

Zutaten für 1 Blech

Teig

  • 500 g Mehl (Typ 1050 in meinem Fall)
  • 150 g Rohrohrzucker
  • 1 Pck. Backpulver
  • 1 Pck. Vanillezucker
  • 1/2 TL gemahlene Vanille oder 1 Pck. Vanillezucker mehr
  • 1 TL Natron
  • 250 g Margarine
  • 180 ml Sojamilch oder Reismilch oder sonstige Milchalternative
  • 100 ml Sprudel
  • 3-4 EL Kakao (in meinem Fall von Alnatura)
  • 2 Gläser Sauerkirschen bzw. Schattenmorellen

Zubereitung

Ofen auf 160° vorheizen. Backblech mit Backpapier auslegen oder einfetten.

Für den Teig Mehl, Backpulver, Natron, Vanillezucker und Vanille in einer großen Schüssel vermengen. Anschließend die Margarine und 170 ml von der Milchalternative hinzugeben und auf kleinster Stufe mit dem Handrührgerät rühren. Nach und nach den Sprudel hinzugießen und weiter rühren. Der Teig sollte nicht überrührt werden, dann wird er zu fest, aber auch nicht voller Mehlklumpen sein.

Die Hälfte der Teigmasse auf dem Backblech gleichmäßig verteilen.

Der Rest des Teiges wird mit dem Kakao und den restlichen 10 ml Sprudel angerührt und vorsichtig auf den hellen Teig gestrichen. Zuletzt werden die abgetropften Kirschen auf dem Teig verteilt und mit einer Gabel oder einem Löffel eingedrückt.

Den Teig 35 min. im Ofen backen (Stäbchentest! Backzeiten variieren je nach Backofen und Heiztechnik). Danach gut auskühlen lassen! (ca. 2 Std.)

Füllung

  • 1 Pck. Vanillepuddingpulver (wieder Alnatura)
  • 500 ml Reismilch (hier empfehle ich dringend Reismilch, da ansonsten die Sojabohnen geschmacklich überwiegen könnten)
  • 3 EL Rohrohrucker
  • etwa 2 EL Margarine

Zubereitung

Den Pudding nach Anweisung kochen und etwas auskühlen lassen (ab und zu umrühren). Dann die 2 EL Margarine einrühren, damit der Pudding eine cremeähnliche Konsistenz erhält.

Anschließend die Füllung auf den ausgekühlten Kuchenboden verteilen und wieder abkühlen lassen (wieder ca. 2 Std. im Kühlschrank).

Schokoladenglasur

  • 300 g vegane Zart- oder Halbbitterschokoladenkuvertüre
  • etwas Kokosöl oder sonstiges neutrales Öl

Zubereitung

Die Kuvertüre über heißem Wasser mit etwas Öl schmelzen lassen und möglichst gleichmäßig auf dem Kuchen verteilen. Wieder abkühlen lassen – am besten über Nacht im Kühlschrank.

Guten Appetit!

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„Käse-Sahne“-Torte – vegan

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Heldin hat die Tage ein Rezept für eine vegane „Käse-Sahne“-Torte vorgestellt, welches ich sofort ausprobieren musste. Ich persönlich mag zwar keine Torten, aber in der näheren Verwandschaft sind einige dabei, die der Versuchung einer Torte nur selten widerstehen können. Vor allem einer „Käse-Sahne“-Torte. Für mich Grund genug das mal auf „vegan“ zu probieren.

Insgesamt kann man das Ergebnis als gelungen bezeichnen. Allerdings fehlte es wieder insgesamt an „Luftigkeit“. Der Boden war zu fest und auch die Sahne hätte etwas fluffiger sein können.

Den Boden habe ich nach diesem Rezept vom Veganpassion-Blog nachgebacken und die „Käse-Sahne“ nach einem Rezept von Heldin.

Vielleicht kann mir noch jemand ein paar Tipps mit auf den Weg geben, wie ich den Boden und die Sahne luftiger hinbekomme?

Vielen Dank schon mal!

 

Russischer Zupfkuchen – vegan

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Am Freitag habe ich mich mit den ganz lieben Mädels aus dem Geburtsvorbereitungskurs getroffen, die mittlerweile alle ihre Babys im Arm halten dürfen. Das letzte Mal hatte ich einen Zwetschgenkuchen gebacken und dieses Mal hatte ich Lust etwas Neues auszuprobieren.

Vor einiger Zeit hatte ich mir die peta-tv Kochshows, moderiert von Kerstin Linnartz, angeschaut. Dort gibt es unter anderem auch ein Rezept für einen veganen Russischen Zupfkuchen, das mich angesprochen hat (ich mochte Käsekuchen in jeglicher Form sehr gerne). Die Zubereitung ist ausgesprochen einfach und das Ergebnis ausgesprochen lecker. Es braucht nur ein wenig Zeit, da der Kuchen gut gekühlt werden sollte bevor er angeschnitten wird.

Ich habe die angegebene Menge für den Teig verdoppelt, da Moschinski im Video eine kleine Springform benutzt (leider wird dort die Größe der Springform nicht mit angegeben). Ich denke jedoch die 1,5-fache Menge hätte für meine 26-er Springform vollkommen ausgereicht, da der Boden recht dick war. Für die Füllung habe ich die angegebene Menge verwendet, welche für meine Ansprüche ausreicht, da ich keine üppigen Füllungen mag.

Den Aussagen der Mädels zufolge war der Kuchen richtig lecker. Auch hier zuhause hat er Anhänger gefunden. Wird definitiv in das Repertoire der Grundrezepte aufgenommen!

Und das wurde daraus:

Russischer Zupfkuchen

Zutaten für eine 26-Springform:

Teig

Hinweis: Die Zutaten sollten gut gekühlt sein!

  • 400 g Mehl (ich hatte 1050-er Weizenmehl)
  • ca. 80 g Kakao
  • 1 Pck. Backpulver
  • 1/4 TL Salz
  • 240 g Margarine oder 20 % weniger Sonneblumenöl
  • 180 g Zucker
  • 1 Vanilleschote

Füllung

  • 400 g Sojayoghurt (ich hatte Provamel Vanille)
  • 1 Vanilleschote
  • Saft einer halben Zitrone
  • 60 g Zucker
  • 1 Pck. Vanillepuddingpulver
  • 125 g zerlassene Margarine

Zubereitung des Teiges

Die Springform einfetten.

Alle Zutaten für den Teig zu einem Mürbeteig verkneten und im Anschluß 2/3 des Teiges in eine eingefettete Springform verteilen. Dabei einen ca. 3 cm hohen Rand formen. Die Springform mit dem Teig und den restlichen Teig im Kühlschrank mind. 1 Std. ruhen lassen.

Zubereitung der Füllung

Alle Zutaten im Mixer oder mit dem Püriergerät gut verrühren (es sollte schon eine cremige Konsistenz erreicht sein).

Zubereitung des Kuchens

Ofen auf 160° Umluft vorheizen.

Die „Käse“-Füllung in die Form schütten und aus dem verbliebenen Teig kleine „Brocken“ formen und auf dem Kuchen verteilen.

Anschließend den Kuchen ca. 40 min (bis er oben leicht angebräunt ist) backen. Danach gut auskühlen lassen und am besten über Nacht in den Kühlschrank stellen. Am nächsten Tag ist die Konsistenz perfekt und der Zupfkuchen bereit zum Genießen!

Guten Appetit!

Und so sieht’s innen aus:

Zupfkuchen

Streuselkuchen

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Heute gab es den Streuselkuchen nach einem Rezept aus „Vegan backen“ – wie schon der Getränkte Zitronenkuchen.

Ich habe das Rezept ein wenig verändert und werde es auch in dieser Form hier einstellen. Ein Hefeteig aus reinem Vollkorn (wie im Buch angegeben) hätte man mir hier um die Ohren geschlagen. Der Kuchen war auch in der von mir verharmlosten Form noch recht trocken. Wahrscheinlich habe ich ihn einfach 5 min. zu lange backen lassen…

Mir schmeckte der Streuselkuchen sehr gut – ich muss es nicht zu fettig und süß haben. Allerdings ließen die Begeisterungsstürme eher auf sich warten. Es waren sich jedoch alle einig, dass der Kuchen mit dem selbstgemachten Apfelmus sehr lecker sei :-).

Für Besucher werde ich es zukünftig bei Weizenmehl Typ 550 belassen – sowohl für den Hefeteig als auch für die Streusel und die Backzeit um 5 bis 10 min verringern.

Streuselkuchen

Zutaten für ein Blech:

Hefeteig

  • 200 g Dinkelvollkornmehl
  • 200 g Weizenmehl Typ 1050
  • 250 g Hafermilch, lauwarm
  • 20 g Frischhefe
  • 80 g Rohrohrzucker
  • 50 g Sonnenblumenöl
  • 1 TL gemahlene Vanille
  • 1 TL abgeriebene Zitronenschale
  • 1/4 TL Salz

Streusel

  • 100 g Mandeln, gemahlen
  • 200 g Weizenmehl, Typ 1050
  • 180 g Vollrohrzucker, fein gemahlen
  • 1 Pck. Vanillezucker
  • 2 TL Zimt
  • 1/4 TL Salz
  • 220 g Margarine

Und so wird’s gemacht:

Als erstes – wie immer – das Backblech vorbereiten indem man es einfettet.

Dann geht es an den Hefeteig:

Die beiden Mehle gut vermengen.

Die Frischhefe in etwas Hafermilch auflösen und anschließend mit der restlichen Hafermilch, etwas Zucker und 120 g Mehl zu einem Vorteig anrühren. Der Vorteig wird nun mit etwas Mehl bestäubt und mit einem Küchentuch bedeckt an einen warmen Ort ca. 25 min. zum Aufgehen gestellt (ich nutze hierfür immer den Backofen: Ofen auf 50° 5 min. lang anheizen und ausschalten).

Danach wird das restliche Mehl zum Vorteig hinzugefügt, ebenso wie der restliche Zucker, das Öl, die Gewürze und das Salz. Anschließend den Teig kräftig kneten bis er nicht mehr klebt. Diesen Teig wieder an einem warmen Ort etwa 30 min. gehen lassen (Zeit richtet sich eher nach dem Teig: Volumen sollte sich verdoppeln).

Teig durchkneten und ein letztes Mal ca. 30 min. gehen lassen.

Währenddessen können die Streusel zubereitet werden:

Mandeln, Mehl, Zucker, Vanillezucker, Zimt, Salz und Margarine zu Streuseln kneten und bis zur Verwendung in den Kühlschrank stellen.

Backofen auf 175° vorheizen.

Nachdem der Teig ein letztes Mal aufgegangen ist, kann er auf der bemehlten Arbeitsfläche ausgerollt und anschließend auf das Backblech gelegt werden. Dabei sollte der Teig etwas hochgedrückt werden, so dass ein Rand entsteht.

Danach den Teig mehrmals mit einer Gabel einstechen, etwas Sonnenblumenöl mit einem Pinsel darauf verteilen und die Streusel gleichmäßig verteilen.

Kuchen ca. 25 min. backen – nicht länger, sonst wird er trocken!

Nach dem Backen kurz im Blech auskühlen lassen, danach beliebig teilen und auf einem Gitter auskühlen lassen.

Guten Appetit!

Tipp: Wer den Teig mit Trockenhefe zubereiten möchte, kann ohne Vorteig arbeiten. Das bedeutet, alle Zutaten zu einem Teig verkneten und nur einmal an einem warmen Ort ca. 45 min. gehen lassen (bis er sich verdoppelt hat).

Getränkter Zitronenkuchen

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Ab heute startet mein Projekt: ich koche mich durch die Bücher… Hier stehen so viele Koch- und Backbücher herum, dass ich mich entschlossen habe nacheinander die für mich relevanten Rezepte daraus nachzukochen. Bin mal gespannt wie weit ich komme ohne die Flinte ins Korn zu werfen *g*.

Vegan BackenDieser Kuchen ist ein Exemplar aus dem Backbuch „Vegan backen“ von Angelika Eckstein aus dem Pala-Verlag.

Das Rezept selbst habe ich fast vollständig im Original übernommen. Einzig das Hirsevollkornmehl, den Agavendicksaft zum Süßen und das Sonnenblumenöl habe ich gegen Hirseflocken, Rohrohrzucker und Rapsöl ausgetauscht. Ich erlaube mir nachfolgend das Rezept in meiner Zubereitungsform zu veröffentlichen – natürlich mit Verweis auf das entsprechende Backbuch.

Geschmacksfazit: Der Kuchen schmeckte frisch und in der ungetränkten Variante wirklich lecker! Nach dem Tränken jedoch war er viel zu süß und definitiv zu zitronig. Beim nächsten Mal wird nicht mehr getränkt.

Zutaten für ein Blech:

200 g Dinkelvollkornmehl, fein gemahlen
100 g Hirseflocken
50 g Mandeln, gehackt
3 EL Pfeilwurzmehl
1 Pck. Weinsteinbackpulver
1/2 TL Natron
2 TL abgeriebene Zitronenschale
1/2 TL Meersalz
200 ml Wasser
2 EL Zitronensaft
100 g Rohrohrzucker
90 ml Rapsöl

Für den Sirup zum Tränken des Kuchens:
80 g Zitronensaft
75 g Agavendicksaft

Getränkter ZitronenkuchenUnd so wird’s gemacht:

Alle Zutaten für die Rührmasse sollten Raumtemperatur haben.

Zuerst den Backofen auf 180° (Umluft) vorheizen und das Backblech einfetten.

Alle trockenen Zutaten (Mehl, Hirseflocken, Pfeilwurzmehl, Backpulver, Natron, Zitronenschale, Salz) in einer kleinen Schüssel vermengen.
In einer weiteren Schüssel die Hälfte des Wassers, Zitronensaft, Zucker und Öl verrühren. Im Anschluss die Mehlmischung mit dem Esslöffel zur Ölmischung geben und mit einem Schneebesen zu einer „weichen“ Masse verrühren, die zähflüssig vom Löffel fällt (sollte die Masse zu fest sein, etwas mehr Wasser hinzugeben). Die Masse sollte nicht schaumig geschlagen werden!

Den Teig gleich auf das Backbleck streichen und mit den Mandeln bestreuen.

Den Kuchen ca. 30 min. backen.

Tränken: Den noch heißen Kuchen mit einer Gabel mehrmals einstechen, Zitronensaft mit Agavendicksaft mischen und darüber träufeln. Zwanzig Minuten auf dem Blech einziehen lassen, dann den Kuchen in Stücke schneiden und auf einem Kuchengitter abkühlen lassen.

Guten Appetit!

Marmorkuchen, vegan

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Ich habe mich an einem Marmorkuchen versucht und bin richtig Stolz auf das Ergebnis. Als ich auf vegane Ernährung umgestellt habe, war mein erster Backversuch ebenfalls ein Marmorkuchen, der gründlich in die Hose ging. Ich hatte Sojamilch verwendet und irgendein seltsames Rezept. Das Ergebnis war grauenhaft. Es roch schrecklich nach Sojabohnen (war die Sojamilch von Alnatura, die ich fürchterlich finde), war viel zu klebrig und ist nicht einmal annäherend in die Höhe gegangen.

Danach hatte ich keine Lust mehr auf Marmorkuchen. Jetzt sind meine Backerfahrungen gereift, ich weiß in welchem Verhältnis Flüssigkeit und Bindemittel zum Mehl stehen müssen, habe für mich gelernt Sojamilch weder zum Backen noch zum Kochen zu verwenden, wenn es nicht unbedingt sein muss und kenne nun auch ein paar Tricks um den Kuchen aufgehen zu lassen. Meine Tochter hat sich für gestern nachmittag zum Besuch bei Oma und Opa einen Marmorkuchen gewünscht und ich habe einen erneuten Versuch gewagt.

Das Ergebnis kann sich auf jeden Fall sehen lassen :-).

Marmorkuchen - vegan

Der Kuchen war ratzfatz weg, woraus ich schließe, dass er nicht nur mir geschmeckt hat. Wahrscheinlich kann man die Stärke im Rezept bedenkenlos weglassen (was ich das nächste Mal auch machen werde). Der Kuchen sollte trotzdem genauso gut gelingen.

Wer es lieber vollständig vollwertig mag, kann den Mehltyp 1050 mit 100g Weizenvollkornmehl und 125g Dinkelvollkornmehl austauschen und Datteln anstatt Zucker zum Süßen verwenden. Die Maisstärke dann durch Pfeilwurzmehl oder Johannisbrotkernmehl (ca. 4 EL) austauschen und den Ei-Ersatz vollständig weglassen. Der Kakao sollte in diesem Fall dann auch stark entölt sein.

Hinweis: In diversen Rezepten habe ich gelesen, dass Zutaten für einen Rührteig immer Raumtemperatur haben sollten.

Zutaten für eine Kastenform normaler Größe:

300g Weizenmehl Typ 1050
1 EL Speisestärke (Mais)
120 g Rohrzucker *
250 bis 350 ml Hafermilch
1 Pck. Weinsteinbackpulver
1/2 TL Natron
1 Ei-Ersatz (1 EL Sojamehl auf 2 EL Wasser)
1 Prise Salz
1/2 TL gemahlene Vanille oder 1 Pck. Vanillezucker
80 ml Rapsöl
3 EL Kakao mit 4 EL Wasser verrührt

optional:
1 TL frisch gepresster Zitronensaft
Puderzucker zum Bestäuben

Und so wird’s gemacht:

Kastenform leicht einfetten und mit Mehl bestäuben. Ofen auf 175° (Umluft) vorheizen.

Mehl in eine Schüssel sieben. Natron, Backpulver, Salz und Vanille mit einer Gabel oder einem Schneebesen untermischen.

200 ml des Haferdrinks, Zucker und Öl (ggf. auch den optionalen Zitronensaft) in einer größeren Rührschüssel vermengen. Das Sojamehl im Wasser gut verrühren bis es sich auflöst und zugeben.

Die Mehlmischung nun in kleineren Mengen in die Ölmischung geben und dabei mit einem Schneebesen zügig zu einer geschmeidigen Masse verrühren (ich würde hier nicht auf die Küchenmaschine zurückgreifen, da der Teig ansonsten zu schaumig geschlagen wird). Je nach Bedarf weitere Hafermilch mit dem Esslöffel hinzufügen. Die Masse hat die richtige Konsistenz, wenn sie zähflüssig vom Löffel oder Schneebessen fällt (ich habe gestern nur 250 ml Hafermilch benötigt).

Zwei Drittel des Teiges nun in die Kastenform füllen.

Den angerührten Kakao in den restlichen Teig mischen. Sollte dieser zu zäh werden, etwas mehr Hafermilch hinzufügen.

Den dunklen Teig über den hellen Teig in die Kastenform einfüllen und mit einer Gabel spiralförmig vermengen. Die Oberfläche danach wieder glätten, damit der Teig gleichmäßig verteilt bleibt.

Kuchen ca. 55 min. backen, dann die Stäbchenprobe vornehmen. Sollte er noch nicht fest sein, die Oberfläche aber schon recht dunkel, kann man Alufolie über die Kastenform legen und den Kuchen weiter backen lassen.

Nach dem Backen kurz in der Form abkühlen lassen (ca. 10 min.), dann zur vollständigen Abkühlung auf ein Kuchengitter stürzen.

Nach der Abkühlen kann der Kuchen nach Belieben mit Puderzucker bestäubt werden.

Guten Appetit!

Zubereitungszeit: ca. 30 min.

* Der Kuchen wird mit dieser Menge Zucker nicht sehr süß. Die Zuckermenge kann bis auf 180 g erhöht werden, wer es süßer mag. Noch bessere Alternativen zum Rohrzucker sind natürlich Agavendicksaft (ca. 150 g) oder Reissirup (ca. 180 g). Da wir aber nicht die Rockefellers sind, verzichte ich auf die „gesunde“ Süße im Kuchen :-).

Erdbeerkuchen auf Biskuitboden

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Heute Nachmittag geht’s zum Geburtstag. Natürlich wird da auch der Kuchen nicht fehlen und selbstverständlich muss ich mich selbst verköstigen. Ich habe mich für einen klassischen Erdbeerkuchen entschieden, da gestern spontan Erdbeeren beim Einkauf mit eingepackt wurden.

Das Rezept für den Biskuitteig habe ich mir irgendwo heraus notiert, leider weiß ich nicht mehr genau wo das war. Ich habe lediglich ein wenig Wasser durch 6 EL Mineralwasser ersetzt, damit der Teig etwas „fluffiger“ wird (6 EL Wasser von den 250 ml abgenommen und durch 6 EL Mineralwasser ersetzt).

Den Teig habe ich mit normalen 405-er Mehl gemacht. Ich habe Biskuit vorher noch nicht mit vollerem Mehl gebacken und wollte heute – da ich ihn nicht nur für uns backe – keine Experimente starten. Das nächste Mal probiere ich es mit Typ 1050 Weizenmehl.

Der Kuchen sieht zwar nicht spektakulär schick aus (ich habe schlichtweg nicht die Geduld dazu, die Erdbeeren perfektionistisch anzuordnen und darauf zu achten, dass der Guss nicht an den Rändern verläuft…), aber er soll ja nur gut schmecken und keinen Dekowettbewerb gewinnen :-).

Zutaten für 1 Springform (⌀ 26 cm)

Teig
225 g Mehl
250 ml Wasser, davon 6 EL Mineralwasser
1 Pck. Weinsteinbackpulver (Alnatura)
1 Pck. Vanillezucker (Alnatura)
1 Msp. Vanille, gemahlen (Rapunzel)
6 EL Pflanzenöl
120 g Rohrohrzucker

Puddingbelag
500 g Erdbeeren, geputzt, gewaschen und halbiert
1 Pck. Vanillepuddingpulver (Alnatura)
250 ml Reis- oder Sojamilch
1 EL Rohrohrzucker

Guss
1 Pck. Käthes Bio-Tortenguss (rot)
250 ml kaltes Wasser
1 TL Agavendicksaft

Zubereitung des Biskuits
Backofen auf 180° (Umluft) vorheizen
alle Zutaten vermischen und mit dem Handrührgerät oder der Küchenmaschine zu einem cremigen Teig rühren
Springform ein wenig einfetten
Teig einfüllen und ca. 25 min. backen (Stäbchenprobe!)
abkühlen lassen

Zubereitung der Pudding-/Obstschicht
6 EL der Reis- oder Sojamilch abnehmen und mit dem Puddingpulver anrühren
6 EL der Reis- oder Sojamilch abnehmen, mit dem Puddingpulver und dem Zucker anrühren
die restliche Milch aufkochen, das angerührte Pulver unter Rühren hinzufügen und kurz aufkochen
Pudding vom Herd nehmen und gut abkühlen lassen
sobald der Pudding abgekühlt ist wird er auf dem Biskuitboden verteilt
Erdbeeren nach Belieben darauf verteilen

Zubereitung Tortenguss
Tortenguss in einem Topf mit 250 ml kaltem! Wasser einrühren
mit 1 TL Agavendicksaft süßen
Flüssigkeit unter Rühren aufkochen lassen, vom Herd nehmen und 10 min. abkühlen lassen
nachdem der Guss abgekühlt ist, kann er mit einem Esslöffel auf dem Erdbeerkuchen verteilt werden
abkühlen lassen (mind. 30 min.) – FERTIG!

Austauschtipps

Erdbeeren: Obst nach Belieben
gemahlene Vanille: wird nicht unbedingt benötigt, verleiht dem Boden aber nochmal einen feineren Geschmack; natürlich kann auch das Mark einer Vanilleschote verwendet werden

Hinweis

ich bereite den Biskuit einen Abend vorher zu, dann ist der Kuchen am nächsten Morgen recht schnell fertig zu stellen

Zubereitungszeit: insgesamt ca. 2,5 Stunden (mit Abkühlzeiten und Teig), mit vorbereitetem Teig ca. 1 Std.