Einfache Kartoffelsuppe

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Heute mal wieder ein Rezept. Und zwar ein Lieblingsrezept meiner Tochter – ergo: eine Suppe, die besonders kindgerecht ist.

Es gibt auch nicht viel darüber zu erzählen. Man kann sie pürieren oder auch nicht, man kann noch mehr Gemüse reinwerfen oder es bleiben lassen, man kann sie cremig pürieren oder eher wässrig lassen, Räuchertofu hinzufügen usw… Es ist vielmehr ein einfaches Grundrezept mit Potenzial.

Kartoffelsuppe

Kartoffelsuppe für 3-4 Portionen

  • 6 mittelgroße Kartoffeln, geschält, gewaschen und fein gewürfelt
  • 2 kleine Möhren oder 1 große Möhre, fein gewürfelt
  • 2 Selleriestangen, fein gewürfelt
  • 1 Zwiebel, fein gewürfelt
  • ca. 1,5 l Gemüsebrühe
  • 1 Bund frische Petersilie
  • Salz, Pfeffer, Muskat
  • Hafer-, Soja-, Reis-, Mandel- oder Dinkelsahne
  • 3 EL Olivenöl

Zubereitung

Das Öl in einem hohen Topf erhitzen. Zwiebeln darin glasig andünsten.

Gemüse hinzufügen kurz mit anschwitzen und mit der Gemsüebrühe auffüllen. Kurz aufkochen, Hitze auf niedrige Stufe reduzieren und das Gemüse in ca. 10 min. gar kochen, anschließend pürieren.

Nach dem Pürieren mit Salz, Pfeffer, Muskat und Sahne-Alternative abschmecken. Wenn die Suppe zu dick sein sollte, ruhig etwas Wasser hinzugeben und nochmals aufkochen. Die Sahne allerdings erst danach hinzufügen – nicht mit aufkochen!

Die frische Petersilie unterrühren und mit etwas Petersilie bestreut und Knoblauchbaguette servieren.

Guten Appetit!

 

 

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Mohnstreuselkuchen und Kräutervinaigrette

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Gestern habe ich mal wieder ins Zeug gelegt. Ich habe das 3-Minuten-Dinkelbrot von chefkoch nachgebacken (Fotos folgen), einen Bohnensalat aus bunten Riesenbohnen von Davert gemacht und einen Mohnstreuselkuchen (ebenfalls von Chefkoch) für unsere Stillgruppe, die sich heute wieder trifft. Die Bohnen haben eine Freundin und mich im Bio-Markt so angelacht, dass wir eine Packung mitgenommen und uns diese für einen ersten Versuch geteilt haben.

Mein Problem beim Dinkelbrot: ich hatte zu wenig Dinkelmehl da, so dass ich auf halb Dinkelmehl, halb Weizenvollkornmehl zurückgreifen musste. Das Brot wiegt ne Tonne und wenn man fluffig bevorzugt, dann ähm… ist es eher nichts… Ich finde es gar nicht soooooo übel, aber ja, es ist kein berauschendes Ergebnis. Wenn ich mir die Bilder bei chefkoch so anschaue, dann sehen die schon einladender aus. Vielleicht erspare ich euch meine einfach und ihr stellt euch das Brot so vor, wie auf den Bildern dort abgebildet :-).

Mein Problem beim Bohnensalat: das Rezept für den Salat gab’s gratis auf der Rückseite der Bohnenpackung. Einfach die noch warmen Bohnen in einer Kräuter-Vinaigrette ziehen lassen und warm genießen. Aber die Haut der Bohnen ist so dick und dominant, dass die Vinaigrette rein gar keine Chancen hat den Bohnen geschmacklich Herr zu werden. Auf der Verpackung stand, dass die Bohnen einen maronenähnlichen Geschmack haben und sich besonders gut für Suppen, Pürees und Salate eignen. Sie sind tatsächlich sehr mehlig, dabei aber noch zurückhaltend im Geschmack (ich weiß jetzt nicht, wie ich das besser ausdrücken soll). Aber die Haut! Die Haut ist so zäh! Für Pürees und Suppen wahrscheinlich in der Tat gar nicht so übel (wobei mir auf Anhieb keine Suppe einfällt, die ich damit machen könnte…), aber für Salate, behaupte ich jetzt mal, eher nicht.

Weiteren Rezeptvorschlägen wäre ich sehr aufgeschlossen!

Das ist die Vinaigrette (die sehr lecker war – Rezept folgt weiter unten):

Kräuter-Vinaigrette

Rezept für Kräutervinaigrette

  • 3 EL Apfelessig
  • Saft einer 1/2 Zitrone
  • 4-6 EL Olivenöl
  • je 1/2 TL getrocknete Kräuter: Oregano, Majoran, Basilikum
  • je 1/4 TL getrocknete Kräuter: Thymian, Rosmarin
  • 1 Knoblauchzehe, zerdrückt
  • 1 kleine Zwiebel, gewürfelt
  • 1 EL gehackte Kapern, wer mag
  • etwas Ahornsirup
  • Salz, Pfeffer

Alle Zutaten bis auf Olivenöl kräftig verrühren, das Olivenöl langsam hinzufügen. Anstatt der einzelnen Kräuter könnte man auch TK-Kräuter italienisch oder getrocknete italienische Kräuter verwenden.

Und das ist der Bohnensalat (sieht zwar lecker aus, aber die Bohnen sind ganz schön mächtig…):

Bohnensalat

Jetzt aber zum Rezept mit Gelinggarantie: der Mohnstreuselkuchen aus Hefeteig! Sehr lecker! Mohn enthält ja das zehnfache an Calcium im Vergleich zur Milch und schmeckt uns (meinem Mann und mir) dazu noch hervorragend. Also habe ich im Reformhaus gestern Dampfmohn mitgenommen um einen Mohnstreusel zu backen. Bei Chefkoch bin ich auch gleich fündig geworden.

Und hier das Ergebnis (ich muss mich unbedingt mal mit Food Fotografie auseinandersetzen…)

Mohnstreuselkuchen

Rezept für Mohnstreuselkuchen (leicht angepasst von dieser Chefkoch-Quelle: http://www.chefkoch.de/rezepte/1578831265367612/Mohnkuchen-Mohnstrudel-mit-Streuseln-Hefeteig.html )

Teig

  • 135 ml Reis- oder Sojamilch
  • 2 EL Ahornsirup
  • 18 g frische Hefe
  • 300 g Dinkelmehl, Typ 630
  • 50 g Margarine, zerlassen und auf lauwarm abgekühlt
  • Saft einer 1/2 Zitrone
  • 1 Pck. Vanillezucker
  • 1/4 TL Salz

Reis- oder Sojamilch erwärmen und mit Ahornsirup und Hefer gut verrühren. Die restlichen Zutaten in einer Schüssel gut vermengen, die Milchmischung unterrühren und kräftig zu einem Teig verkneten. Sollte der Teig immernoch zu flüssig sein, etwas mehr Mehl hinzufügen. Er muss irgendwann von alleine die Finger verlassen, dann hat er die richtige Konsistenz :-).

Den Teig zu einer Kugel formen und in eine leicht mit Raps- oder Sonnenblumenöl gefettete Schüssel legen. An einem warmen Ort mit Handtuch bedeckt mind. 1 Std. gehen lassen bzw. bis er sich verdoppelt hat (kann auch etwas länger dauern).

Mohnfüllung

  • 250 g Reis- oder Sojamilch
  • 80 g Roh-Rohrzucker
  • 1 Pck. Vanillezucker
  • 150 g gemahlener Dampfmohn
  • 2 TL Vanillepuddingpulver in etwas Wasser aufgelöst

Die Milch mit Zucker und Vanillezucker aufkochen, Dampfmohn einrühren (Achtung Spritzgefahr!), unter ständigem Rühren kurz ziehen lassen und mit dem Vanillepuddingpulver vermischen. Nochmals ganz kurz aufkochen lassen und zum Abkühlen zur Seite stellen.

Mohnstreuselfüllung

Streusel

  • 80 g Dinkelmehl, Typ 630
  • 4 EL Zucker
  • 40 g Margarine

Aus den Zutaten Streusel herstellen und bis zur Verwendung kühl stellen.

Kuchen zusammenstellen

Ofen auf 160° (Umluft) vorheizen. Das Originalrezept schlägt zwar 185° vor, aber bei meinem Ofen war das wesentlich zu heiß.

Den Teig nochmals kräftig durchkneten, damit die Luft entweichen kann. Auf einer bemehlten Arbeitsfläche ausrollen.

Mohnstreuselteig

Mit der Streuselfüllung bestreichen…

Mohnstreusel befüllt

… und von der kurzen Seite! (nicht wie ich es gemacht habe…) her aufrollen. Mit Streusel bedecken und diese leicht andrücken.

Mohnstreusel fertig gerollt

25-30 Minuten backen. Fertig!

Guten Appetit!

Spaghetti all’Kichererbsenarrabbiata

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Die italienische – und auch die griechische – Küche hat kulinarisch einiges zu bieten. Ich finde kaum mediterrane Rezepte, die sich nicht veganisieren lassen. Und dabei schmecken sie immernoch grandios! So auch dieses hier.

Leckere zornige Nudeln (laut Wiki die Übersetzung für Penne all’arrabbiata), in einer Tomatensauce aus reichlich Chiliflocken, reichlich Knoblauch, Olivenöl und… Kichererbsen. Diese gehören wohl klassischerweise nicht dazu, aber ich finde diese Abwandlung, die ich in der neuesten Ausgabe der Köstlich Vegetarisch entdeckt habe, sehr verlockend. Außerdem muss ich ja als Stillende besonders auf mein Eiweiß achten, da können ein paar Kichererbsen-Eiweißbomben hier und da nicht schaden.

Penne all’arrabbiata ist nicht nur sehr lecker, sondern auch superschnell aufgetischt. Das ist mir in diesem Fall noch wichtiger als sonst, da ich die einzige im Haus bin, die gerne so scharf und dann auch noch Kichererbsen isst. Da darf ein Rezept, das ich speziell nur für mich zubereite nicht viel Aufwand bedeuten – muss ich doch nebenbei die restliche – verwöhnte – Meute bewirten.

Die Zutaten sind fast alle aus der Vorratskammer… (Knoblauch allerdings nicht im Bild)

Zutaten all'Arrabbiata

Ich benutze für scharfe Saucen oder Eintöpfe immer Chiliflocken. Ein Teelöffel ist eine gute Hausnummer, für alle, die gerne scharf essen aber trotzdem noch ohne Angst das stille Örtchen aufsuchen möchten. Natürlich kann man nach Belieben auch frische Chilischoten nehmen. Da kenne ich mich allerdings nicht in der Dosierung aus.

Zutaten für 4 Portionen

  • 300 g Dinkelvollkornspaghetti
  • 1 Dose/Glas Kichererbsen, abgespült und abgetropft
  • 2 Zwiebeln, gewürfelt
  • 3 Knoblauchzehen, gehackt
  • 1 TL Chiliflocken
  • 1 Paprika, grob gewürfelt
  • 1 EL Ahornsirup
  • 2 EL Olivenöl
  • 400 ml Tomatenpassata oder zwei Dosen stückige Tomaten aus der Dose
  • Salz, Pfeffer
  • TK-Petersilie oder 1/2 Bund frische Petersilie, gehackt

Zubereitung

Olivenöl in einer Pfanne erhitzen, Zwiebeln darin glasig andünsten, Knoblauch und Chiliflocken hinzufügen und eine weitere Minute bei mittlerer Hitze anschwitzen. Paprikawürfel einrühren und nochmals 2 min. mitbraten.

Das Gemüse mit Tomatenpassata ablöschen, Kichererbsen, Salz und Pfeffer und Ahornsirup hinzufügen und mit Deckel ca. 15 min. einköcheln lassen.

Spaghetti nach Anweisung zubereiten.

Sauce abschmecken (ein kleiner Schuß dunkler Balsamico macht sich geschmacklich auch gut…) und über die Spaghetti geben. Mit Petersilie und veganem Mandelparmsan bestreut servieren.

Guten Appetit!

Kohlrouladen, 1. Versuch

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Kohlrouladen lernte ich erst kennen, als ich mit meinem Mann zusammen kam. Dort gab es (und gibt es auch heute noch) regelmäßig diese Hausmannskost – allerdings klassisch mit Hackfleisch.

Da Winterzeit auch Kohlzeit bedeutet und ich gerade jetzt ganz fürchterlich nach deftigen Gerichten Verlangen habe, dachte ich mir ich probier‘ das mal aus.

Im Web findet man etliche Ideen für Füllungen: Tofuhack, Grünkern, Dinkel, Fertigmischungen aus Grünkern und/oder Dinkel… Ahhhh, das klingt unaufwendig. Und weil meine Zeit begrenzt ist mit einem Säugling im Arm und ich den Aufwand scheue bei eben dieser begrenzten Zeit, finde ich Fertigmischungen eine gute Idee.

Bei vegan.de bin ich dann über ein Rezept mit der Alnatura-Fertigmischung gestolpert, was ich prinzipiell nachgekocht habe.

Uns hat es geschmeckt, aber wir fanden es nicht ausgesprochen gut. Die Füllung war uns zu fest und insgesamt war das Gericht etwas schwerfällig. Deswegen auch 1. Versuch. Trotzdem, die Idee finden wir klasse, nur die Umsetzung war noch nicht ganz optimal.

Aber mit folgenden Änderungen wird der 2. Versuch ein Renner – da bin ich mir sicher:

  • anstatt der Alnatura-Gemüseburgermischung werde ich die Bauckhof Dinkelburgermischung nehmen. Die essen wir auch als Burger sehr gerne und ich denke, damit fahren wir geschmacklich besser.
  • die Burgerbratlingsmischung werde ich mit mehr Flüssigkeit – so dass ein Brei entsteht – zubereiten, da sie ansonsten beim Schmoren zu grob wird
  • ich werde der Bratlingsmischung ein No-Egg-Ei-Ersatz hinzufügen und hoffe auf etwas mehr Fluffigkeit damit
  • ich werde Wirsing anstatt Weißkohl nehmen. Erstens schmeckt uns Wirsing besser und zweitens ist mir diese Fusselei mit dem Weißkohl zu doof
  • die Bratlingsmischung wird ergänzt durch Zwiebeln, klein geschnippeltes Gemüse, Senf, etwas Tomatenmark, Knoblauch und Paprikapulver
  • ich werde keine Sahne mehr zur Bratsauce hinzufügen – das hat dem Ganzen noch die Krone aufgesetzt an Deftigkeit…

Hier trotzdem das Foto des 1. Versuches. Fortsetzung folgt…

Zutaten für 4 Personen

  • ein Weißkohlkopf
  • 1 Pck. Gemüseburgermischung (wir hatten Alnatura)
  • 1/2 Block Räuchertofu
  • 1 Möhre
  • etwas Hafersahne
  • 1 EL Gemüsebrühe
  • Salz, Pfeffer
  • 1 EL Tomatenmark für die Sauce (optional)
  • etwas Öl zum Anbraten
  • ggf. ein Bindemittel für die Sauce, z.B. Guakernmeh, Reismehl o.Ä.

Zubereitung

Die obere Blätterschicht des Weißkohls entfernen. Einen großen Topf mit ca. 300 ml Wasser aufkochen, Weißkohl im Ganzen in den Topf setzen, Hitze herunter drehen (mittlere Hitze) und ca. 15 min. garen lassen. Zwischenzeitlich immer mal drehen, damit alles gleichmäßig gar wird. Der Kohl sollte aber nicht weich werden! Nur so, dass sich die Blätter gut entfernen lassen, dabei aber nicht einreißen.

Blanchierwasser aufbewahren!

Eine größere Schüssel mit eiskaltem Wasser bereit stellen. Sobald der Kohl fertig ist, den Strunk herausschneiden und die Blätter vorsichtig von oben herab (also nicht vom Strunk) runterrollen und lösen. Im Anschluß gleich ins kalte Wasser werfen. Es werden ca. 16 Kohlblätter für doppelwandige Kohlrouladen benötigt. Ansonsten reichen natürlich ca. 8 größere Blätter auch.

Den Rest des Kohls klein schnippeln und ebenfalls garen. Dieser wird für die Füllung mit verwendet.

Gemüsbratlingsmischung nach Anweisung zubereiten (siehe meine Änderungshinweise – ich würde ungefähr nochmal 1/4 l mehr Flüssigkeit nehmen um die Mischung geschmeidiger zu machen). Die restlichen Kohlschnippsel einrühren.

Räuchertofu und Möhren klein schnippeln. Kohlrouladen mit der Mischung belegen und von der Strunkseite her aufrollen, dabei die Seiten einklappen. Irgendwie befestigen – ich habe ein paar mit diesen Rouladennadeln zugesteckt und ein paar zum Test einfach an der Unterseite mit der Masse zugeklebt. Funktioniert auch einwandfrei.

Öl in einem hohen Topf erhitzen, Rouladen, Tofu und Möhren darin anbraten bis die Rouladen gut gebräunt sind. Mit dem Blanchierwasser auffüllen (ca. 1 Liter) und die Gemüsebrühe einrühren (kann man natürlich auch vorher schon im Blanchierwasser auflösen). Je nach Wunschkonsistenz 1/2 bis 1 Std. bei geringer Hitze zugedeckt schmoren lassen.

Kohlrouladen herausnehmen und den Bratensatz mit etwas Tomatenmark anschwitzen. Ca. 100 ml Hafersahne einrühren (kann man auch lassen) mit Salz und Pfeffer abschmecken. Wenn Tomatenmark und Hafersahne verwendet werden, benötigt es kein weiteres Bindemittel. Ansonsten mit etwas Reis- oder Maismehl die Sauce andicken.

Kohlrouladen nochmals mit der Sauce aufwärmen und klassisch mit Salzkartoffeln und Rotkohl servieren. Dazu passt auch noch sehr gut ein Feldsalat.

Guten Appetit!

Einfacher Apfelkuchen

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Braucht jemand ein Rezept für einen blitzschnell zubereiteten Apfelkuchen? Hier ist eins. Aus dem wundervollen Backbuch „The Joy of Vegan Baking“ geklaut und etwas angepasst. Sehr einfach, sehr lecker! Der Kuchen wurde diese Woche schon wiederholt aufgetischt, weil er 1. eben so leicht zuzubereiten ist und 2. gleich verschlemmt wurde.

Wie so oft, habe ich auch dieses Rezept leicht angepasst. Die Zuckermenge habe ich reduziert und etwas Ahornsirup hinzugefügt. Ich finde der Sirup harmoniert perfekt mit den Äpfeln und gibt dem Kuchen das gewisse „Etwas“. Zudem mache ich beim Mehl halb/halb: halb 1050-er Weizenmehl halb Vollkornweizenmehl. Das macht den Kuchen nicht so schwer und trotzdem vollwertiger.

Kleiner Hinweis: die Mengenangaben für den Teig ergeben in einer 26-er Springform einen recht dünnen Boden. Wer etwas mehr Teig mag, nimmt entweder eine 23-er Springform oder, falls nicht zur Hand, nochmal die Hälfte von den Teigzutaten zusätzlich (nicht verdoppeln, das wird zuviel).

Verfeinern lässt sich der Kuchen noch mit ein paar Mandelsplitter- oder blättchen. Hatte ich leider beide Male nicht zur Hand, aber ist für’s nächste Mal notiert! 🙂

Und während ich backte, entspannte sich der kleine Mann auf meinem Rücken sichtlich…

Rezept für eine 26-er Springform (adaptiert von The Joy of Vegan Baking)

Teig

  • 3 Äpfel (süß-säuerlich), geviertelt, entkernt und in feine Scheiben geschnitten
  • 120 g vegane Butter (Alsan) *1
  • ca. 40 Ahornsirup (Grad C)
  • ca. 80 g Vollrohrzucker *2
  • 120 g Apfelmus (ungesüßt)
  • 1 Pck. Vanillezucker
  • ca. 30 ml (oder 2 EL) Mandel-, Reis-, Hafer- oder Sojamilch (ich bevorzuge für diesen Kuchen Mandelmilch)
  • 90 g Weizenmehl 1050, gesiebt
  • 90 g Weizenvollkornmehl, gesiebt
  • 1 Pck. Weinsteinbackpulver

Belag

  • ca. 40 g brauner Zucker *3
  • 1/2 TL Zimt
  • 1 Prise gemahlener Ingwer
  • optional (aber irgendwie auch nicht…): 100 g Mandelsplitter- oder blättchen

Zubereitung

Ofen auf 180° Umluft vorheizen lassen und eine Springform einfetten.

Im Buch wird empfohlen die Apfelscheiben vorher in etwas Wasser aufzukochen bis sie etwas weich sind (nicht matschig). Ich überspringe diesen Schritt immer. Aber wer mag, darf das natürlich vorher gerne ausführen.

Mit einem Handrührgerät den Zucker und die Margarine schaumig schlagen. Und mit schaumig meine ich wirklich schaumig! Ich mache das ca. 8 min. lang. So bekommt man viel Luft in das Gemisch, was für die Fluffigkeit im Kuchen sorgt. Ist nicht ganz unwichtig, zumal Vollkornmehl einen ziemlich deftigen Teig macht.

Anschließend Apfelmus, Ahornsirup „Milch“ und Vanillezucker hinzufügen und wieder gut schlagen (ca. 3min.).

Mehl und Backpulver in einer kleinen Schüssel vermengen und zu den feuchten Zutaten geben. Jetzt nicht mehr mit dem Handrührgerät arbeiten, sondern am besten mit einem Holzlöffel bis die Zutaten gerade miteinander vermengt sind. Nicht zu lange rühren!

Teig in die Springform einfüllen und glatt streichen. Apfelscheiben darauf verteilen.

Belagzutaten miteinander vermischen und über den Kuchen streuen.

Im Ofen ca. 40 min. backen bzw. nach 30 min. mal ein Holzstäbchentest durchführen.

Oder mit etwas Kokos“sahne“:

Guten Appetit!

*<sup>1</sup> Man könnte sicherlich auch Öl substituieren (dann aber 20% weniger!). Der Kuchen wird dann aber nicht so locker!

*<sup>2</sup> Natürlich funktioniert auch normaler Zucker bzw. Roh-Rohrzucker

*<sup>2</sup> Vollrohrzucker tut’s auch, allerdings passt der braune Zucker einfach als Belag wunderbar.

Rahmwirsing mit Salzkartoffeln

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Winterzeit ist Kohlzeit! Wenn es um’s Essen geht, kann es gar nicht winterlich genug werden, finde ich. Ich liebe deftig und ich liebe Kohl. Deftige Eintöpfe, deftige Gerichte, eine Küche, die nach Kohl und Keksen riecht, wenn es draußen kalt und neblig ist… Hmm… 🙂

Wirsing bekommt man ja im Moment hinterher geschmissen. Was mir besonders daran gefällt ist die Tatsache, dass man Kohl sehr gut draußen lagern kann. Also habe ich mir gleich ein paar Köpfe mitgenommen. Für Rahmwirsing, für Wirsingeintöpfe und für sonstige noch nicht ausgedachte leckere Sachen.

Rahmwirsing zuzubereiten ist denkbar einfach und benötigt keine genauen Mengenangaben: gute zwei bis drei Zwiebeln in einer hohen Pfanne anbraten (halbiert und in dünne Scheiben geschnitten), den in Streifen geschnittenen Wirsing hinterher und eine ganze Weile anbraten. Ich warte ab, bis er anfängt zu bräunen. Dann kommt man aromatisch auf volle Kosten. Wenn der Wirsing gut angebraten ist, Hitze runter drehen und eine Packung Hafer- oder Dinkelsahne (Dinkelsahne passt in diesem Fall besonders gut) einrühren, etwas Wasser hinzugeben, einen Esslöffel Gemüsebrühe, etwas Muskat und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Um der Deftigkeit noch eins drauf zu setzen, habe ich in einer zweiten Pfanne etwas Räuchertofu angebraten und zum Schluss dem Wirsing hinzugefügt. Dazu noch Salzkartoffeln und fertig ist das schnelle, leckere und absolut wintertaugliche Wirsinggericht!

Kleiner Tip: um unangenehmen Blähungen aus dem Weg zu gehen, etwas Kümmel oder Fenchelsamen mit in den Topf werfen. Wenn man mag. Meins ist das nicht…

Guten Appetit!

Donauwelle – vegan

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Letzte Woche hieß es mal wieder: Kuchen essen bei den Schwiegereltern. Das ist für mich mittlerweile aber gar kein Problem mehr! Völlig selbstlos opfere ich mich immer den benötigten Gaumenschmaus zur Verfügung zu stellen. Allerdings muss ich dabei beachten, dass ich keine Experimente durchführe, denn die gehen – gerade beim Backen – bei mir öfter mal in die Hose…

Die Kuchen, die immer gut ankommen und vor allem auch gelingen sind Marmor-, Apfel- und Russischer Zupfkuchen. Alles Klassiker, die auch in der von mir zur Verfügung gestellten veganen Version immer mit Begeisterung verschlungen werden. Doch letztes Mal hatte ich Lust auf einen neuen veganisierten Klassiker: die Donauwelle. Ich habe Donauwelle wirklich gerne gegessen und wahrscheinlich ist das auch der Grund warum ich mich bisher nicht in der Lage sah ihn nachzubacken. Die Enttäuschung wäre recht groß, wenn’s nicht wirklich nach dem Original schmeckt. Trotzdem, Kopf hoch, und probieren. Die Rezepte im WWW versprechen durchweg 90-100 % Geschmacksgleichheit.

Und tatsächlich, die Donauwelle war grandios. Ich habe kaum den Unterschied zur „normalen“ Version feststellen können – klar, die Creme ist etwas anders, aber nicht schlechter! Ansonsten, was den Boden, die Kirschen und die Schokolade obendrauf in ihrer Kombination zueiander betrifft, steht die vegane Donauwelle der nichtveganen Version in nichts nach. Definitiv ein Klassiker, den ich ins Standard-Backprogramm aufnehmen werde! Selbstverständlich nichts für die gute Figur aber auf jeden Fall gut für’s vegane Image!

Mein Rezept ist fast vollständig von Veganpassion übernommen – vielen Dank an dieser Stelle für das gelungene Rezept! Nur die Creme habe ich verändert (ich kann das Zeug im Bewusstsein über diese Menge Margarine nicht essen… also wird die Margarine bis auf ein klein wenig für die „Creme“ weggeleassen und im Teig die Zuckermenge halbiert).

Der Kuchen ist nicht schwierig in der Zubereitung, benötigt aber etwas Zeit. Also am besten einen Tag vorher anfangen und über Nacht im Kühlschrank auskühlen lassen (oder an einem anderen kühlen Ort). Dann schmeckt er nochmal so gut.

Donauwelle vegan

Zutaten für 1 Blech

Teig

  • 500 g Mehl (Typ 1050 in meinem Fall)
  • 150 g Rohrohrzucker
  • 1 Pck. Backpulver
  • 1 Pck. Vanillezucker
  • 1/2 TL gemahlene Vanille oder 1 Pck. Vanillezucker mehr
  • 1 TL Natron
  • 250 g Margarine
  • 180 ml Sojamilch oder Reismilch oder sonstige Milchalternative
  • 100 ml Sprudel
  • 3-4 EL Kakao (in meinem Fall von Alnatura)
  • 2 Gläser Sauerkirschen bzw. Schattenmorellen

Zubereitung

Ofen auf 160° vorheizen. Backblech mit Backpapier auslegen oder einfetten.

Für den Teig Mehl, Backpulver, Natron, Vanillezucker und Vanille in einer großen Schüssel vermengen. Anschließend die Margarine und 170 ml von der Milchalternative hinzugeben und auf kleinster Stufe mit dem Handrührgerät rühren. Nach und nach den Sprudel hinzugießen und weiter rühren. Der Teig sollte nicht überrührt werden, dann wird er zu fest, aber auch nicht voller Mehlklumpen sein.

Die Hälfte der Teigmasse auf dem Backblech gleichmäßig verteilen.

Der Rest des Teiges wird mit dem Kakao und den restlichen 10 ml Sprudel angerührt und vorsichtig auf den hellen Teig gestrichen. Zuletzt werden die abgetropften Kirschen auf dem Teig verteilt und mit einer Gabel oder einem Löffel eingedrückt.

Den Teig 35 min. im Ofen backen (Stäbchentest! Backzeiten variieren je nach Backofen und Heiztechnik). Danach gut auskühlen lassen! (ca. 2 Std.)

Füllung

  • 1 Pck. Vanillepuddingpulver (wieder Alnatura)
  • 500 ml Reismilch (hier empfehle ich dringend Reismilch, da ansonsten die Sojabohnen geschmacklich überwiegen könnten)
  • 3 EL Rohrohrucker
  • etwa 2 EL Margarine

Zubereitung

Den Pudding nach Anweisung kochen und etwas auskühlen lassen (ab und zu umrühren). Dann die 2 EL Margarine einrühren, damit der Pudding eine cremeähnliche Konsistenz erhält.

Anschließend die Füllung auf den ausgekühlten Kuchenboden verteilen und wieder abkühlen lassen (wieder ca. 2 Std. im Kühlschrank).

Schokoladenglasur

  • 300 g vegane Zart- oder Halbbitterschokoladenkuvertüre
  • etwas Kokosöl oder sonstiges neutrales Öl

Zubereitung

Die Kuvertüre über heißem Wasser mit etwas Öl schmelzen lassen und möglichst gleichmäßig auf dem Kuchen verteilen. Wieder abkühlen lassen – am besten über Nacht im Kühlschrank.

Guten Appetit!