Vegan zur Schule

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Ferienende

Es ist soweit: die Schule hat angefangen! Angesichts der Tatsache, dass ich im November wieder mit der Arbeit beginne, heißt es für mich planen, planen, planen… Nicht nur die Unterbringung und Abholung der Kinder von Tagesmutter und Schule, sondern vor allem auch das Essen. Zoe ernährt sich mittlerweile ebenfalls vegan (bis auf einige wenige Ausnahmen), was in der Schule natürlich problematisch sein könnte, wenn wir uns auf das Essen verlassen, das dort angeboten wird. Es wird zwar auch vegetarisches Mittagessen für die Kinder angeboten, aber ich bin mir sicher, dass es nicht meinen Vorstellungen einer ausgewogenen Ernährung entgegen kommt. Erschwerend hinzu kommt, dass die Cars-liebende-Spiderman-Essens-Prinzessin ja eher zu den schwierigen verwöhnten vorsichtigen Esser/innen gehört.

Es liegt also an mir meiner Tochter leckeres veganes und dabei ausgewogenes Schulessen zuzubereiten. Eine gute Faustregel zur Zubereitung dafür ist überwiegend Gemüse einzupacken, ein bis zwei Portionen Obst, Proteine und gesunde Fette nicht vergessen und natürlich energieliefernde Kohlenhydrate.

Zoe hat sich für den Schulanfang eine coole Brotdose gewünscht. Also habe ich mich mit ihr an den Computer gesetzt und bei bentoshop.de eine coole Totenkopf-Bento-Box gekauft, die auch noch Besteck enthält.

Bento Box

Im obersten Fach befinden sich Löffel und Gabel, darunter ist ein größeres Fach mit einem Teiler und ganz unten noch ein kleineres Fach für Brote oder flache Sachen (klingt irgendwie flapsig…).

Bento Box offen

Es ist Kunststoff, ich weiß, aber ich finde nichts Vergleichbares in Edelstahl. Es gibt zwar Brotdosen mit bis zu vier Fächern, aber es fehlt Besteck und für den Schulranzen sind diese einfach zu sperrig. Diese hier ist genau richtig und kann gut im Ranzen verstaut werden.

Nichtsdestotrotz habe ich ihr und uns (meinem Mann und mir) eine Laptop-Lunchbox aus den USA bestellt mit einer kleinen Suppenthermoskanne. Die sind meiner Meinung nach unschlagbar praktisch und darin kann ich tatsächlich ein ganzes Mittagessen unterbringen und eine entsprechende „Laptop-Tasche“ ist gleich mit dabei.

Berry Laptop Bento

Folgende Ideen zum Inhalt habe ich mir bis heute zusammengestellt (dies ist natürlich eine sehr individuelle Zusammenstellung für Zoe; viele Rezepte sind noch nicht erprobt, aber entsprechend mit einer Rezept-Quelle vermerkt – sofern vorhanden):

Herzhaft

  • Hirse mit Gemüse (Brokkoli, Erbsen/Mais) und Hefeflocken zum Würzen im Döschen
  • Nudeln (Variationen: mal bunte, mal Vollkorn, mal helle…) mit Pesto und Gemüse (Brokkoli/Spinat/Erbsen, Mais/Tomatenstückchen)
  • Brotfiguren mit Veggieaufschnitt
  • Vollkornnudeln mit Hefeflocken
  • Petite Pasta Salad
  • Kartoffelsalat (Mayo, Erbsen Mais, eingelegte Gurken)
  • Polenta Fries mit BBQ-Sauce (Lunchboxbuch)
  • Süßkartoffelpommes??? Rezept
  • Tofusalat, Kichererbsensalat, Kidneybohnensalat
  • Tofu Fingers ( VegWeb )
  • Seitan „Chicken“ (VegWeb)
  • Burger in Pitabrot (Vollkorn Pita)
  • Veggie Schinken (La Dolce Vegan!) auf Brot mit Mayo
  • Linseneintopf
  • Vollkorntoast/-brot mit Pappucini

Salate/Rohkost

  • Karottensalat (mit Cashewmayo, Mayo oder Zitronen/Öl-Dressing und Hanföl)
  • Kartoffelsalat (mit Mayo oder Essig/Öl & Räuchertofu)
  • Nudelsalat mit Kidneybohnen
  • Cole Slaw
  • Kohlrabisalat
  • Blattsalate mit Salatkernmix, Avocado und Vinaigrette
  • (Mini)Tomaten, Gurken, Karotten, Paprika, Radieschen, Kohlrabisticks
  • Bohnensalat aus grünen Bohnen

Gemüse zum Dippen oder pur

  • Mais, Erbsen zum Knabbern
  • Rosenkohl
  • grüne Bohnen oder Zuckerschoten
  • knackig gedünsteter Brokkoli oder Blumenkohl

Dips zu Rohkost

Süßes

Nüsse/Snacks

Thermobehälter

  • Bohneneintopf (eine Art Chili)
  • Refried Beans mit Tofuhack und Guacamole
  • Türkische Linsensuppe
  • Nudelsuppe
  • Kartoffelsuppe
  • Herzhafte Schälerbsensuppe

Organisation

Ich werde mir demnächst verschiedene Lunchbox-Zusammenstellungen notieren, die ich aufteile in „Gut vorzubereiten“ und „Wenn’s schnell gehen muss“ – vielleicht auch „Besondere Anlässe“ (Geburtstage, Weihnachten, Ostern…) und Wochenpläne erstellen, die natürlich flexibel bleiben sollen, mir aber als Orientierung dienen. Diverse Gerichte werde ich dann am WE bzw. Sonntags vorbereiten und andere immer mal wieder und einfrieren (z.B. Waffeln, Kekse, Suppen…).

Ich koche zwar ziemlich alles von Grund auf aus Überzeugung selbst, es wird allerdings Tage geben, da muss es schnell gehen und ich habe nichts vorbereitet. Für diesen Fall habe ich immer ungesüßte Bio-Obstkonserven (im Glas natürlich), Aufschnitte für schnelle Sandwiches und auch ein paar Kekse im Vorrat.

Dieser Beitrag wird stetig ergänzt!

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Kinderrezept: Kartoffelecken mit Tomaten-Gurken-Salat und pink Sauce und Avocadorezepte

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Kartoffelecken

Nicht spektakulär, aber lecker und sehr beliebt bei Kindern. Kartoffelecken eignen sich auch gut für eine Geburtstagsparty oder als Mittagessen für Besuchskinder (wenn man auf der sicheren Seite sein will…).

Für die Kartoffelecken braucht man (für 2 Erwachsene und 1 Kind):

  • 1 – 1,5 kg Bio-Kartoffeln, in Wedges geschnitten mit Schale
  • 5-6 EL Olivenöl
  • 1 TL Paprikapulver
  • 1 TL Kräutersalz
  • 1 TL getrocknete Kräuter nach Belieben (ich verwende immer Kräuter der Provence)

Aus Öl, Paprikapulver, Salz, Pfeffer und Kräutern eine Marinade zu bereiten, die Kartoffeln darin gut schwenken und anschließend auf ein mit Folie belegtes Blech legen.

Im vorgeheizten Ofen bei 180° ca. 30 min.  backen, anschließend noch ein paar Minuten auf Grill umschalten, damit die Kruste schön knusprig wird (Achtung! Bitte beim Ofen bleiben, die Wedges verbrennen unter dem Grill sehr schnell!). Ich wende die Kartoffelecken nach der Hälfte der Zeit.

Tomaten-Gurken-Salat:

  • 4-5 Tomaten, geviertelt
  • 1 Gurke, in beliebige Stücke oder Scheiben geschnitten
  • 1 Zwiebel, in dicke Ringe

Dressing:

  • 2 EL Balsamico, dunkel
  • 1 TL Senf
  • 1/2 TL TK-Basilikum
  • Salz, Pfeffer und Agavendicksaft nach Geschmack
  • 2-3 EL Öl

Dressing zubereiten und mit dem Gemüse gut vermengen. Ziehen lassen bis die Kartoffelecken fertig sind.

Pink Sauce

Ketchup und vegane Mayo verrührt. (Das Foto zeigt meinen Teller, bei dem ich die Komponenten nicht ordentlich verrührt habe :-))

Jetzt zu den Avocados:

Ich bin letztens über einen Blogpost gestolpert, der mich hat stutzen lassen: ein No Bake Avocado Lime Pie von Live.Learn.Love.Eat. Das Teil sieht ziemlich lecker aus und die Kinder sind wohl überzeugt davon. Ich bin immer auf der Suche nach solchen gesunden Dessertrezepten für Kinder. Und im Blogtext steckt ein weiterer Link zu einem überzeugend gut aussehendem Chocolate Pudding, ebenfalls aus Avocado.

Ich muss Avocado zwar nicht verstecken hier, da sie ein beliebter Brotbelag ist, aber für neue Ideen als Verwendung im Dessert bin ich natürlich sofort aufgeschlossen! Auf meiner Suche nach weiteren Rezepten bin ich noch ein bisschen mehr fündig geworden (es gibt ja zigtausend Rezepte für die folgenden Desserts mit Avocado…)

Den Lime Pie habe ich auch bei Vegan Yum Yum gefunden. Ein Kochbuch, das mir noch in meiner Sammlung fehlt, aber ich denke, nicht mehr lange :-). Bei Vegan Yum Yum findet man auch Avocado Lime Tea Cookies.

Mal sehen, ob ich heute dazu komme, den Lime Pie auszuprobieren…

Cookbook-Challenge: Jay-Lo’s Fried „Chicken“ (LDV), Mandelmayo und Reste-Pita

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Faux Chicken La Dolce Vegan

Das beste zuerst: dieses „Chicken“-Seitan-Rezept aus La Dolce Vegan! (LDV) ist der Hammer! Ich hatte leider nur die im Buch angegebene Menge gemacht – im Hinterkopf behaltend es könnte, wie so oft bei den Seitan-Sachen, nicht schmecken – und habe es wirklich bereut! Davon hätte ich locker die dreifache Menge zubereiten können und wir hätten alles verschlungen…

Bisher konnte ich mit Seitan nicht allzu viel anfangen. Den gekauften Seitan finde ich 1. zu teuer und 2. überhaupt nicht sonderlich schmackhaft, was wohl an der Marinade bzw. Brühe liegt. Mit diesem Rezept aus La Dolce Vegan! liebäugele ich schon seit ich das Buch besitze – also ca. 1 Jahr. Wie konnte ich nur so lange warten???

Leider bin ich nicht dazu gekommen die Jay-Lo-Variante aus dem Buch zu fotografieren (das oben ist das Faux Chicken Rezept, es gibt allerdings ein weiteres Rezept, das dieses Faux Chicken verwendet). Ich hatte das Fake Fleisch zu Freunden mitgenommen um es gemeinsam zu probieren und hatte keine Kamera dabei. Wir haben Bohnensalat aus grünen Bohnen, Brötchen und Tofuwürstchen von Wheaty dazu gegessen.

Den Seitan habe ich mithilfe des Seitanpulvers von alles-vegetarisch.de hergestellt. Es ist wirklich extrem einfach: Pulver und Wasser zu gleichen Teilen vermischen und gut 5 min. kneten. Man kann an dieser Stelle schon Gewürze mit vermengen. Habe ich allerdings nicht gemacht, weil ich mich streng an das Rezept halten wollte :-).

Die Brühe, in der der Seitan dann gekocht wird besteht aus Wasser, Sojasauce, Hefeflocken, getrocknetem Thymian, getrocknetem Salbei, Zwiebelpulver, etwas Pfeffer und ich habe zusätzlich noch etwas Chicken-Seasoning aus dem Asialaden dazu gegeben. Dafür fehlten mir die Selleriesamen, die im Rezept angegeben werden.

Die Brühe selbst war schon extrem lecker, aber die Seitanstücke, die darin gekocht wurden bis die Brühe vollständig reduziert ist, sind wirklich klasse. Im Rezept steht noch der Hinweis, für bissfesteren Seitan die Stückchen zusätzlich nach dem Kochen im Backofen eine halbe Stunde zu backen. Das habe ich ebenfalls gemacht.

Nebenbei erwähnt: wer ein tolles veganes Kochbuch mit einfachen, leckeren und schnellen Rezepten sucht (und ein bisschen Englisch beherrscht – ich übersetze aber auch gerne!), der sollte sich La Dolce Vegan! anschaffen. Es lohnt sich!

Fake Chicken 2

Was hervorragend zum Jay-Lo-Fried Chicken passen würde wäre eine Art Cole-Slaw oder auch dieser Karotten-Mais-Salat mit Mandelmayo.

Mandelmayo

Die Mandelmayo habe ich nach einem Rezept von vegan&roh zubereitet, allerdings wurde es bei mir überhaupt nichts. Sie ist nicht annähernd fest geworden. Ich werde mich zukünftig an mein bewährtes Rezept halten: 4 EL Mandelmus mit 4 EL Wasser, 1/2 bis 1 TL Kräutersalz, 1 EL Zitronensaft und etwas Pfeffer pürieren und mit ca. 1 Tasse neutralem Öl emulgieren lassen über den Pürierstab. Das ist noch nie schief gegangen.

Wenn die Mayo fertig ist wird sie für den Salat mit 1-2 EL Apfelessig (heller Balsamico funktioniert auch gut) und etwas Agavendicksaft aufgepeppt und mit dem Karotten-Mais-Gemisch vermengt. Natürlich kann auch fertige vegane Mayo oder selbstgemachte Sojamayo verwendet werden. Als Grundlage funktioniert eigentlich jede Mayo. Aber diese Mandelmayo-Variante ist absolut kindertauglich!

Ein tolles Resteessen ist Pitabrot mit übrig gebliebenem (Pseudo)Getreidesalat! Ich hatte vor ein paar Tagen noch einiges an Hirse-Tex-Mex übrig und hatte keine Lust mehr darauf als Beilage zum Abendbrot. Also habe ich mir eine Schüssel Hummus nach Mamma Peas Rezept aus Peas & Thank You gemacht, Pitabrot im Ofen aufgewärmt und den Hirsesalat als Füllung verwendet. Sehr lecker, sehr schnell und eine optimale Resteverwertung! Bis auf die Tatsache, dass ich dann einen Haufen Hummus im Kühlschrank hatte…

Restepita

Das unten abgebildete Pitabrot habe ich im Füllhorn in Weingarten gefunden. Unser Füllhorn vor Ort bietet ein anderes an, das leider nicht vegan ist. Ich werde mal anfragen, ob sie es aufnehmen können.

Pita

Ich könnte mir auch gut den „Chicken“-Seitan von oben als Füllung im Pita vorstellen…

Knödel mit veganer Bratensauce und Tex-Mex-Hirse-Salat

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Hin und wieder packt uns das Verlangen nach einem deftigen Sonntagsessen. Meistens mache ich dann eine Grünkernbolognese oder einen Bohneneintopf, aber manchmal dürfen es auch schnelle Fertigknödel mit einer leckeren Bratensauce sein. So wie gestern.

Knödel

Die Knödel sind die Gut & Gerne Knödel von Edeka, die ich für ein schnelles Essen immer im Schrank habe. Ich muss gestehen, dass ich selten Kartoffelknödel von Grund auf zubereite, einfach weil mir die Zeit dazu fehlt. Wenn der Kleine mal etwas älter ist, wird sich das sicher wieder ändern…

Der eigentliche Star aber ist natürlich die Bratensauce. Sie ist so einfach und so variabel! Manchmal mache ich sie nur mit Pilzen, ein anderes zusätzlich noch mit Zucchini, Karotten und Sellerie und wieder ein anderes Mal mit roten Linsen. Egal wie, sie schmeckt immer lecker!

Was braucht man dafür?

  • ca. 200 g Champignons, in Scheiben (ich verwende immer braune, aber ich denke, es ist egal)
  • 1 große Zwiebel, fein gewürfelt
  • optional: 1 kleine Zucchini, fein gewürfelt
  • optional: 1 Karotte, fein gewürfelt
  • optional: 1 Stück Knollensellerie, fein gewürfelt
  • 2 EL Tomatenmark
  • Sojasauce (ca. 50 ml)
  • etwas Agavendicksaft
  • etwas Grill- und Pfannengewürz
  • ca. 200 ml Wasser
  • Bratöl
  • Salz, Pfeffer zum Würzen

Das wichtigste bei der Zubereitung ist das Timing!

Zuerst die Champignons bei höchster Hitze stark anbraten (ich salze sie auch gleich, dann habe ich kein Wasser in der Pfanne). Die Champignons sollten gut braun werden, also anrösten, aber nicht zu dunkel. Anschließend die Zwiebelwürfel und ggf. das restliche Gemüse hinzugeben, die Hitze etwas reduzieren und ebenfalls stark anbraten lassen – ca. 3 min. Als letztes Tomatenmark und Pfannengewürz einrühren und eine weitere Minute anschwitzen.

Bratensauce 1

Als nächstes wird mit Sojasauce abgelöscht und mit Wasser aufgefüllt. Danach lässt man die Sauce bei mittlerer Hitze so weit wie gewünscht einreduzieren. Den Geschmack mit etwas Agavendicksaft abrunden und abschmecken.

Wollte (mir kam gerade spontan „wöllte“ in den Sinn, hier eine amüsante Kolumne von Sebastian Sick dazu :-): Wenn man könnte, wie man wöllte) man die Sauce mit Linsen zubereiten, so wäre das der richtige Zeitpunkt um ca 1/2 Tasse rote Linsen einzurühren und mitkochen zu lassen. Allerdings muss dann die Wassermenge angepasst werden auf mindestens 1/2 Liter.

Achtung: Nicht zu sehr einkochen lassen! Die Bratensauce dickt auch nach dem Kochprozess weiter an!

Bratensauce 2

Kindertipp: die fertige Sauce durch ein Sieb pressen, so schwimmen keine unerwünschten Stückchen herum :-).

Wenn man nicht schon die Sauce mit Linsen zubereitet, kann man Linsenbratlinge und als Gemüse gedämpften Brokkoli oder Blumenkohl dazu reichen. Sehr lecker, sehr kindgerecht!

Dann gab es abends noch einen Tex-Mex-Hirse-Salat, den ich nach diesem Rezept zubereitet habe.

Hirse Tex Mex Salat

Für alle diejenigen, die jetzt keine Lust haben eine neue Seite aufzurufen (:-)): der Salat enthält gekochte Hirse, Mais, Kidneybohnen, Avocadostücke, Paprika und Tomaten (Zwiebeln und Petersilie gibt’s extra dazu). Das Dressing besteht aus Zitronensaft, Olivenöl, Kreuzkümmel, Salz, Pfeffer und Agavendicksaft.

Hirsesalat

Ich vermute es lag an der Hirse (im Original verwendet das Rezept Quinoa, welches aber nicht für Kinder unter zwei Jahren geeignet ist), aber das Dressing war lange nicht stark genug für diesen Salat. Ich habe zusätzlich noch drei Esslöffel Rotweinessig eingerührt und trotzdem hat’s nach wenig geschmeckt. Noch Knoblauch, etwas Tabasco und wesentlich mehr Essig und das Dressing ist perfekt!

Zoe hat ihren Tex-Mex-Salat zu Avodacobrot und Gurken aus Omas Garten gegessen.

Zoes Abendbrot

Für mich gab’s dazu Papucchini-Brot.

Papucchini Brot

Für Max gab es etwas Hirse mit Blumenkohlüberresten und Tomatenmarksauce (etwas Tomatenmark mit etwas warmer Sojareismilch, etwas Walnussöl und einem Spritzer Zitronensaft angerührt).

Blumenkohl mit Hirse

Vegane Buttermilch Pancakes und Urlaubsabmeldung

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Buttermilk Pancakes

Pancakes zum Frühstück ist was Feines. Oder French Toast. Aber heute gab’s Pancakes. Die kann man übrigens auch prima als Nachmittagssnack genießen!

Vorab: Die nächsten 10 Tage wird hier nicht viel passieren, da wir Campingurlaub an der Ostsee mit einem schönen großen Reisemobil machen :-). Ich bin ziemlich gespannt wie das mit dem Kleinen wird… Die Große kann es kaum noch abwarten!

Dieses Rezept habe ich von Your Vegan Mom geklaut (ganz unten ist die in Gramm umgerechnete Version), allerdings kommt es nicht an mein bewährtes Rezept für „Fluffy Pancakes“ heran. Ich wollte einfach mal schauen, ob die „Buttermilch“-Version etwas besser gelingt als die pure Sojamilchvariante.
Mit Sojamilch alleine (also ohne Essig) werden Pancakes immer etwas zäh bzw. gummiartig. Das Geheimnis fluffiger Pancakes, ist eben die „Milch“. Mit Mandelmilch erreicht man wirklich das allerbeste Ergebnis. In diesem Fall konnte ich die Sojamilch allerdings nicht ersetzen, da damit die „Buttermilch“ hergestellt wird. Das ist mit Mandelmilch natürlich so nicht möglich.

Wie erwartet sind auch diese etwas zäher als die Mandelmilch-Pancakes geworden, die ich normalerweise mache. Auch hat der Apfelessig eine dominante Note hinterlassen, weswegen ich im Rezept unten von 2 EL auf 1 EL reduziere. Trotz allem sind sie genießbar und werden deshalb hier vorgestellt. Demnächst gibt es dann auch mein Lieblingsrezept für die weltbesten Pancakes!

Aber entscheidet selbst, welche euch besser schmecken :-).

Pancakes

Paul’s Buttermilk Pancakes (ein Rezept von Your Vegan Mom)

  • 250 g Mehl (ich habe Dinkelmehl Typ 630 verwendet)
  • 2 TL Backpulver
  • 1/2 TL Salz
  • 500 ml Sojamilch
  • 1 EL Apfelessig
  • 2 EL Zucker
  • 1 Pck. Vanillezucker
  • 2 EL neutrales Öl (Sonnenblumenöl)
  • Bratöl

Sojamilch in eine kleine Schüssel geben und mit dem Apfelessig verrühren. 5 min. ziehen lassen, so entsteht die vegane Version der Buttermilch.

Mehl sieben und mit Backpulver und Salz in einer großen Schüssel mischen.

Nachdem eine „Buttermilch“ entstanden ist, werden Zucker, Vanillezucker und Öl in die Milch eingerührt.

Zuletzt die feuchten Zutaten mit den trockenen verrühren, allerdings nicht überrühren! Dies ist besonders wichtig, da die Pancakes ansonsten wirklich zäh werden. Der Teig darf ruhig voller Klümpchen sein.

Eine Gußpfanne mit Öl erhitzen (mittlere Hitze, etwas Bratöl mit einem Küchentuch verreiben) und mit einer kleinen Schöpfkelle den Teig in die Pfanne geben. Sobald sich Bläschen auf der Oberfläche bilden kann der Pancake gewendet werden (dauert ca. 2 min.).

Ich halte die Pancakes bis zum Servieren im Ofen warm (bei ca. 50°).

Uns schmecken sie zum Frühstück am besten mit Ahornsirup. Aber Frucht- oder Nusmuse sind ebenfalls lecker!

Cookbook-Challenge La Dolce Vita, Kinderzeug und Chiligewürz selbstgemacht

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Erst einmal ein paar Worte in eigener Sache: ich habe mich dazu entschlossen, meine Rezepte und Gerichte zukünftig in Beiträgen zusammenzufassen, als Tagesroundup sozusagen. Die einzelne Rezepteposterei hat mir bisweilen die Lust am Bloggen geraubt, da ich zwar jede Menge Rezepte und Ideen hatte, aber immer einen Beitrag für ein Rezept schreiben musste. Da ich die Gerichte im Rezepteverzeichnis ohnehin nochmals gesondert aufliste, sehe ich keinen Sinn darin für jedes Gericht einen eigenen Beitrag zu verfassen. Über das Verzeichnis verlinke ich die entsprechenden Beiträge, so dass man schnell fündig werden kann. Jetzt macht mir das bloggen auch wieder mehr Spaß und kommt mir nicht ganz so aufwendig vor :-).

Was hatte ich mir für heute vorgenommen?

  • Chili mit Reis für die Großen (geschafft, leider ohne Bild)
  • Brokkoli mit Kohlrabisauce für die Kleinen (geschafft, mit Bild)

Für die Cookbook-Challenge:

  • Dinkelgrissini aus Nachhaltig genießen (nicht geschafft…)
  • etwas vom La Dolce Vegan! Kochbuch (geschafft, siehe weiter unten)

Heute war ganz schön viel los. Morgens ging es gleich los mit Chili kochen, Mittagessen für die Kleinen und mit Schwiegervater zusammen, Muffins backen, Spontanbesuch aus KA, Babykekse backen, Besuch meiner Eltern zum Kaffee und ein einjähriger Max, der sich den ganzen Tag weigert zu schlafen… puh… ich bin geschafft!

Jetzt der Reihe nach. Das Chili habe ich heute nicht fotografiert, da es ein bewährtes Rezept von mir ist, und entsprechende Bilder bereits vorhanden sind. Ja, faule Ausrede, aber es war auch einfach viel los zur Mittagszeit…

Allerdings habe ich trotzdem etwas mitgebracht – nämlich ein Rezept zur Zubereitung eines Chilipulvers, wie es in mexikanischen Chilis verwendet wird. Es schmeckt super und ich benutze es mittlerweile ausschließlich für mein Chili. Hierzulande wird Cayennepfeffer als Chilipulver verkauft. Wenn man allerdings in amerikanischen Kochbüchern von Chilipulver liest, so ist damit eine Gewürzmischung gemeint und nicht Cayennepulver alleine.

Das Chipotle Pulver im Rezept gibt es bspw. im Pepperworldshop zu kaufen. Es ist zwar keine klassische Zutat im Chilipulver, aber ein kleiner Geheimtipp von mir :-). Das gibt dem Chili den letzten Schliff – genauso wie etwas Kakao.

Chiligewürz

Chilipulvergewürzmischung

  • 2 EL Paprikapulver
  • 2 TL Oregano
  • 1 TL Kreuzkümmel
  • 1 TL Knoblauchpulver
  • 1 TL Zwiebelpulver
  • 1 bis 1 1/2 TL Cayennepfeffer
  • 1/2 TL Chipotle gemahlen (optional)

Einfach alles in einer luftdichten Dose vermischen und gut verschließen.

Nun zur Cookbook-Challenge. Wie oben schon erwähnt bin ich nicht dazu gekommen die Dinkelgrissinis zuzubereiten. Das werde ich höchstwahrscheinlich morgen nachholen und auch einen entsprechenden Dip dazu.

Dafür aber habe ich die sehr, sehr leckeren Cinnamon-Apple-Muffins (Apfel-Zimt-Muffins) aus La Dolce Vegan! gebacken. Meine Mutter und ich sind begeistert von ihnen. Definitiv ein Muffinrezept zum Behalten! Man sollte ihnen allerdings genügend Zeit zum Abkühlen geben. Dann schmecken sie richtig gut. Ich habe als Ei-Ersatz Apfelmus verwendet (das wird im Rezept freigestellt) und denke, dass es die beste Wahl war. Super saftig und das Walnuss-Topping rundet den Geschmack perfekt ab!

Ich musste nur etwas mehr Sojamilch als gefordert dem Teig hinzufügen, damit er sich überhaupt zusammenführen ließ. Das dürfte jedoch damit zu tun haben, dass ich die Muffins mit Typ 1050 Dinkelmehl zubereitet habe und im Buch eher von Weißmehhl ausgegangen wird.

AppleCinnamonMuffins

Hier die Nahaufnahme 🙂

Apple Cinnamon Muffin von nah

Für die Kinder gab es heute, wie angekündigt, Extra-Essen, ausgenommen dem Reis, da sie selbstverständlich kein Chili mitessen (können). Wobei Max das sicherlich machen würde…

Brokkoli mit Kohlrabisauce

Ich poste hier nochmal das Rezept für die Kohhlrabisauce, da ich sie mittlerweile leicht abgewandelt habe:

  • 1 mittlere Kohlrabi, grob gewürfelt
  • 1 Zwiebel, grob gewürfelt
  • 1 EL Tahin, hell
  • 1 TL frischer Zitronensaft
  • ca. 500 ml Gemüsebrühe
  • Salz, Pfeffer zum Abschmecken
  • Mais (optional)
  • 2 EL Olivenöl

Das Tahini gibt der Sauce eine leckere Cremigkeit, die ich mit pflanzlicher Sahne bisher nicht erhalten habe. Zoe findet sie noch besser als vorher! Mais ist optional, aber Kinder lieben nunmal die süßen Körnchen – da macht das Essen gleich doppelt so viel Spaß :-).

In der Sauce lassen sich auch wunderbar noch andere Gemüsesorten verstecken, wie Karotten (die von Kindern oft ungerne gekocht gegessen werden), Sellerie oder auch Lauch.

Zubereitung: Die Zwiebel in etwas Olivenöl anbraten, Kohlrabi hinzufügen und weitere ca. 3 min. mit anschwitzen. Tahin einrühren und mit Gemüsebrühe auffüllen. Das Ganze ca. 8-10 min. schwach köcheln lassen (mit Deckel), bis der Kohlrabi gar ist. Anschließend mit dem Mixstab pürieren und zurück in den Topf füllen. Mais hinzugeben, nochmals erwärmen und mit Zitronensaft, Salz und Pfeffer abschmecken.

Das passt dazu: Reis, Kartoffeln, Nudeln, Couscous, Bulgur oder sonstiges Getreide, gedämpfter Brokkoli und Bratlinge oder marinierter Tofu.

Anschließend habe ich mir überlegt, was ich mit der überreifen Banane machen könnte, die ich noch herumliegen hatte, und dachte mir Bananen-Babykekse für Max wären doch ein feiner Nachmittagssnack.

Sie sehen jetzt nicht besonders schick aus, aber sie schmecken klasse! Auch uns Erwachsenen.

Babykekse

Bananen-Babykekse

  • 100 g vegane (hochwertige!) Margarine, weich
  • 1 mittlere sehr reife Banane, mit der Gabel zerdrückt
  • 160 g Dinkelmehl Typ 1050
  • ca. 100 ml. Mandelmilch, ungesüßt, z.B. von Ecomil
  • 1/2 TL Weinsteinbackpulver, optional

Zubereitung: Margarine, Banane, ggf. Backpulver und Mehl miteinander verrühren. Soviel Mandelmilch hinzufügen, bis der Teig klebrig ist. Er sollte nicht flüssig werden, sich aber mit einem Löffel gut in Kleksen auf einem Backblech verteilen lassen. Backblech mit Backpapier auslegen, Kekskleckse mit dem Löffel (Größe ist abhängig von der gewünschten Größe) darauf verteilen und im vorgeheizten Ofen bei 200° Ober-/Unterhitze ca. 14 min. backen. Abkühlen lassen und an hungrige Mäuler verteilen!

Dem jungen Mann hat’s jedenfalls gut gemundet 🙂

Max isst Keks

Und zum Abendbrot gab es Tomatenbrot mit Gute-Laune-Kräutern und Zwiebeln. Gute-Laune-Kräuter und Blütenzaubersalz auf’s Brot sind in unserem Haus übrigens ein Renner! Wenn Zoe einen selbsternannten Pechtag hat, können Gute-Laune-Kräuter Wunder bewirken! Vielen Dank, liebes Sonnentor-Team, für diese Innovation :-).

Tomatenbrot

Und was steht morgen an? Ich haben noch keine Ahnung, aber ich hoffe endlich die Dinkelgrissinis machen zu können…

Neueroberung – let them eat vegan von Dreena Burton, leckeres Essen und Graham Cracker Rezept

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Das neueste Kochbuch meiner liebsten Kochbuchautorin ist erschienen und ich habe es endlich vorliegen *große Freude*!

Buchcover Let them eat vegan

Ich hatte noch nicht viel Zeit es richtig durchzublättern, aber mir ist auf Anhieb der Quinoa Nicoise Salat ins Auge gestochen, den ich sogleich als Mittagessen zubereitet habe.

Quinoa Nicoise

Der Salat besteht aus Quinoa, Kartoffeln, Bohnen, Frühlingszwiebeln und einer Estragon-Vinaigrette. Aufgrund fehlender Zutaten musste ich die im Rezept geforderten Kapern weglassen und den frischen gegen getrockneten Estragon austauschen. Das hat dem Dressing allerdings keinen Abbruch getan. Es hat wunderbar gemundet.

Dressing

Zudem eignet sich der Salat aufgrund der Kartoffeln wunderbar als leichtes aber sehr sättigendes Mittagessen. Wieder einmal bin ich nicht enttäuscht worden. Beim nächsten Versuch werde ich anstatt Bohnen Brokkoli verwenden (ich bin kein großer Fan von grünen Bohnen…) und das Dressing mit etwas Knoblauch abrunden.

Im Rezept werden natürlich noch Nicoise-Oliven und Cocktail-Tomaten hinzugefügt. Da ich Oliven nicht mag und keine kleine Tomaten vorrätig hatte, musste der Salat ohne diese beiden Zutaten auskommen. Die Tomaten haben mir tatsächlich ein bisschen gefehlt.

Dieses Gericht funktioniert bestimmt wunderbar auch mit einer warmen Sauce. Dazu liefert Dreena Burton genügend Ideen im Buch, die ich mir allerdings noch etwas genauer anschauen muss… Aber ich könnte mir gut eine nussige, etwas scharfe Sauce darüber vorstellen.

Gestern Abend gab es noch einen Salat mit angebratenem Tofritto Tofu Kapern/Paprika von Taifun. Wir finden diesen Tofu extrem lecker, hat er doch eine eiähnliche Konsistenz und einen sehr feinen Geschmack. Perfekt zur Abrundung eines Salates.

Tofritto{Tofritto Tofu Kapern/Paprika von Taifun}

Der Salat selbst bestand lediglich aus Lollo Bianco, Tomatenviertel und Zwiebeln und einer Balsamico-Senf-Vinaigrette, die ich wie folgt herstelle: eine Zwiebel klein würfeln, etwas Wasser mit den Zwiebeln in einer Salatschüssel mischen, mit Salz, Pfeffer, Senf, Ahornsirup würzen und süßen, hellen und dunklen Balsamico hinzufügen und mit Olivenöl abrunden. Genaue Mengenangaben kann ich leider nicht vornehmen. Ich mische das Dressing jedesmal aufs Neue zusammen. Mit dem Tofritto zusammen eine herrlich leckere Kombination!

Salat mit Tofritto{Lollo Bianco Salat mit Tofritto und Balsamico-Senf-Dressing}

Max hat dann gestern abend noch ein bisschen Ordnung in unserem chaotischen Druckereck geschaffen. War auch längst überfällig…

max räumt auf Teil 2

Was ich schon lange mal ausprobieren wollte und wozu ich heute endlich gekommen bin, ist die Herstellung von Graham Crackers – dünne Zimtwaffelkekse oder so… Diese Cracker habe ich als Kind geliebt und bin seit meiner Umstellung auf vegan ständig daran erinnert worden, werden doch viele Pies im amerikanischen Raum mit einer Pie Crust aus eben jenen gemacht.

Das Rezept hatte ich mir schon lange von The Post Punk Kitchen ausgedruckt und jetzt bin ich restlos begeistert. Ich schwelge in Erinnerung und freue mich über dieses Kindheitsrevival :-). Ich habe lediglich die Melasse ausgelassen und braunen Rohrzucker verwendet anstatt hellem. Das Ergebnis ist definitiv überzeugend!

Graham Cracker

Graham 2

Morgen besuche ich mit Max, aber ohne Zoe, die ihren Urlaub bei der Cousine noch um einen Tag verlängert hat, meine liebe E. aus K. 🙂 Ich hoffe, es bleiben bis dahin noch ein paar Cracker übrig, ich bin mir sicher, die schmecken ihr genauso gut wie mir. Ich wusste, ich hätte gleich die doppelte Menge zubereiten sollen… Wir hoffen auch, dass das Wetter sich einigermaßen hält, damit wir noch einen Tag am See genießen können mit unseren Jungs bevor es wieder schlechter werden soll.

So, last but not least das Abendessen von heute: Vollkornfarfalle mit Zucchini-Tomaten-Zitronen-Sauce (Nudeln nicht im Bild :-)) Ihr solltet der Sauce eine Chance geben, sie ist wirklich unglaublich lecker, obwohl sie so unspektakulär daher kommt. Aber die Kombi mit Zucchini, frischen Tomaten und Zitrone ist definitiv ein Geheimtipp.

Zucchinisauce 1

{Sauce vor der Ertränkung mit Sojasahne}

Zucchinisauce 2

{und mit Sahne…}