Kichererbsen-Rührei

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Ich vermisse vermisste manchmal den Genuss von Rührei – speziell zu Kartoffeln und „Rahm“spinat (TK-Blattspinat mit Zwiebeln angebraten und mit Hafersahne abgelöscht – anschließend noch mit Salz, Pfeffer, etwas Agavendicksaft und Muskat abgeschmeckt. Viel besser als das TK-Original!). Auf Wunsch der Tochter kam das gestern mal wieder auf den Tisch. Jedesmal frage ich mich dabei, wie ich einen würdigen Ersatz für das Rührei schaffen könnte – ohne Tofu. Ich habe das allseits beliebte Tofu-Scramble zwar noch nicht zu kochen gewagt, aber irgendwie juckt’s mich auch nicht danach. Tofu „pur“ ist einfach nicht mein Ding.

Gestern nachmittag habe ich mich also mal schlau gegoogelt – und siehe da, beim Lesen meiner Reader-Einträge kommt mir mal wieder ein sehr nützlicher und wie bestellter Beitrag von Churchofseitan entgegen gerollt! Dort wurde doch tatsächlich ein Rührei aus Kichererbsenmehl gezaubert. Das kam mir gar nicht so seltsam vor, nachdem ich zum Brunch vor einigen Monaten ein wunderbares French Toast auf der Grundlage von Kichererbsenmehl aus dem Rezeptereservoir „Vegan with a Vengeance“ von Isa gezaubert hatte.

Das Geheimnis des Rühreis liegt dabei – wie immer – an der Würze. Es gibt ein spezielles indisches Salz, Schwarzsalz genannt, welches durch seinen hohen Schwefelgehalt Ei in Geruch und Geschmack sehr ähnelt. Eigentlich nicht wirklich appetitlich, wie ich finde, aber, in homöopathischen Dosen eingesetzt, durchaus denkbar. Nach einem kurzen Anruf bei örtlichen Asia-Laden konnte ich freudestrahlend ins Auto steigen und das Salz gleich abholen. Kichererbsenmehl ist ohnehin ein Vorratsprodukt, so dass ich das Experiment gleich starten konnte.

Langer Rede, kurzer Sinn: das Rührei war überaus lecker und ein wahrhaft würdiger Ersatz. Ich für mich kann behaupten, dass es mir sogar noch besser schmeckt als das Original, schon alleine weil die „glibberige“ Konsistenz nicht vorhanden ist. Vielen Dank und Chapeau! für diese tolle Rezeptidee an dieser Stelle an die Verfasser der Beiträge!

Kichererbsenrührei

Zutaten für 2 Personen als Beilage

  • 1/3 Tasse Kichererbsenmehl
  • 2/3 Tasse Wasser
  • 1/2 TL Kala Namak (Schwarzsalz)
  • 1/4 TL Kurkuma
  • Salz, Pfeffer, Paprika (nach Geschmack)
  • 2 EL Sojamilch (habe ich zusätzlich noch hinzugefügt)
  • optional: 1 kleine Zwiebeln, gewürfelt
  • 2 EL Olivenöl

Und so wird’s gemacht

Ich habe die ersten 5 Zutaten in ein Mixgefäß gegeben und mit dem Pürierstab ordentlich vermengt, so dass eine cremige Masse entstand. Da mir das ein wenig zu fest war, habe ich die 2 EL Sojamilch noch hinzugefügt – ich denke man kann hier nach Belieben vorgehen: für ein etwas „weicheres“ Rührei etwas mehr Sojamilch, für ein „festeres“ einfach weniger nehmen oder gar keine Sojamilch hinzufügen. In der Regel halte ich mich von Sojamilch als Kochhilfe fern, in diesem Fall aber habe ich es erst einmal damit probiert, weil ich mir das Ergebnis nicht vermasseln wollte und das Lecithin in der Sojamilch für Bindung sorgt. Jetzt weiß ich das es schmeckt und werde es zukünftig mit Hafermilch probieren.

Natürlich kann man hier auch noch frische Kräuter hinzufügen (Schnitt- und Bärlauch würden mir spontan einfallen), aber mir mangelte es gestern leider daran. Und TK-Kräuter finde ich geschmacklich nicht so überzeugend in diesem Fall.

Nach dem Pürieren/Mixen wird eine Pfanne mit etwas Olivenöl erhitzt, falls gewünscht, die Zwiebel glasig angebraten und die Masse eingefüllt. Wenn sie kurz gestockt ist (ca. 1 min.) verrühren und warten bis sich ein Klumpen bildet, der zusammenhält. Das dauert so ca. 3 min. In meinem Fall war der schon noch klebrig und im Nachhinein dachte ich mir, ich hätte es wahrscheinlich noch etwas kürzer in der Pfanne lassen sollen für ein „fluffigeres“ Ergebnis.

Dann wird der „Klumpen“ auf ein Schneidebrett zum Abkühlen manövriert. Dadurch wird die Masser fester und weniger klebrig, so dass sie leicht auseinander gerissen werden kann. Nach 5 Minuten also den Klumpen in beliebige Rühreigrößen mit den Händen zerreißen, mit einem Messer schneiden oder mit einer Schere schnippeln und wieder in die Pfanne geben. Bei leichter Hitze erwärmen, auf einem Teller anrichten und – wenn vorhanden – mit frischem Schnittlauch bestreut servieren.

Das falsche Rührei gab es gestern bei uns mit einem frischen Blattsalat und gebratenen Champignons.

Falsches Rührei mit Salat

Guten Appetit!

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Couscous Salat

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Couscous ist nicht nur ein Getreide, das gerne gegessen wird und als Beilage so gut wie immer passt, sondern auch noch ein wertvolles Getreide! Der Keimling des Couscous ist eine wahre Fundgrube an Vitaminen aus dem B-Komplex: B1 (Thiamin), B6 (Pyridoxin), Niacin und Folsäure. Darüber hinaus liefert Couscous noch eine Menge an pflanzlichem Eisen, Eiweiß und Vitamin E. Allerdings konnte ich bisher nicht viel zur Bioverfügbarkeit des Eisens in Couscous herausfinden, so dass ich es an dieser Stelle nicht als gesicherte Quelle angeben würde.

Bei uns wird Couscous gerade im Sommer gerne und viel gegessen. Die Kleine isst es am liebsten pur in Gemüsebrühe gequellt. Wir essen ihn gerne als Salat. Als Kompromiss bekommt sie ihre pure Ration mit Gemüse als Beilage zur Seite gestellt. Der Rest wird zum Salat verarbeitet.

Das leckere Rezept habe ich mir vor zwei Jahren bei chefkoch.de geklaut und geringfügig an unseren Geschmack angepasst. Im Originalrezept werden 2 EL Reisessig verwendet. Ich mische 4 EL in die Sauce, da wir Salatsaucen gerne „essiglastig“ essen. Ansonsten tausche ich nur das Chilipulver gegen Tabasco aus und süße das Tomatenmarkdressing mit etwas Agavendicksaft.

Couscous Salat

Und hier die Zutaten für ca. 6 Portionen:

200 g Couscous
3 Tassen Wasser
1 EL Gemüsebrühe
1 Zwiebel, gewürfelt
2 Knoblauchzehen, gehackt
150 g TK-Mais
1 rote Paprika, gewürfelt
1 EL Tomatenmark
4 EL Reisessig
2 EL Olivenöl
1 EL Sojasauce
1 TL Agavendicksaft
Ur-Salz, Pfeffer
1/2 Bund Petersilie, gehackt
Tabasco zum Schärfen

Und so wird’s gemacht:

Als erstes die drei Tassen Wasser zum Kochen bringen, dann die Gemüsebrühe und zuletzt den Couscous in das kochende Wasser einrühren. Herdplatte ausschalten und für ca. 15 min. quellen lassen.

Aus Tomatenmark, Reisessig, Olivenöl, Sojasauce und Agavendicksaft ein Dressing zubereiten und unter den fertigen Couscous heben. Danach das Gemüse unterheben und gut vermischen. Zuletzt alles mit Salz und Pfeffer abschmecken und die Petersilie unterheben. Wenn alle gerne scharf essen, kann gleich mit Tabasco gewürzt werden. Ansonsten die scharfe Würze einfach dazu reichen.

Wir essen den Salat gerne abends mit einem frisch gebackenen Vollkorn-Knoblauchbaguette.

Guten Appetit!

Kohlrabisalat – vegan und in 2 Variationen…

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… und wie in Kinder auch mögen.

Kohlrabi ist so eine Sache bei uns. Mein Mann und ich lieben in roh einfach zum Knabbern. Unsere Tochter aber mag Kohlrabi so „ohne irgendwas“ überhaupt nicht. Also habe ich irgendwann angefangen Kohlrabi in allen Varianten anzubieten: im Risotto, als Sauce und als Salat. Die Sauce (zu Kartoffeln und Gemüse – Rezept folgt…) und die Salate findet sie klasse.

Bei der Salatsauce muss man ein bisschen experimentieren. Die Angaben sind eher vage, weil ich nicht wirklich abmesse (ich füge nach Gefühl von allem ungefähr die gleiche Menge hinzu). Zudem kommt es sehr darauf an, welche vegane Mayo, welches Süßungsmittel etc. benutzt wird. Also, nach Geschmack abschmecken ist in diesem Fall sehr wichtig!

Kohlrabisalat – Variante 1

1 Kohlrabi
1 Möhre
1 TL Sesamsamen

Kohlrabisalat – Variante 2

1 Kohlrabi
1 kleiner Apfel
1 kleine Zwiebel
1-2 TL Sonnenblumenkerne

Dressing für beide Varianten

1 EL Obstessig (Alnatura Apfelessig)
1 EL Mayo (Bruno Fischers vegane Salatmayo)
1 EL Soja Yoghurt (Provamel)
1 TL Senf
Meersalz, Pfeffer, Rohrohrzucker

Zubereitung für beide Varianten

Kohlrabi grob oder fein raspeln (nach Belieben)
Möhre grob raspeln bzw. Apfel raspeln/Zwiebel fein würfeln
Salatsauce aus Essig, Mayo, Yoghurt, Senf, Salz, Pfeffer und Zucker zubereiten, abschmecken und ggf. nachwürzen (bei zuviel Essiggeschmack hilft ein weiterer Teelöffel Mayo)
Salatsauce unter die Kohlrabi-/Möhrenraspel oder unter die Kohlrabi-/Apfelraspel heben
Sesamsamen/Sonnenblumenkerne unterrühren, 5 min. ziehen lassen – FERTIG!

Zubereitungszeit: 10 min.

Einfacher Tomatensalat

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Ein einfaches Tomatensalatrezept, das zu fast allen Gerichten oder auch einfach als Beilage zu Brot passt. Heute leider ohne Basilikum – weder frisch noch TK war vorrätig…

Zutaten für 1 Person

2 große Tomaten
1 kleine Zwiebel
1 EL frisch gehackter Basilikum oder 1,5 TL TK-Basilikum
1 EL Balsamico, dunkel
2 EL Olivenöl
1 TL Agavendicksaft
1/2 TL Senf
1/4 TL Meersalz, Pfeffer

Zubereitung

Tomaten waschen und klein vierteln
Zwiebel fein würfeln
Essig, Agavendicksaft, Senf, Salz, Pfeffer und Basilikum verrühren, zum Schluß langsam das Öl unter Rühren hinzufügen bis eine sämige Marinade entsteht
Marinade unter die Tomaten-Zwiebel-Mischung heben, kurz durchziehen lassen  – FERTIG!

Das passt dazu

knusprig frisches Vollkornbaguette

Zubereitungszeit: 5 min.