Cookbook-Challenge: Spaghetti & Tofu Balls

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Tofu Balls La Dolce Vegan {Tofu Balls, S. 129, La Dolce Vegan}

Tofubällchen gehören nicht zu meinem Standardrezept-Repertoire, da ich sie gar nicht so gerne mag. Aber diese hier sind wirklich lecker und werden sicher zukünftig in der Spaghettisauce landen. Daumen hoch auch von den anderen Familienmitgliedern. Alle fanden sie prima! Das ist doch was, oder? 🙂

Die Bällchen eignen sich super als Lunchboxbefüllung!

Hier die einzelnen Arbeitsschritte bis hin zur fertigen Sauce:

Tofu gepresst {Tofu nach 2 Std. Pressung}

Tofuballs roh {Tofubällchen roh}

Tofuballs in Mehl {… in Mehl gewälzt…}

Tofuballs {… und angebraten in der Sauce}

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Zucchinibuletten mit Champignon-rahmsauce

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Zucchinibuletten

Vorab: Ich freue mich sehr, dass das neue Layout gut ankommt! Vielen Dank für eure herzlichen Kommentare!

Nachdem ich am Samstag direkt ein Exemplar des gerade erschienen Ab jetzt VEGAN!-Titels aus dem Trias-Verlag im Briefkasten vorfand und viele Zucchini im Kühlschrank, habe ich mich am Sonntag sogleich an den Zucchiniküchlein auf S. 81 probiert. Sie sind köstlich und haben kalt fast noch besser geschmeckt als warm! Ich könnte mir vorstellen, dass diese auch im Ofen super gelingen. Ein paar wenige Veränderungen habe ich – wie immer – vorgenommen: keine Pfefferminzblätter, die im Rezept verlangt werden, anstatt Zwiebel Zwiebelpulver (wegen Zoe…), ein paar gemahlene Mandeln hinzugefügt und noch ein Messlöffel Bindobin, weil mir die Masse einfach zu ungebunden erschien.

Dazu gab es eine Champignonrahmsauce, die mit Abstand bisher die beste war, die ich gekocht habe. Das lag wohl sehr wahrscheinlich sowohl an der Verwendung der Natumi Dinkel-Mandelmilch als auch am Saucenbinder von VITAM für Braune Saucen. Das Rezept gibt es unten. Natürlich gelingt diese Rahmsauce auch ohne Saucebinder. Dann ganz einfach mit einem Bindemittel der Wahl abbinden: Bindobin, Mehl in etwas Wasser aufgelöst, Pfeilwurzmehl, Kartoffelstärke etc…

Die abgebildeten Knödel sind nicht selbstgemacht (nein, das erfordert zuviel Planung :-)), sondern von Bruno Fischer. Sie sind vegan und schmecken toll. Die rote Bete passt hervorragend zur Rahmsauce. Wer also gerade welche im Haus hat, kann ruhig den Versuch wagen!

Champignonrahmsauce (ca. 4 Portionen)

  • 250 g Champignons, in Scheiben geschnitten
  • ca. 250 ml Dinkel-Mandelmilch von Natumi (oder sonstige Pflanzenmilch)
  • 1 gehäufter TL VITAM Dunkle Grundsauce in etwas Wasser aufgelöst
  • 1 EL Sojasauce
  • Salz, Pfeffer
  • 1 TL Paprikapulver
  • 1 EL Margarine oder Albaöl (auf jeden Fall stark erhitzbares Fett)

Die Margarine oder das Öl in einer beschichteten Pfanne erhitzen und die Champignons darin ca. 5 min. stark anbraten. Entgegen der sonstigen Empfehlungen salze ich die Champignons umgehend, damit sie kein Wasser lassen und bei mir klappt das ausgesprochen gut. Nachdem die Pilze den gewünschten Bräunungsgrad erreicht haben, Paprikapulver einstreuen und kurz mit anschwitzen. Mit Sojasauce ablöschen. Die Dinkel-Mandelmilch hinzufügen und erwärmen. Zuletzt den vorbereiteten Saucenbinder einrühren, kurz aufkochen und andicken lassen. Mit Salz, Pfeffer, Paprikapulver abschmecken.

Cookbook-Challenge: Unfried Fried Rice mit Hoisin-Mustard Tofu (AFR)

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Unfried Fried Rice mit Hoisin-Mustard-Tofu
{Appetite for Reduction, Kindle-Version, keine Seitenzahlangaben}

Ein Knüller! Ich habe selten Tofu in einer solch leckeren Form genossen! Und das, obwohl es hier um eine Art süß-sauere Zubereitung geht (ein Wegrennthema für mich…). Mit dem Reis zusammen war das eine extrem gut schmeckende Angelegenheit, obwohl der Reis völlig verkocht war (ich glaube, man erkennt das auf dem Bild sogar, oder?)

Im Edeka um die Ecke habe ich die entsprechend benötigte vegane Hoisin-Sauce gefunden.

Hier gibt’s das Rezept zum Tofu: http://www.treehugger.com/green-food/weekday-vegetarian-hoisin-mustard-tofu.html

Der Unfried Fried Rice ist in sehr veränderter Form auf den Teller gekommen. Im Rezept gibt die Autorin an, den Reis mit frisch geriebenem Ingwer, Schalotte und reichlich Knoblauch in Sesamöl anzubraten und mit Sojasauce abzulöschen. Das geht mit Kindermündern natürlich schlecht. Also Ingwer, Schalotte und Knoblauch gestrichen, übrig bleibt die Sojasauce zu ablöschen… Entfremdet sehr wahrscheinlich erheblich den Geschmack, aber was soll ich machen? Ja, ich hätte Reis für die Kleine und für uns den Unfried Fried Rice nach Rezept machen können, das ist wohl wahr :-). Egal. So war’s schon ein bisschen fad‘, aber ich werde das Rezept nochmal original nachkochen.

Trotzdem, es hat allen gut geschmeckt und die Tofu-Variante wird jetzt öfter auf den Tisch kommen.

Falls jemand, wie ich, eine alkoholfreie Mirin-Version sucht (Mirin ist ein süßer Reiswein, der im Rezept verwendet wird), ich habe eine hilfreiche Anleitung für eine Alternative gefunden.

Kinderfreundliches Mirin (Menge ergibt ca. 5 EL)

Aus 1/2 Tasse Zucker und einer 1/2 Tasse Wasser einen Sirup herstellen. Dafür den Zucker im Wasser bei mittlerer Hitze auflösen lassen (ca. 5 min.), dabei nicht rühren. Etwas abkühlen lassen, 4 EL Reisessig einrühren und eine Prise Salz.

Vegane Essenspakete für die Schule & Cookbook-Challenge

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Lunchbox

Unteres Fach: Bunter Reissalat bestehend aus Resten vom Parboiled-Reis, Paprika, geraspelter Karotte, Erbsen und Mais (Erbsen und Mais aus der Tiefkühltruhe, einfach reingeschmissen – über Nacht tauen die im Kühlschrank auf).

Das Dressing ist eine Salatcreme bestehend aus etwas Bruno Fisher Mayo, pürierte weiße Bohnen aus dem Glas (gut abgewaschen und abgetropft), etwas Soja-Reis-Drink, frisch gepresster Zitronensaft, 1 Schuss Apfelessig, eine Prise Zwiebelpulver, Salz und Pfeffer und einem Teelöffel TK-8-Kräuter. Ach ja, und einem kleinen Schuß Agavendicksaft.

Im oberen Fach befinden sich ein Apfel und ein extrem leckerer Pumpkin Oat Muffin (Kürbis-Hafer-Muffin) aus let them eat vegan von Dreena Burton. Das ist übrigens auch der Cookbook-Challenge-Teil des Beitrages :-).

Ich hatte noch Kürbispürree übrig (von der Pumpkin-Pie-Back-Aktion meiner Cookbook-Challenge) und habe ein Rezept gesucht, mit welchen sich der Rest verarbeiten lässt. Das war eine prima Lösung! Der Muffin hat großen Anklang gefunden und war ein perfekt sättigendes Frühstückchen für die Schule. Dafür musste der Reissalat hinten anstehen und wurde erst zuhause gefuttert…

Lunchbox

Unteres Fach: Vollkornsandwichtoast mit Cashew-Frischkäse bestrichen, mit einem Glas rund ausgestochen und halbiert.

Oberes Fach: Paprika in Streifen, Möhren in Scheiben und Streifen und ein Zitronen-Mohn-Muffin (Rezept folgt).

Das Päckchen ist sehr gut angekommen und war leer gefuttert nach der großen Frühstückspause.

Leider vergesse ich morgens noch oft die Bilder zu machen. Es gehört noch nicht zu meinem Routineprogramm… Ich hoffe, das bessert sich mit der Zeit :-).

Cookbook-Challenge: Aufstrich-Test

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Aufstrich Test

Leider zwei Flops… 😦

Links Kids‘ Dynamo Hummus aus Dreena Burtons eat, drink & be vegan. Mir hat’s geschmeckt, allerdings ist es vom Geschmack her meiner Meinung nach noch ein bisschen intensiver als normales Hummus (ohne Cashewkerne und Hefeflocken). Zoe verweigert es immernoch und auch die bessere Hälfte war nicht überzeugt. Ich denke, es hätte Zoe sogar schmecken können, wenn nicht ganz so viel Tahin darin wäre. Der bittere Nachgeschmack wird in diesem Dip sehr deutlich hervorgehoben. Mal schauen, ob ich es etwas an unsere empfindlichen Geschmacksnerven anpassen kann…

Rechts der Grünkernaufstrich aus So schmeckt’s Kindern vegetarisch von Irmela Erckenbrecht. Ich habe mich genau an’s Rezept gehalten, wohlwissend, dass es so nicht schmecken wird, da auch hier zuviel Tahin auf die gesamte Masse gesehen hinzugefügt wird. Dagegen wird kein Süßungsmittel eingesetzt um das Bittere auszugleichen. Ich habe das Rezept gedrittelt! und hatte immernoch mehr als genug Aufstrich. Es wäre eine riesengroße Verschwendung gewesen, hätte ich die im Rezept angegebene Menge gemacht. Auch wenn es ein Hit geworden wäre, würde ich diese Mengen nie machen.

Der Grünkernaufstrich besteht aus in Gemüsebrühe eingeweichtem Grünkernschrot, Tahin, Knoblauch, 1 Zwiebel (die ich nicht verwendet habe), Senf und etwas getrocknetem Majoran. Da Grünkern und Tahin zusammen = sehr bitter-nussig wird, und nicht mal ich den Aufstrich so gegessen hätte, habe ich abschließend noch Zitronensaft und Ahornsirup ergänzt um den Geschmack abzurunden. Für mich war das sehr gut, von allen anderen am Tisch (abgesehen von Max natürlich) gab’s den Daumen nach unten. Schade. Wieder nichts… Ich werde mich wohl an den 08/15-Grünkernaufstrich halten, den Zoe sich ab und zu auch mal antun kann.

Rezension: Vegane Küche für Kinder – Christina Kaldewey

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Endlich, das erste vegane Kochbuch für Kinder! Es wurde Zeit. Aber wahrscheinlich bin ich nun eine der Wenigen, die nach Durchsicht das Buch enttäuscht zur Seite legen…

Aber der Reihe nach: die Aufmachung ist sehr professionell und wunderschön. Das fest gebundene Kochbuch enthält tolle Bilder zu fast jedem Rezept, eine klare Gliederung und ist auf Recyclingpapier bedruckt. Die Überschriften heben sich unauffällig aber deutlich vom Inhalt ab und die Rezeptschritte sind übersichtlich nummeriert. Im oberen Seitenbereich befindet sich stets eine Zeitangabe und eine Altersangabe für das Rezept.

Buchbild

Nun zum Inhalt: ich stelle mir ernsthaft die Frage für welche Zielgruppe dieses Kochbuch gedacht ist? Für erfahrene vegane Eltern, die neue Ideen suchen? Eher nicht. Wenn ich zum drölfsten Mal ein Rezept für einen Apfel-Möhren-Salat, eine Sojabolognese oder einen Schokokuchen in einem Kochbuch für Kinder finde, ist daran nichts kreativ, zumal ein Apfel-Möhren-Salat im Normalfall per se vegan zubereitet wird (Zitronensaft, Öl, gut, oft wird Honig als Süßungsmittel empfohlen, aber wir wissen ja, wie wir das ersetzen…) und sehr sicher bereits im Repertoire der Kinderrezepte vorhanden ist.

Ist es ein Kochbuch speziell für Eltern, die umsteigen oder sich erstmals mit dem Thema befassen? Das schon eher. Aber meiner Meinung nach ist es dafür zu oberflächlich. Wenn ich ein Kochbuch für Kinder schreibe, indem es darum geht, die Versorgung der Kleinsten auf gesunde, ausgewogene Art sicher zu stellen, dann muss einfach mehr Information dabei rüber kommen. Vor allem die Praxis. Frühstück wird beispielsweise völlig außen vor gelassen. Gerade zu diesem Thema hatte ich mir mehr erhofft. Meine Tochter ist eine extrem schlechte Frühstückerin, weswegen ich natürlich für alle Tipps und Tricks und kreative Frühstücksideen dankbar bin. Es gibt zwar ein paar Aufstrichrezepte, aber ganz ehrlich, auch diese finde ich zuhauf im WWW.

Was mich aber am meisten stört, ist die in fast ausschließliche Verwendung von Soja. Es wird sehr wenig mit Hülsenfrüchten gearbeitet oder auch mit Nus- und Samenmuse und gar nicht mit Pseudogetreide wie Amaranth oder Quinoa (für Hirse befindet sich ein Suppenrezept im Buch). Das finde ich extrem schade, denn gerade hier verstecken sich wichtige Nährstoffe. Und natürlich eignet das Buch sich weniger für Sojaallergiker. Es gibt eben auch eine Menge Kinder, die Soja nicht vertragen. Da müssen Alternativen her. Aus Quinoa und Amaranth lassen sich tolle Bratlinge und Salate zaubern. Wenn sie nicht im ganzen Korn gegessen werden, dann kann man sie – auch für Glutenallergiker – sehr gut zu Mehl verarbeiten und leckere Muffins zaubern. Und warum nicht mal einen Nuskäse selbst machen? Es ist so einfach und meine Kinder finden den Cashewkäse, den ich als Frischkäseersatz hier zubereite sehr lecker. Leider sind wir im deutschsprachigen Bereich noch lange nicht so weit wie im englischsprachigen. Dort wird immer häufiger an alle gedacht. Es werden stets Alternativen angeboten und mittlerweile auch sehr viel Wert auf vollwertige Zutaten gelegt (siehe z.B. Dreena Burtons neuestes Familienkochbuch let them eat vegan).

Aus Dreenas Büchern habe ich z.B. die Idee übernommen, Hülsenfrüchte und Samen in Saucen und Dressings zu verstecken. Mein Reissalat für Zoe besteht bspw. aus einer Mayobasis, in die ich entweder pürierte weiße Bohnen einrühre oder 1 EL Tahin. Damit der Geschmack nicht dominiert wird mit Apfelessig, Zitronensaft und ein paar Gewürzen gearbeitet. So weiß ich, dass sie einen Salat hat, der ihr schmeckt, aber auch mit notwendigen Nährstoffen versorgt ist. Ein weiteres Beispiel sind Kürbiskerne. Darin steckt enorm viel Eisen, es macht also Sinn sich diese in den Salat oder auf warme Gerichte zu streuen oder im Brot zu verarbeiten. Wenn aber das Kind keine Kürbiskerne mag, muss man sich was einfallen lassen. Geröstete Kürbiskerne schmecken schon wieder ganz anders und super. Die isst sie mittlerweile pur und als Snack zum Pausenbrot. Ich könnte noch jede Menge solcher Dinge aufführen, werde es aber lassen, da es den Rahmen der Rezension sprengt und außerdem überhaupt nichts mit der Bewertung des Buches zu tun hat :-).

Positiv sticht heraus, dass die Rezepte sehr schlicht gehalten sind, mit Zutaten arbeiten, die überall erhältlich sind und selbstverständlich kindertauglich. Der Dessert- bzw. Backteil ist ebenfalls klasse. Lebkuchen, Spritzgebäck, Ausstechplätzchen (auch für die Kleinsten ohne Zucker!) sind tolle Sachen! Ich zweifele zwar daran, dass das Waffelrezept so funktioniert, wie es im Buch abgedruckt ist (ich habe wirklich extrem lange gebraucht mein Waffelrezept so anzupassen, dass die Waffeln nicht auseinanderfallen beim Backen…), aber ausprobieren werde ich es bei Gelegenheit dennoch. Wer weiß… Ich gehe davon aus, dass die Autorin Rezepte notiert hat, die sie selbst erprobt und für gut befunden hat.

Das erste Rezept im Buch übrigens – die Dinkelstangen, habe ich gleich nachgebacken. Ich muss zugeben, ich bin noch nicht auf die Idee gekommen Dinkelstangen zu machen, obwohl es ein toller Snack bzw. eine tolle Beilage zur Gemüseplatte ist. 🙂 Verfeinern kann man den Teig für Erwachsene mit Pizzagewürz und etwas mehr Salz. Für Kinder – das habe ich gemacht -, kann man noch etwas Hefeflocken einarbeiten. Dann gibt’s eine Art „Käse“stange. Das Rezept ist klasse und extrem einfach. Daumen hoch dafür! Mein Stangen sind etwas dicker, damit auch Max sie genießen kann. Je dünner, desto knuspriger zwar, aber dann sind sie für ihn schlecht zu essen.

Dinkelstangen aus Vegane Küche für Kinder

Es gibt aber auch Dinge, die mir am Buch sehr gut gefallen! Der einführende Teil enthält wichtige Informationen zu Nährstoffen im Allgemeinen und Grundrezepte für das Beikostalter sowie wichtige Hinweise zur Zubereitung der Breie. Allerdings geht die Autorin nicht auf die Ölsorte in ihren Breirezepten ein. Es ist wichtig, entweder ein Beikostöl zu verwenden (gibt es von Holle oder Alnatura), damit die Kleinen nicht nur die wichtigen Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren erhalten, sondern diese auch im optimalen Verhältnis zugeführt werden. Verweigern die Kleinsten das Beikostöl aufgrund des doch dominanten Geschmacks, kann man es auch mit Hanföl probieren. Dort findet man ein optimales Omega-3 zu Omega-6-Verhältnis vor.

Meine Tochter findet den Veganpass super, den es im hinteren Teil des Buches gibt. Diesen will sie jetzt immer bei sich tragen, vor allem in der Schule. Auch die Erfahrungsberichte vegan lebender Familien mit ihren Lebenseinstellungen am Ende des Buches sind eine gute Sache. Abgerundet wird das Kochbuch mit einer Nährstofftabelle mit Referenzwerten für jedes Alter und Lebensmittelangaben. Das ist nun wirklich eine super hilfreiche Sache und sollte in jedem Haushalt vorhanden sein!

Fazit: Insgesamt bin ich eher enttäuscht von den Rezepten im Buch und der Oberflächlichkeit. Es wird wenig auf Alternativen für Allergiker eingegangen, oder auch für diejenigen, die Soja nicht in den Mengen verwenden möchten. Ein Frühstückskapitel fehlt und auch die Vielfältigkeit der Mahlzeiten ist eher spärlich (viele Standardrezepte). Tofu, Sojamilch und Pflanzensahne dominieren. Von der Verwendung von Fertigprodukten wie Fertig-Pflanzenkäse ganz zu schweigen. Das braucht man in der Kinderküche nicht, meiner Meinung nach.
Ganz nett, aber nicht das, was ich mir für den deutschen Markt an Kochhilfe für die Erziehung veganer Kinder gewünscht hätte.

Leute, ich glaube, ich schreibe mein eigenes Kochbuch bzw. Ernährungsratgeber für (Klein)kinder. Könnte ich einen Verleger finden und es tatsächlich verkaufen, würde ich den Gesamterlös, der mir zukäme an Hof Butenland spenden! Echt!

Cookbook-Challenge: Everyday Chickpea Quinoa Salad (AFR) & Curry Fennel Cauliflower Bake (LDV)

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Challenge Mix {lins im Bild: Curry Fennel Cauliflower Bake, rechts im Bild: Everyday Chickpea Quinoa Salad}

Einmal Top und einmal Flop… Es musste ja einmal so kommen, dass mir irgendein Gericht aus La Dolce Vegan! nicht schmecken wird. Das es so schlimm kommt, konnte ich zwar nicht ahnen, aber herrje, das war wirklich ungenießbar. Zoes Kommentar: „Mama, die Würmer da drin schmecken ekelig (Anmkerung: Würmer = Fenchelsamen :-)).

Ich hätte ahnen müssen, dass das nichts wird. Fenchel ist kein beliebtes Gemüse in unserer Umgebung. Ich toleriere es und esse Fenchel auch mal im Auflauf im Kartoffeln zusammen, aber ich habe nicht das Bedürfnis es unbedingt essen zu müssen. Mann und Tochter verabscheuen Fenchel sogar. Insofern war es tatsächlich eine echte Challenge. Nun dachte ich, man könnte es ja mal mit den Fenchelsamen probieren – vielleicht schmecken die einfach anders im Essen… Ne, das ist nicht der Fall, im Gegenteil. Wenn man einen herzhaft intensiven Fenchelgeschmack sucht, dann einfach ein paar Fenchelsamen über’s Essen streuen. Geschmacklich mit einem über dem Essen ausgeleerten Teebeutel zu vergleichen. Bäh.
Ich bin wirklich überrascht über all die positiven Stimmen im amerikanischen Vegan-Blogger-Raum. Alle waren total begeistert von diesem Auflauf und die Erfinderin des Gerichtes schwärmt im Kochbuch selbst davon, dass es ein „Family-Favorite“ sei!

Blumenkohl Fenchel Bake

Hier hat vieles nicht zusammen gepasst. Mal abgesehen von den Fenchelsamen (die könnte man ja das nächste Mal im Gewürzdöschen lassen…), war das Essen viel zu trocken. Reis wird als Beilage empfohlen, aber ohne Sauce?! Das Gericht besteht lediglich aus Blumenkohl, Tofu und Erbsen mit Gewürzen. Mein Mann resümierte: „Für Liebhaber von Fenchel und furztrockenem Essen, hättest du auf jeden Fall ein tolles Rezept parat.“ 🙂

Tja, aus Cookbook-Challenge wurde Challenge-Fail. Egal – nächstes Rezept 🙂

Everyday Chickpea Quinoa Salad

Das sieht schon besser aus, und war es auch! Der beliebte Everyday Chickpea Quinoa Salad aus Appetite for Reduction. Allerdings ohne die darin vorgeschlagene Balsamic Vinaigrette, sondern mit meiner eigenen Lieblings-Tahinsauce. Die besteht aus etwas Wasser, Apfelessig, Zitronensaft, Ahornsirup, hellem Tahin, Salz, Pfeffer, Senf, Knoblauch, TK-8-Kräuter, einem Schuß Sojasauce und einer Mischung aus Hanf- und Olivenöl.

Der Salat besteht in meinem Fall aus Salatblättern, Tomaten, Quinoa, Kichererbsen, Zwiebeln und geraspelten Karotten. Isa gibt im Buch nur ein Basisrezept vor. Natürlich kann man es nach Lust und Laune variieren. Das mag ich an Appetite for Reduction so gerne: viele Basisrezepte und viele Vorschläge für Variationen. Super!

Dazu gab es Vollkorntoast bestrichen mit etwas Olivenöl und mit ein wenig Salz, Knoblauchpulver und Hefeflocken bestreut im Ofen knusprig gebacken. Das Ganze war zusammen ausgesprochen lecker und sättigend! Sehr zu empfehlen!

Noch ein Bild des Salates im „Roh“zustand:

Everyday Chickpea Quinoa