Plant Powered Kids – Teil 1: Die Serie startet! Bücher und Quellen zur veganen Kinderernährung

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Dreena Burton Bücher
Dieser Artikel ist ein übersetzter Beitrag aus der Serie Plant Powered Kids! von Dreena Burton’s Plant Powered Kitchen. Mit freundlicher Genehmigung der Autorin stelle ich diese Serie hier bei VeganCorner in deutscher Übersetzung ein.

Falls ihr noch nicht im Besitz von Dreena’s Büchern seid, hier die Links (alle Titel sind auch als günstigere Kindle-Version für PC oder IPad verfügbar):

Heute startet die Plant-Powered-Kids-Serie, um das Bewusstein für besondere Aspekte der veganen Kindererziehung zu erhöhen und um Bestärkung und Selbstvertrauen zu liefern eure Kinder gesund, mitfühlend und pflanzenbasiert zu ernähren.

Nach Durchsicht eurer Kommentare und Anmerkungen zum Eingangsbeitrag habe ich eine Liste der Themen zusammengestellt, die sich als besonders herausfordernd, bewegend oder auch verwirrend für Eltern darstellen. Diese Liste ist nicht starr. Bei Bedarf werde ich Themen ändern, hinzufügen oder löschen. Bei allen Topics möchte ich euch ermutigen eure Erfahrungen, Ideen, Erfolge und Quellen zu teilen, um der Allgemeinheit so viele Informationen wie möglich zur Verfügung zu stellen. Ich möchte an dieser Stelle auch festhalten, dass ich, wie die meisten von euch wissen werden, keine ausgebildete Ernährungsberaterin bin. Folglich basieren alle Informationen bezüglich veganer Ernährung und Nährstoffe auf meinen eigenen Erfahrungen/Nachforschungen. Ich werde mich bemühen euch alle relevanten Verweise und Quellen bereit zu stellen, auf die sich mein Wissen bezieht.

Folgende Liste werde ich (meistens) der Reihe nach abarbeiten und wöchentlich (hoffentlich!) ein Thema veröffentlichen.

Hier ist unser Plant-Powered-Kids Reiseplan:

  • Teil 1: Quellen und Verweise zur veganen Kinderernährung (HEUTE!)
  • Schwangerschaft, Geburt, Neugeborene und Ärzte: Meine Erfahrungen
  • Säuglinge und Kleinkinder: Ernährung für die Kleinsten – vom Beikostalter (ab ca. 6 Monate) bis 2 Jahre
  • Kinderfreundliche Küche: Schubweise Kochen und die Vorratskammer bereit halten
  • Schulessen(brote): Planung, Verpackung und Allergieeinschränkungen regeln
  • Quick Fixes: Frühstück, Mittagessen und Abendessen
  • Kinderfreundliche Rezeptanregungen aus meinen Büchern und von EUCH!
  • Gesunde Fette: Nüsse, Samen und andere
  • Plant-Powered-Kids beim Sport
  • Mama, woher bekomme ich meine Proteine? 🙂
  • Eltern: Benutzt eure Bohnen! und die Kraft von Hummus (ja, es ist wahr, ich werde dich überzeugen, auch wenn dein Kind momentan kein Hummus mag)
  • Wählerische Esser: Tips & Tricks
  • Geburtstage, Schulveranstaltungen und vegan sein im sozialen Umfeld
  • Es ist nicht leicht „Grünzeug“ zu sein (oder deine Kinder davon zu überzeugen dies zu essen)
  • Rezepte kindgerecht anpassen
  • Elterliche Essenstaktiken: Spiele, Namen und „Shames“ (Anmerkung: mit Shames ist in diesem Fall wohl die Süßigkeitensparte gemeint)
  • Mit Kindern über Veganismus reden

Heute beginnen wir mit den Hauptquellen, auf die ich normalerweise verweise, wenn ich von fragenden Eltern angeschrieben werde. Diese Links/Verweise/Quellen und Bücher sollten auf jeden Fall in eurem Arsenal sein. Ganz besonders für diese Panikmomente, in denen man aus einer Arztpraxis kommt und dort wegen dem Calciumhaushalt des Kindes auseinander genommen wurde, weil das Kind keine Milchprodukte zu sich nimmt… oh, und sie haben gerade ein Kind wegen Verstopfung behandelt und ein anderes wegen einer wiederkehrenden Mittelohrentzündung. (Ich möchte anmerken, dass meine Kinder unter keiner von diesen typischen Kindheitsbeschwerden litten – trotzdem, auch ich habe schon eine Arztpraxis weinend verlassen). Alles schon mitgemacht. Die richtigen Quellen zur Stelle zu haben wird das Selbstvertrauen langsam steigern, euch mit präzisen Antworten versorgen und euch die wichtige Bestärkung dafür liefern, die richtige und gesunde Entscheidung für euer Kind/eure Kinder getroffen zu haben.

Bücher (Anmkerung der Übersetzerin :-): von den genannten Büchern gibt es bisher noch keine deutschen Übersetzungen, weswegen ich noch ergänzend deutsche Literatur im Anschluss an diesen Beitrag anfüge):

Becoming Vegan

The Complete Idiot’s Guide to Plant-Based Nutrition

Vegan For Life (Anmkerung Dreena: ich bin noch nicht im Besitz dieses Buches, da es erst vor Kurzem erschienen ist, bin aber davon überzeugt, dass es eine wertvolle Ergänzung eurer Bibliothek ist) (Anmerkung von mir: ich habe dieses Buch und kann es nur wärmstens empfehlen! Es ist sehr kurzweilig und alle Informationen sind übersichtlich und klar dargestellt!)

The Ultimate Breastfeeding Book of Answers (für Schwangere und Stillende)

Disease-Proof Your Child (disclaimer Dreena: Ich besitze dieses Buch nicht, aber kenne Eltern und Experten die es empfehlen)

Online Quellen:

PCRM (Ihr könnt dort die Artikel durchsuchen und auch den Newsletter abonnieren.  Die Seite ist zwar nicht speziell auf Kinder ausgerichtet, es werden jedoch ernährungsbedingte Themen für Kinder bearbeitet)

VegFamily

VeganHealth (Kategorie für vegane Kinder)

Forks Over Knives and Engine2Diet (auch wenn man nicht vor hat sich ölfrei vegan zu ernähren, bietet die Seite doch viele praktische und nützliche Informationen, Artikel, Referenzen und vieles mehr. […])

Diese Liste ist selbstverständlich nicht vollständig. Es sind einige MEINER (Anmerkung: Dreena Burtons :-)) Favoriten – Grundlagen, von denen ich glaube, dass ihr sie kennen müsst. Bitte kommentiert mit weiteren Quellen, die euch wichtig erscheinen, um auch anderen die Möglichkeit zu geben sich die Informationen zu besorgen.

Bevor ich abschließe, möchte ich noch ein Wort zu B12 verlieren, da es in meinem Eingangsbeitrag zur Serie sehr oft angesprochen wurde. Ich empfehle nicht, die B12-Versorgung ausschließlich über die Ernährung sicher zu stellen, da damit keine ausreichende Versorgung gewährleistet werden kann. Ja, angereicherte Hefeflocken und angereichtere Pflanzenmilch enthalten B12… aber woher weiß man wieviel man davon tatsächlich aufnimmt? Zuverlässige Gesundheitsexperten empfehlen allen vegan lebenden Menschen B12 zu supplementieren. Es ist einfach und nicht teuer. Ich gebe meinen Mädchen eine 1000 mcg B12 Tablette sublingual (Anmkerung: unter der Zunge) ein- bis zweimal die Woche (wenn ich mir nicht sicher bin, ob sie diese Woche schon eine hatten, gebe ich ihnen eine weitere). Damit erhalten sie die B12-Versorgung, die sie benötigen (siehe die oben genannten Quellen oder diesen Artikel zum Thema von Jack Norris). Ich selbst nehme 2 bis 3 Tabletten die Woche. B12 gilt als ungiftig, so dass eine Überdosierung nicht schadet (zuviel wird über Urin/Stuhlgang ausgeschieden). Ein Mangel jedoch ist sehr riskant (und es wird weiter noch allen Menschen über 50 Jahren empfohlen – egal ob vegan oder nicht – B12 zu supplementieren).

Das Update von Dreena übersetze ich nicht wörtlich, da es um ein spezielles B12-Supplement geht, welches hier nicht erhältlich ist. Sie erläutert allerdings, dass sie ausschließlich Methylcobalamin supplementiert, da es generell empfohlen wird:

Es gibt zwei unterschiedliche B12-Supplemente: Methylcobalamin und Cyanocobalamin. „Obwohl die meisten Produkte Cyanocobalamin als B12-Supplement verwenden, achten Sie auf die Methylcobalamin basierten. Methylcobalamin wird besser vom Körper aufgenommen, im Speicher länger gehalten und hinterlässt nach der Umwandlung keine giftigen Zyanid-Moleküle, die vom Körper verarbeitet werden müssen. B12-Supplemente zu kauen, verbessert die Aufnahme, aber die Unter-die-Zunge-Versionen werden ebenfalls gut absorbiert. (Quelle: The Complete Idiot’s Guide to Plant-Based Nutrition)

Des Weiteren verweist Dreena auf ein Video-Clip von Brenda Davis, R.D., indem sie die Behauptung „wenn bei einer veganen Ernährung B12 supplementiert muss, dann kann diese nicht natürlich sein…“ entkräftet. Sie erklärt darin auch warum man sich nicht auf Algen oder andere Nahrungsquellen als B12-Versorgung verlassen kann. Hier geht’s zum Video.

Wer Dreena’s Serie im Original verfolgen möchte, kann sich natürlich zum Newsletter ihres Blogs anmelden!

Ergänzung: Meine deutschsprachigen Buchempfehlungen:

Vegane Ernährung von Gill Langley (ist bereits etwas älter, aber immernoch aktuell und sehr fundiert, für Vegan-Neulinge ein in deutsch übersetztes Hauptwerk)

Vegetarische Ernährung von Leitzmann/Keller (wissenschaftlich, mit allen Informationen zu Nährstoffen einer vegetarisch/veganen Ernährung, keine Speiseplanempfehlungen und keine spezielle Ausrichtung in Bezug auf Kinder)

Säuglingsernährung: Stillen und vegetarische Beikost (etwas veraltet in Bezug auf die Stillthematik, allerdings ein sehr gutes Buch zur Beikosteinführung vegetarisch/vegan ernährter Kinder)

Deutschsprachige Links:

Viva Vegan für Mutter und Kind (ein vergriffener Titel, den es bei vegan.de zum kostenlosen Download gibt, sehr informativ, sehr hilfreich, in mancher Hinsicht etwas veraltet)

veganekinder.de (viele Informationen rund um das Thema vegane Kinder, allerdings eher oberflächlich und wenig hilfreich wenn es um die konkrete Umsetzung einer veganen Kinderernährung geht)

vegankids.de (wenig Informationen, der Rezepteteil verweist auf das Tierrechtskochbuch)

Vegane Ernährung in der Kindheit (ein paar praktische Tipps für den Beikoststart)

Viel Spaß beim Stöbern!

3 Gedanken zu „Plant Powered Kids – Teil 1: Die Serie startet! Bücher und Quellen zur veganen Kinderernährung

  1. Hi, ich denke, Ärzte sind bei Krankheiten die richtigen Ansprechpartner. Bei Ernährungsfragen sind Ökotrophologen besser ausgebildet. Ich habe mal gehört, dass Ärzte kaum Ernährungswissen gelehrt bekommen – im Grunde wäre dann der Arzt darin so kompetent wie der Nachbar… trotzdem denkt man natürlich bei Gesundheit gleich an Ärzte. 😀

  2. Die Serie finde ich total toll. Auch wenn ich selber keine Kinder habe und auch noch weit davon entfernt bin, finde ich das sehr spannend und freue mich auf die zukünftigen Beiträge!
    Früh übt sich würd ich sagen….

    • Das geht manchmal schneller als man denkt… :-).

      Ich denke, die Serie ist nicht nur für Kinder toll, sondern auch für Erwachsene, die vielleicht nicht alles essen oder sich gerade umstellen. Meine Erfahrung lehrt mich, dass sich die Geschmacksnerven tatsächlich anpassen. Wenn man also erst einmal damit beginnt, z.B. Tahin in Saucen zu verwenden, dann gewöhnt man sich langsam daran, so dass man später Tahin sogar pur mag. Solche und viele weitere nützliche Tipps hat Dreena immer parat.

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