Das leidige Thema Milch bzw. Calcium…

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Milch ist weiterhin ein beliebtes Thema. Die meisten Menschen, mit denen ich mich unterhalte, können (und ich behaupte auch wollen) einfach nicht glauben, dass ihre beliebte Säuglingsnahrung einer fremden Art nicht ganz die Wundernahrung sein soll, als die sie in den Medien oft dargestellt wird.

Ich hatte mich hier schon mal in Zusammenhang mit Maria Rollingers Buch „Milch besser nicht“ zum Thema ausgelassen.

Heute also keine Bilder vom leckeren Essen, sondern nochmals von mir gesammelte Informationen zum Thema und warum ich persönlich auf dieser Basis zu dem Ergebnis komme: es geht auch ohne Milch – sogar besser.

Man behalte dabei immer im Hinterkopf, dass ich nicht erst vegan wurde und dann geschaut habe wie ich Milch mit gutem Gewissen verbannen kann, sondern dass ich mich unabhängig vom Thema Veganismus tatsächlich erst über gesundheitliche Aspekte aufgeklärt habe und dann zu diesen Schlussfolgerungen gekommen bin.

Ich fasse kurz zusammen – wer mehr wissen möchte liest unten weiter:

  • Fakt ist, wer sich ausschließlich vegan ernähren möchte, muss sich unbedingt mit den kritischen Nährstoffen auseinandersetzen; die Kost muss wirklich ausgewogen sein um einer Mangelernährung vorzubeugen
  • Fakt ist aber auch, dass eine omnivore Ernährung (Fleisch, Milch und Pflanzen) nicht automatisch den Nährstoffbedarf abdeckt, sondern vielmehr in der normalen nicht durchdachten Form zu den Wohlstandskrankheiten führt – ganz vorne Herzerkrankungen, dicht gefolgt von vielen Krebsarten, die über Ernährung erheblich eingedämmt werden können (das Kosten-Nutzen-Verhältnis ist bei dieser Ernährungsform mehr als fraglich)
  • Milchkonsum in jungen Jahren korreliert mit bestimmten Krebsarten im Erwachsenenalter – das ist umso mehr überraschend, als das gerade Kindern ständig Milchprodukte aufgezwungen werden um ihren Calciumbedarf zu decken
  • Milch ist mitnichten die beste Quelle um seinen Calciumbedarf zu decken. Mehrere Studien zeigen auf, dass es nicht ratsam ist, über Milch alleine (sofern man diese konsumiert) seinen Calciumbedarf zu decken, da gleichzeitig sich die Aufnahme tierischer Proteine erhöht, die in mehr als einer Hinsicht als bedenklich gilt – insbesondere aber auch auf die Ausscheidungsrate von Calcium im Urin.
  • Fakt ist, der Calciumbedarf kann problemlos über calciumreiches Mineralwasser, Hülsenfrüchte und oxalatarmen Gemüse gedeckt werden

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Als ich begannn mich mit dem Thema Veganismus und Ernährung auseinanderzusetzen, stellte ich mir immer wieder die Frage: Warum ist Milch so gesund? Und ist es wichtig, dass ich meiner Tochter weiterhin täglich Milch zum Trinken geben oder geht das auch anders?

Als erste Anlaufstelle suchte ich die Seite der DGE (Deutschen Gesellschaft für Ernährung). Die wohl häufigste Anlaufstelle für Konsumenten, wenn es um Ernährungsfragen geht. Dort steht in einer Stellungnahme zu Milch von 1998 geschrieben:

Milch und Milchprodukte sind unsere wichtigste Calciumquelle“ [1].

In dieser Stellungnahme steht weiter unten: Die Aufnahmerate von Calcium aus Milch beträgt daher 30 Prozent im Vergleich zu etwa 20 Prozent aus pflanzlichen Lebensmitteln. An dieser Stelle wurde ich stutzig, hatte ich doch schon entfernt etwas davon gehört, dass es Gemüsesorten gibt, bei denen das Calcium besonders gut – besser als bei Milch – absorbiert werden kann.

Ich weiß, diese Stellungnahme ist von 1998, aber wäre es nicht an der Zeit das zu korrigieren?

Mittlerweile gibt es Studien [2], die nachgewiesen haben, dass einerseits der Calciumverlust durch gleichzeitige Aufnahme tierischer Eiweiße im Urin nachzuweisen ist und andererseits die Kalziumabsorption von der Zusammensetzung der Nahrung sowie von individuellen physiologischen Bedürfnissen abhängt, wie z.B. der Kalzium- und Vitamin D-Status, Alter, Schwangerschaft und Laktation. [3]

In Quelle [3] steht weiter: „Die Kalziumabsorption beträgt aus Milch und Milchprodukten sowie Mineralwasser etwa 30%, aus oxalatarmen Gemüsearten (z.B. Chinakohl, Brokkoli, Grünkohl) etwa 50-60% und aus oxalatreichen Gemüsearten etwa 13%. Aus Sesam, Mandeln und Hülsenfrüchten wird Kalzium zu etwa 25% absorbiert (eigene Anmerkung: dies wird als Bioverfügbarkeit bezeichnet). Die Kalziumabsorption aus mit Kalzium angereichter Sojamilch ist genauso hoch wie bei Kuhmilch und steigt bei Weiterverarbeitung zu Sojajoghurt noch an.“

An dieser Stelle wiederhole ich kurz:

  • Milch hat ca. 140 mg Calcium pro 100 ml. Mein calciumreiches Wasser hat 485 mg pro Liter. Ich kann also einfach auch 2-3 Liter angereichertes Mineralwasser trinken oder 1,5 Liter und 1-2 Esslöffel Sesamsamen am Tag und bin genau dort, wo ich mit Milch auch wäre – ohne belastende Proteine und Fette
  • Calcium aus oxalatarmen Gemüsesorten ist zu 50-60%!!!!! absorbierbar vom Körper. Das sind doch mal ganz andere Zahlen wie die von der DGE pauschal genannten 20%…
  • Und die ebenso pflanzlichen Quellen wie Sesam, Mandeln und Hülsenfrüchte schließen mit 25% Absorptionsrate auch nicht wirklich viel schlechter ab

Was von der DGE allerdings überhaupt nicht bedacht wird, ist die Ausscheidungsrate von Calcium über Urin bei gleichzeitiger Aufnahme von Proteinen (hier insbesondere tierische), was ja bei Milch zwingend gegeben ist (siehe hierzu schon genannte Studie [1]).

Leitzmann/Keller schreiben dazu: „Für die Kalziumbilanz ist die Kalziumausscheidung ingesamt bedeutender als die Kalziumabsorption. So erhöht sich mit steigender Proteinzufuhr, insbesondere aus tierischen Lebensmitteln, die Kalziumausscheidung im Urin: Pro zugeführtem 1 g Protein werden etwa 10 mg Kalzium ausgeschieden. […]“ [4]

Das ist interessant angesichts der Tatsache, dass die DGE in ihrer Stellungnahme rein gar nicht auf dieses Thema eingeht. Auch nicht im Jahre 2012. Es heißt zwar bei Leitzmann/Keller (Quelle [3]) weiter, dass „…potentiell negative Wirkung einer hohen Proteinzufuhr offenbar durch eine adäquate Kalziumzufuhr aufgehoben wird. […]“, allerdings bedeutet das für mich, dass man mit Milch als alleinige Calciumquelle eher in Engpässe kommen wird, da man gleichzeitig auch stets die Proteinaufnahme erhöhen wird. Seltsamer Teufelskreis, der da empfohlen wird.

Ich möchte nicht falsch verstanden werden. Mein Bemühen liegt stets darin, das Material von allen Seiten, die ich bekomme, auszuwerten und für mich zu interpretieren. Erst einmal traue ich keinem Statement einfach so und schon gar nicht, wenn ich weiß, dass unabhängige Wissenschaftler dafür entlohnt werden. Das muss natürlich nicht per se bedeuten, dass alles erstunken und erlogen ist was diese behaupten, aber es bedeutet auf jeden Fall für mich mindestens den Gehalt der Aussagen weiter zu hinterfragen.

Wenn man genauer liest kommen noch folgende Informationen von Leitzmann/Keller:

„Die in Gemüse und Obst vorhandenen Salze organischer Säuren, wie Citrate, Malate und Tartrate von Natrium, Kalium und Magnesium, puffern durch ihre alkalisierende Wirkung ebenfalls Säure. Ein reichlicher Verzehr von Basen bildendem Gemüse und Obst kann somit dem Knochenabbau sowie der Kalziumausscheidung entgegenwirken.“ [5]

Ein weiterer extrem wichtiger Punkt, der im gängigen Medienquatsch über Milch untergeht ist die Vitamin-D-Versorgung. Diese ist unerlässlich für die Kalziumresorption im Darm und die Förderung der Knochenmineralisation. Erfreulicherweise wird Vitamin D immer mehr Aufmerksamkeit geschenkt und auch darauf hingewiesen, dass in den Monaten von September bis März keine ausreichende Versorung mit Sonnenbestrahlung besteht, so dass mittlerweile für alle in unserem Breitengrad lebenden Menschen eine Supplementierung gefordert wird (hierzu werde ich einen eigenen Artikel demnächst veröffentlichen).

Interessant finde ich auch die Tatsache, dass „Eine Modellrechnung der WHO zeigte, dass eine Verringerung der Zufuhr an tierischem Protein von 60 auf 20g/d […] den Kalziumbedarf von Erwachsenen von etwa 840 auf 600 mg/d reduzieren würde (eigene Anmerkung: d entspricht Tag).“ [6]

Jetzt geht es natürlich weiter. Milch soll also alleine wegen Calcium so gesund und unerlässlich für das Wohlbefinden sein?

Ich finde eine weitere Stellungnahme der DGE zum Thema „Milch und Krebs“. Wenn man diese kritisch liest, vielleicht noch ein paar andere Quellen hinzuzieht, dann liest man auch, dass es wohl nicht mehr von der Hand zu weisen ist, dass es da bestimmte Zusammenhänge zwischen Milchkonsum in jungen Jahren und dem Krebsrisiko in älteren Jahren gibt.[7]

Das gibt mir natürlich schon zu denken. Sie werden zwar nicht müde zu betonen, dass es noch viel zu wenig wirklich glaubwürdige Nachweise gibt (allerdings ist dieses Statement auch von 2001), die der Milch direkt die Schuld zuschreiben können (mal ganz salopp ausgedrückt), aber es ist nun doch so, dass in einigen Studien nachgewiesen wurde, dass gerade eine hohe Aufnahme von Kasein, dem Milchprotein, mit einer erhöhten Rate besonders an Prostatakrebs einhergeht. Brustkrebs ist bis heute noch nicht wirklich besiegelt, aber bei Eierstockkrebs sieht das schon etwas anders aus [8].

Langer Rede kurzer Sinn: wenn man das Material, das einem so um die Ohren herumfliegt auswertet, kommt man leicht zu dem Verdacht, dass gerade hormongesteuerte Krebserkrankungen wie Prostata-, Brust- und Eierstockkrebs durch den Verzehr von Milch begünstigt werden. Und vor allem auch: das die Osteoporoserate allein durch eine hohe Calciumzufuhr überhaupt nicht gesenkt werden kann – wie wir hier in Deutschland mit unseren hohen Osteoporoserate täglich beweisen. Es steht mittlerweile fest, dass viele weitere Faktoren (darunter auch gerade der Vitamin-D-Haushalt) in Bezug auf Osteoporose eine ausschlaggebende Rolle spielen.

Wenn man nun die Empfehlung der DGE dagegen hält, die besagt, jeder sollte täglich mindestens 1 Liter Mich zu sich nehmen um eine adäquate Aufnahme von Calcium zu gewährleisten, dann frage ich mich ernsthaft als Endverbraucher was das soll? Es deutet alles darauf hin, dass besagte Krebskrankheiten gerade durch einen hohen Verzehr begünstigt werden sollen, aber ich solle alleine auf Milch als Calciumlieferant zählen? Ein Schelm, wer böses dabei denkt…

Bezüglich Osteoporose, Milch und Calcium habe ich einen interessanten Artikel von der Harvard School of Public Health entdeckt, in dem, kurz gefasst, steht, dass Milch zwar eine sehr bequeme Calciumquelle darstellt, es aber in Bezug auf Krebsriskien eher vermieden werden sollte den gesamten Bedarf über Milchprodukte abzudecken. Es gibt genügend andere Quellen (siehe meine Auflistung weiter unten), über die alleine der Bedarf gedeckt werden kann. Schließlich gibt es auch Menschen, die keine Milch vertragen, die müssen ja auch irgendwie ohne Knochenbrüche auskommen…

Und wenn man es mal genau nimmt: der hohe Milchkonsum besteht erst seit kurzem – nämlich als die Haltbarkeit durch Pasteurisierung erzielt wurde. Vorher war Milch ein eher seltenes Nahrungsmittel auf unserem Speiseplan. Und in der Tat wird in manchen Ländern – vor allem asiatischen und afrikanischen – heute noch keine Milch konsumiert. Mit dem nicht anfechtbaren Fakt, dass gerade in diesen Ländern eine sehr geringe Osteoporoserate herrscht. Das heißt für mich nicht zwingend, dass Milch schädlich ist, es heißt aber sehr wohl für mich, dass man sehr gut ohne auskommen kann.

Auf das Thema der brutalen Ausbeutung von Tieren gehe ich an dieser Stelle nicht ein. Wer sich hierzu informieren möchte kann gerne die gängigen Quellen Peta, Peta – das Sozialleben der Kühe, Youtube, Albert Schweitzer Stiftung etc. zu Rate ziehen.

Was bedeutet das für mich?

Ich habe für mich folgendes resümiert: wenn Milch sowieso eine bedenkliche Quelle in Bezug auf Krebs ist und die Calciumaufnahme mit Milch alleine nicht angeraten wird, daneben noch Millionen von Kühe in erbarmungslos perverser Art und Weise als Milchmaschine ausgebeutet werden, mit Hormonen noch und nöcher vollgestopft werden, damit ihre Leistung immer besser wird und sie mit 4-5 Jahren elendig zugrunde gehen weil sie ihr Leben lang schwanger sind (das sie ihre Kinder nie behalten dürfen ist klar), obwohl eine Kuh natürlicherweise sogar bis zu 30 Jahre alt werden kann, dann steht für mich fest, es gibt keinen guten Grund Milch zu konsumieren. Im Gegenteil – eher gute Gründe dagegen. Alle Vitamine, Mineralstoffe und vor allem auch das so umstrittenen Thema Calcium sind ausschließlich über pflanzliche Nahrungsquellen zu beziehen. Darüber kann es keinen Zweifel geben, da es immer noch ein Großteil der Menschheit ohne Milch schafft sehr gut zu überleben. Dafür braucht’s nicht mal eine Studie.

Ich glaube, dass es erheblichen Einfluss auf das Wohlbefinden eines Menschen hat, wie man sich ernährt. Nicht nur aufgrund gesundheitlicher Aspekte, sondern ganz besonders für das seelische Gleichgewicht. Wer kann schon im Wissen darüber, dass im eigenen Auftrag Lebewesen so grausam ausgebeutet, gequält und getötet werden, seinen – nur zur Befriedigung dienenden – Käse noch genießen? Ich behaupte, das ist eine Minderheit. Es fehlt nicht an Empathie in unserer Gesellschaft, es fehlt an Informationen und vor allem an Transparenz.

Da ich keinerlei tierische Proteine aufnehme, dürfte mein Calciumbedarf noch etwas tiefer liegen als 600 mg pro Tag, d.h. ich muss keine 3 Liter calciumreiches Wasser trinken (was ich im Übrigen auch noch nicht gemacht habe). Des Weiteren verzehre ich in hohem Maße (täglich bis mehrmals täglich) oxalatarmes Gemüse und/oder Obst und Gemüse reich an Magnesium, Vitamin C, Vitamin K und Kalium, was sich ingesamt noch positiver auf die Kalziumausscheidung auswirkt.

Meine Blutwerte sowohl während der Schwangerschaft im März als auch während der Stillzeit im Oktober haben ergeben, dass ich keinerlei Calciummangel zu verzeichnen habe. Und das ohne ohne Milch und Milchprodukte.

Auf welche Nahrungsmittel kann ich nun zurückgreifen um meinen Calciumbedarf zu decken?

  • Die verlässlichste Quelle ist wohl calciumreiches (über 150 mg/l) aber nitratarmes Mineralwasser – Resorptionsrate liegt bei 30%, wie bei Milch ohne die hemmenden Faktoren des tierischen Proteins! *
  • oxalatarmes und gleichzeitig calciumreiches Gemüse – Brokkoli, Grünkohl, Fenchel, Lauch
  • Sesamsamen – 780 mg/100g ( 2 EL = ca. 200 mg Calcium)
  • Mandeln – 265 mg/100g

* Alwa-Wasser hat 485 mg Calcium auf 1 l, so dass man damit sehr gut seinen Bedarf decken kann. Gleichzeitig ist das Wasser natriumarm. Das Steinsieker Mineralwasser hat sogar 620 mg/l, womit sich der vegane Bedarf mehr als decken lässt. Es ist ebenfalls natriumarm. Das Rosbacher Mineralwasser gilt mit 206 mg/l ebenfalls schon als calciumreich, kann aber nicht mit Alwa oder Steinsieker mithalten.

Wer jetzt denkt, ich spinne mir das alles zusammen, darf sich gerne über diese Quellen weitere Informationen einholen (ergänzend zu den unten genannten Quellen):

Internetquellen:

Bücher:

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[1] Quelle dieser – mit Verlaub – hanebüchenen Aussage: DGE-Stellungnahme zu Milch, 1998, http://www.dge.de/modules.php?name=News&file=article&sid=30
[2] Quellen: Low Protein Intake: The Impact on Calcium and Bonehttp://jn.nutrition.org/content/133/3/855S.full
[3] siehe hierzu: Leitzmann/Keller: Vegetarische Ernährung, Auflage 2010, S. 254
[4] Quelle: Leitzmann/Keller: Vegetarische Ernährung, Auflage 2010, S. 254
[5] Quelle: Leitzmann/Keller: Vegetarische Ernährung, Auflage 2010, S. 255
[6] Quelle: Leitzmann/Keller: Vegetarische Ernährung, Auflage 2010, S. 170
[7] siehe hierzu: DGE-Stellungnahme „Milch und Krebs“, November 2001, http://www.dge.de/modules.php?name=News&file=article&sid=304
[8] Genkinger JM, Hunter DJ, Spiegelman D, et al. Dairy products and ovarian cancer: a pooled analysis of 12 cohort studies. Cancer Epidemiol Biomarkers Prev. 2006; 15:364–72.

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25 Gedanken zu „Das leidige Thema Milch bzw. Calcium…

  1. Hey, bin auf deinen Artikel gestoßen, da ich gehört habe, dass Milchprodukte den Knochen Kalzium entziehen sollen. Ich bin weder Veganer noch Vegetarier und betrachte solche Artikel immer mit Vorsicht (Propaganda-Gefahr;) ), allerdings scheinen die Infos durchaus nachvollziehbar und logisch. Momentan esse ich täglich 500g Magerquark, da ich Kraftsport betreibe und täglich 2g/kg Eiweiß zu mir nehme. Ich achte schon sehr auf meine Ernährung: brauner Reis, möglichst weißes Fleisch (Hähnchen, Pute und Fisch), Eier, Magerquark, Olivenöl, Kidneybohnen, Blattsalate, Mais, Paprika, Bananen, Birnen, Trauben, Pfirsiche/Nektarinen usw. Da ich allerdings viel unterwegs bin und es mir schon jetzt schwer fällt, immer meine genannte Ernährung einzuhalten, würde es wahrscheinlich noch schwerer als Veganer werden, zumal 500g Magerquark bereits 1/4 meiner täglichen Eiweißzufuhr decken. Ich muss dazu sagen, dass ich diverse Massentierhaltungsvideos kenne und Berichte gelesen habe und ich es natürlich schrecklich finde aber dadurch keine persönliche ethische Diskrepanz zum Fleischkonsum bei mir entsteht. Ich bin nicht so der Tierfreund, dafür mag ich aber Menschen umso lieber 😉 Könntest du mir einige vegane Lebensmittel nennen, die mindestens 10g/100g Eiweiß enthalten und somit für mich überhaupt die Frage aufkommt umzusteigen? 🙂
    Vielen Dank schonmal! 🙂

    LG
    Niko

    • Wenn ich mich nicht irre enthält Tofu schonmal gut 20 g Eiweiß pro 100g. Gute Eiweißquellen sind soweit ich weiß alle Hülsenfrüchte wie Kichererbsen, Soja und auch Hirse.

      LG Judith

  2. Hab mir das Buch „Milch lieber nicht“ heute bei Hugendubel bestellt, am Montag kann ichs abholen. Bin schon gespannt und freue mich aufs lesen. ;o)

    • Viel Spaß kann man da schlecht wünschen, aber ich hoffe, du kannst für dich viele hilfreiche Informationen daraus beziehen!

      LG! Jenny

      • Ich denke doch dass ich bei der Lektüre neue Erkenntnisse bekomme, auch wenn meine Entscheidung gefallen ist, und ich 100 % weiß dass ich nicht mehr zu meinem alten Leben zurück kann! Die Käsereste hab ich für den nächsten Besucher in die hinterste Ecke vom Gefrierfach verbannt, damit sie nicht verschimmeln und ich den Anblick nicht mehr täglich ertragen muss. Die Widernatürlichkeit tierische Säuglingsnahrung zu konsumieren wiegt fast stärker als das Leid dass die Tier ertragen müssen, auch wenn mir das natürlich Leid tut. Aber es widert mich so an dass ich mir keinesfalls mehr vorstellen kann eine Milchtüte oder Eiskrem in den Einkaufswagen zu packen. Im Grunde ist nur Vit B12 kritisch und Vit D vor allem im winter, können wir es zwar selbst produzieren aber die kurzen Tage wenn wir sie berufsbedingt im Büro verbringen müssen nicht so nutzen. Und wir laufen nicht mehr zum Supermarkt, Leute wie ich ohne Führerschein sind die Ausnahme, oder durch den Wald um Beeren zu sammeln, sondern parken nahe dem Eingang und organisieren unsere Nahrung in geschlossenen Räume, mit der Produktion auf den Feldern sind wenige für viele beschäftigt.

        VLG Judith

        PS: Hab auch ein neues Rezept gepostet. Warst Du vor der Umstellung auf vegan auch schon Vegetarierin?

      • Hallo Judith,

        es gibt gute Beiträge zu Vitamin B12 und Vitamin D. Wobei Vitamin D fast das dringendere Thema ist, denn bei B12 sind sich ja (fast) alle einig, dass es supplementiert werden sollte. Bei Vitamin D ist das noch nicht überall angekommen, ein Mangel kann aber auch hier schlimme Folgen haben.
        Ich verlinke dir mal einen informativen Artikel an dieser Stelle:

        Vitamin D, warum das sowohl kein Thema für Veganer ist, als auch besonders für Veganer

        Da meine Mutter schon seit meiner frühen Kindheit Vegetarierin ist, war ich es ebenfalls bis ca. 14/15. Dann habe ich zur Jugendzeit überhaupt nicht darauf geachtet, was ich essen, weil es wichtigeres für mich gab… und bin zur Studienzeit wieder vegetarisch geworden. Habe das dann wieder unterbrochen, wurde zur Schwangerschaft wieder vegetarisch etc… Vor zwei Jahren wurde ich dann nicht aus gesundheitlichen Grünen, sondern aus ethischen Gründen vegetarisch, was mich dann eben vor einem Jahr auch veranlasst hat, vegan zu werden. Ich denke, die ethische Einstellung ist die einzig dauerhafte Einstellung.

        Liebe Grüße!

  3. Du hast recht, ich finde es auch immer wieder erschreckend, welch „gute“ Arbeit die Lobbyisten da geleistet haben. Dieses vermeintliche Wissen darüber was gesund ist und was nicht, ist in den Köpfen der Menschen dermaßen verankert. Wenn die Leute zu mir sagen, dass sie glauben, dass das ungesund ist, stelle ich auch gerne mal die Gegenfrage, woher sie das eigentlich genau wissen? Welche Studie gibt es da, etc. Da merken manche dann, dass sie eigentlich gar keine konkreten Belege für ihr Denken haben, außer „das ist eben so, das weiß doch jeder.“
    Tja, aber auch jeder kann sich irren.
    Danke, dass Du mir so ausführlich geantwortet hast. Ich bin zwar seit fast 3 Jahren Veganer und bin auch absolut überzeugt davon, aber die Gehirnwäsche hat dann doch so gut funktioniert, dass sich manchmal ein kleines Stimmchen regt das leise sagt: „und was, wenn die anderen doch recht haben und du ruinierst später die Gesundheit Deiner Kinder?“

    • Das Stimmchen kenne ich nur zu gut :-). Gerade deswegen setze ich mich so sehr damit auseinander. Und gerade deswegen wird es ganz vielen Menschen eben nicht leicht fallen umzustellen. Man braucht schon ein gewisses Selbstbewusstsein um der Masse den Rücken zu kehren… Lass‘ dich nicht entmutigen und schon gar nicht einreden man könnte vegan nicht gesund leben!! Wir wissen auf jeden Fall, dass die heutige Ernährungsform keine Zukunft hat. Also lass uns unsere unter die Menschen bringen :-).
      LG! Jenny

  4. Pingback: Was uns beVegt #1 - beVegt - vegetarisch / vegan leben und laufen

  5. Grandioser Artikel, ich habe selten mit so viel Neugierde und auch Spaß einen langen Artikel bis zum Ende gelesen, so gefesselt war ich von den Fakten. Natürlich hat man viel schon mal gehört, aber so schön zusammengefasst, informativ und nicht zu ausführlich selten.
    Ich hoffe ja immer, dass die DGE sich durch Posts wie Dir mal bewegt, aber leider ist da auch in der Vergangenheit noch nicht viel passiert. Steter Tropfen hölt ja den Stein…
    In diesem Sinne gibts gleich mal oxalsäure-armes, grünes Gemüse 🙂
    Und „Milch, besser nicht!“ will ich jetzt auch noch lesen!
    Viele Grüße, Katrin

    • Hi Kathrin!

      Vielen Dank! Ich hatte gar nicht mit diesen vielen positiven Rückmeldungen gerechnet. Der Post war eher aus einem Gespräch heraus entstanden, das ich mit einer Person geführt habe, die mich wieder hat erkennen lassen, dass es ganz wenig Menschen in meiner Umgebung gibt, die sich über Milch als Nahrungsmittel bewusst sind. In diesem Sinne wollte ich auf den Post verweisen, weil man ja nicht alles im Kopf haben kann :-).

      Wenn du möchtest leihe ich dir Maria Rollingers Buch gerne aus. Einfach eine Nachricht über das Kontaktformular mit Adresse schicken!

      LG!

      • Das ist total lieb,aber ich denke, ich werde mir das Buch bei Gelegenheit kaufen. Hab schon viel Gutes gehört, und sowas muss man dann einfach zu Hause haben.

  6. Danke für diesen informativen Artikel! Ich ernähre mich mittlerweile 18 Jahre vegetarisch und habe vor ca. 3 Wochen begonnen konsequent vegan einzukaufen und mich ohne tierische Produkte zu ernähren, werde grad noch die Joghurt- und Käsereste im Kühlschrank verbrauchen.

    Durch die vegetarische Ernährung bin ich meine Allergien losgeworden, und die Alterskrankheiten wie Bluthochdruck, hohe Cholesterinwerte, etc. treten verstärkt bei den Familienmitgliedern mit dem höchsten Konsum an tierischer Nahrung auf, voran meine Großeltern wo man Gemüse nur verzehren kann wenn es mit Speck gemischt oder in Butter ertränkt wird.

    LG aus Würzburg!

    • Hallo Judith!

      18 Jahre vegetarisch! Das ist ja schon beachtlich! Es freut mich natürlich auch sehr, dass du den Umstieg machst!

      Die Sache mit Gemüse in Butter oder Speck ertränken kenne ich sehr gut :-). Bohnen mit Speck, Erbsen und Möhren (aus der Dose) in einer heftigen Mehlschwitze, Blumenkohl nur mit gebutterten Semmelbröseln… usw. Viele Menschen wissen gar nicht, dass man Gemüse alleine sehr schmackhaft zubereiten kann. Allerdings muss man sich vorher vom „Fettgeschmack“ entwöhnen…

      LG aus der Pfalz!

      • Es musste wohl so kommen… dass viele Fett gabs zum Glück nicht bei meiner Mutter und war auch nicht wirklich meins, aber besagte Großeltern hatten wohl locker einen Anteil tierischer Nahrung von 70-80 % und das ist nicht übertrieben. Allein wenn ich an die Oster-Pflichtbesuche denke standen für grad mal 10 Personen eine Schüssel mit 50-60 gekochten Eiern auf dem Tisch, Wurst, Fisch, Käse, Butter – was macht da schon ein bisschen Brot und saure Gurken aus, das einzig pflanzliche?

        Gemüse aus dem eigenen riesigen Garten, reichte fürs ganze Jahr, die Eier von den 15 – 20 Hühnern, hätte man nicht so verderben müssen.

        Ich denke mein Vater hat den größten Beitrag geleistet, dass ich mit 14 zur Veggie wurde. Was unternimmt man an einem freien Tag mit der Tochter um ihr eine Freude zu machen? Richtig, man besucht die Großeltern, die einen Termin mit dem Metzger haben, die Waschküche wird zur Schlachtküche. Als wir ankamen war die arme Sau nicht mehr am leben, mein Vater führt mich stolz die Treppe runter und alles war voll Blut, ich habe die Bilder nach 25 Jahren noch im Kopf, bin nur schreiend weggerannt. Nach getaner dreckiger Arbeit wurden vom Kopf Gehirn und Augen enfernt, grob zerkleinert damit er in den Suppenkessel passt, aber der Rüssel ließ sich noch erkennen – und alle beteiligten haben mit größtem Appetit gespeist außer mir! Aber es hat wohl noch eine Weile gedauert bis ich das alles richtig realisiert hab ich war so ca. 7 Jahre damals.

        Ich mag halt einfach keinen schwarzen Kaffee, und als ich vor Jahren einen Versuch mit Vanillesojamilch unternommen hab, hatte ich eine schwarze Brühe mit hellen Flocken, so als wenn mir die Milch sauer wurde… irgendwie war dann in meinem Kopf, du trinkst Milch, dann kannst Du auch Käse und Joghurt, auf Kuchen will ich auch nicht verzichten und hab mir keine Gedanken über Backalternativen gemacht, obwohl ich tendenziell schon lange eher mit vegan geliebäugelt hab, ich brauch auch regelmäßig Tofu sonst fehlt mir was. Genau wie leckere Brotaufstriche.

        Irgendwie kam es das erste Mal auf dass ich mir Gedanken um die Kühe usw. gemacht hab als ich zum ersten mal gestillt habe – eine sehr schöne Erfahrung, die aber nicht von Dauer ist und sein soll, weil auch sehr anstrengend, die schweren Brüste voll Milch, und für die Kühe wohl ebenso die wir derart missbrauchen.

        Aber dann war da noch das leckere frische Butterbrot – die Billigmargarine die meine Mutter immer hatte war mir ein graus, das konnte ich mir nicht vorstellen. Aber Margarine ohne Molke und ähnliche nicht vegane Zusätze die den Preis von billiger Genmilchbutter vom Discounter toppt kann durchaus lecker sein, genau wie Kaffee mit Hafermilch. Gekauft habe ich tierisches wenn dann nur Bio.

        2 vegane Kuchen waren super lecker und schnell verspeist – mit Sojamehl – Wasser statt Ei und Hafermilch – und die Hauptsorge war eben meine Kaffeesucht, da das gelöst ist, kann nichts mehr schiefgehen.

        VLG Judith

      • Das ist ja eine grausame Kindheitsgeschichte… So war es bei meiner Mutter auch. Ihr Vater nahm sie mit zum Metzger (in den USA war das damals) und sie musste zuschauen wie ein Schwein hingerichtet wurde. Das war für sie der ausschlaggebende Punkt zu einem vegetarischen Leben.
        Viele Menschen würden darauf verzichten Tiere zu essen, wenn sie diese selbst erlegen müssten…

        Sojamilch in Kaffee geht gar nicht finde ich. Man schmeckt immer diese Bohnen heraus. Ich trinke im Kaffee die Hafermilch von Köln. Wird auch nicht die gesündeste Alternative sein, aber da wir von Kaffee sprechen und ich davon am Tag vielleicht eine Tasse trinke (wenn ich sie nicht stehen lasse, weil ich abgelenkt werde…), wird’s schon passen.

        Ich habe mir Anfang letzten Jahres das Buch von Jonathan Safran Foer und kurz darauf das von Karen Duve durchgelesen. Dann noch Earthlings und ein paar andere Filmchen über Massentierhaltungen (Massenhinrichtungen wäre wohl das bessere Wort) und Milch- und Eiproduktion und ich war bedient. Das brauche ich nicht mehr. Wenn ich keinen geeigneten Ersatz für irgendetwas finde, lebe ich halt ohne. Ich hatte mir gleich gesagt, dass ich meine Gaumenfreuden nicht über das Leid der Lebewesen stellen werde.

        Ich stille auch gerade und kann sehr gut nachfühlen welche Gedankengänge du dabei verfolgt hast. Wenn ich mir vorstelle irgendwo abgestellt zu werden und mein Kind entrissen zu bekommen, damit meine Milch einer fremden Art zugute kommt, die diese einfach gerne trinkt, dann graust es mir.

        Und Kühen wird es dabei nicht anders ergehen als uns: bei Streß – was man den Entzug vom eigenen Kind wohl nennen dürfte – bleibt die Milch aus bzw. wir bekommen Brutstentzündungen. Und jede Frau wird versuchen diese unter allen Umständen zu vermeiden.

        Ach, es ist so traurig eigentlich…

        Liebe Grüße!

        LG!

  7. Danke für diesen sehr (!!) informativen Artikel 🙂 Bin direkt in meine Speisekammer und habe nachgesehen, wieviel Ca meine Mineralwasser enthalten. Unter 70 mg/l…uuuuups….also werde ich dann wohl immer Sesam in mein Frühstücksmüsli mixen oder so 🙂 Hat mich weitergebracht Dein Artikel!!

    Abgesehen von dem Leid, welches mit der Herstellung verbunden ist, mag ich den Nachgeschmack von Milch auch nicht. Bin zwar auch noch auf der Suche nach leckerem Milchersatz, aber das wird :o)

    LG

    • Huhu! Es freut mich sehr, wenn ich dir sogar noch neue Infos liefern konnte!

      Als Milchersatz für Müsli nutze ich ausschließlich Reismilch (mit Calcium angereichert :-)) von Provamel. Manchmal mache ich mir noch ein Schuß Hafersahne dazu, wenn es deftiger sein soll. Das wird schön cremig und schmeckt super!

      LG!

  8. Wow, da hast du dir ja viel Mühe gemacht! Super, dass du so viele Quellen angegeben hast! Dass Milch immer noch als idealer Kalziumlieferant und damit Schutz vor Osteoporose angepriesen wird finde ich fast schon kriminell, wenn man bedenkt, dass Osteoporose in den Ländern am weitesten verbreitet ist, in denen am meisten Milch konsumiert wird, während Kulturen, die ohne Milch leben Osteoporose praktisch nicht kennen…

    Ein ganz tolles Buch zu diesem Thema ist auch „The China Study“ von T. Colin Campbell
    (falls du es noch nicht kennst) Sehr detailliert!

    LG,
    Elisabeth

    • Hallo Elisabeth,
      vielen Dank!

      Ich habe mir vorgenommen, egal wie mühsig es zu sein scheint, kritische Aspekte immer wieder zu thematisieren.

      Die China Study kenne ich natürlich und habe ich auch gelesen. Allerdings bin ich auch bei dieser etwas vorsichtig, da ich auch die Kritiken kenne. Es gibt einfach so viele Fragen zur Lebensführung, die in den Studien nicht geklärt wurden, die ebenfalls einen enormen Einfluss auf Krankheiten haben (können). Z.B. das Umfeld der Menschen, in denen sie leben, Einnahme von Anti-Baby-Pillen bei Frauen und andere prozessierte Lebensmittel im Gegensatz zu chinesischen Frauen, Belastung im Alltag, Schadstoffbelastungen durch Kleidung, Reinigungsmittel etc.
      Gut finde ich die Positionierung von Campbell in Bezug auf seine Ergebnisse: er betont, dass es Korrelationen sind, die mal mehr mal weniger signifikante Ergebnisaussagen ermöglichen. Das Buch hat mir trotzdem ingesamt sehr gut gefallen, da die Forschungsergebnisse für den Otto-Normalverbraucher sehr verständlich aufbereitet wurden und somit in enorm hohen Maße zur Aufklärung beitragen!

      Aber ich habe nicht das Gefühl mich gesundheitlich noch und nöcher absichern zu müssen bzw. ständig Belege für die ungesunde omnivore Ernährung zu suchen. Eine fleischreiche Ernährung könnte noch so gesund sein, ich würde sie nicht mehr in Erwägung ziehen. Ich weiß, dass es gut möglich ist sich mit pflanzlicher Nahrung völlig gesund zu ernähren ohne Mängel zu befürchten. Das reicht mir. Mehr muss ich nicht wissen um auszusteigen. Wie könnte mir etwas schmecken, sei es noch so gesund, was mit soviel Qual und Leid verbunden ist?

      LG! Jenny

      • Ja stimmt, alle Faktoren können natürlich nie berücksichtigt werden und wir werden wohl auch nie alles wissen…
        Weiter so! Bei so viel Information da draußen ist es angenehm wenn jemand mal etwas zusammenfasst!

  9. hallo jwoj,
    ganz großes kino! hab ich gleich auf facebook geposted! vielen vielen dank….

    und birdie: ich werde ja sogar wg. einem veganen hund angegriffen – ich mag mir gar nicht ausmalen, wie das ist, wenn man schwanger ist, stillt, oder sein kind vegan ernährt.
    ich find das jedenfalls toll 🙂

    euch beiden noch einen schönen sonntag und liebe grüße,
    claudi

    • Oh, vielen lieben Dank – auch für’s posten! Das freut mich sehr!
      Ja, Hunde und vegetarische Ernährung ist auch so eine Sache… Kenne ich sehr gut. Auch hier hat die Industrie alles im Griff. Obowohl Hunde, genau wie Menschen Allesfresser sind, und somit problemos – im Gegensatz zu Katzen – vegetarisch ernährt werden können, sind alle davon überzeugt, dass Hunde Fleisch benötigen.
      Ich fühle mich manchmal wirklich wie Don Quichote, nur schätze ich seine Chancen gegen die Windmühlen fast realistischer ein…

      Nebenbei: ich finde deinen Blog übrigens auch super sympathisch und möchte ihn nicht mehr missen!

      LG! Jenny

  10. Wow, der Artikel von Dir gefällt mir, besonders, dass er so professionell recherchiert ist!
    Heißt das, Du hast während Deiner Schwangerschaft vegan gelebt und auch Dein Baby lebt vegan, bzw. Du während der Stillzeit? Das finde ich spannend! Wie gehst Du denn mit Kritik um? Mir wird jetzt schon immer gesagt, dass das ja schön und gut sei mit meiner veganen Lebensweise („machst Du das eigentlich immernoch?“), aber wenn ich dann irgendwann mal schwanger werde, dann müsse ich ja damit aufhören. Nervt mich jetzt schon die Diskussion. 🙂
    LG

    • Hallo Birdie! Ja, das heißt es! Ich habe sowohl während der Schwangerschaft mich vegan ernährt als auch jetzt während der Stillzeit. Erfreulicherweise haben wir einen Kinderarzt, der sich viel mit Ernährung auseinandersetzt und diesem Thema sehr offen gegenüber steht.

      Gerade weil ich nicht nur mich, sondern eine ganze Familie „durchziehen“ muss, habe ich mich im Vorfeld sehr intensiv mit dem Thema auseinandergesetzt. Ich hatte zwar nicht vor, meine Tochter vollständig vegan zu ernähren, allerdings ist es definitiv so, dass ich eben vegan lebe und koche und meine Familie sich davon anstecken lässt. Ich bin schließlich diejenige die kocht und bäckt :-).

      Wenn mich Menschen frage, wie ich das mache ohne Mangel zu erleiden frage ich meistens einfach zurück. Sag‘ mir, was du für einen Mangel bei mir befürchtest und ich sage dir, wie ich diesem vorbeuge ernährungstechnisch. Ich sage auch gleich dazu, dass ich keine komplizierten Essenspläne habe, sondern nach Lust und Laune koche.

      Dieser Beitrag entstand übrigens im Rahmen der wiederholten Frage „Ja, aber was ist denn mit Calcium? Das geht doch nur über Milch?“
      Eine ganze Industrie hat es mit politischer Hilfe geschafft, Menschen glauben zu lassen, sie könnten ohne Milch nicht leben. Dabei weiß kaum ein Mensch, dass die Milch erst seit etas über 100 Jahren zu einem Thema in der Nahrung wurde (ein sehr kurze Zeitspanne, wenn man mal bedenkt, wie lange es schon Menschen auf der Erde geben soll, die ohne diesen Milchkonsum ausgekommen sind).

      Was mich aber ganz besonders stört, ist, dass vermeintlich unabhängige Wissenschaftler/Politiker für den Verbraucher entscheiden, die Vorteile des Milchkonsums (Aufnahme von Calcium) würden die Nachteile (höheres Krebsrisiko und Gefahr zu Übergewicht und den damit folgenden Krankheiten, in einigen Studien – ich meine in Finnland – wurde auch nachgewiesen, dass bestimmte Formen des Autismus mit einem hohen Milchkonsum im Kindesalter zusammenhängen) überwiegen. Ich bin der Meinung, das sollte jeder für sich selbst entscheiden dürfen.

      Das ist jetzt aber lang geworden. 🙂

      Du musst keineswegs aufhören mit deiner veganen Ernährung während einer Schwangerschaft/Stillzeit. Aber du musst dich auf alle Fälle intensiv mit deiner Ernährung auseinanderetzen. Das empfiehlt sich aber in jeder Lebenslage.

      Liebe Grüße und vielen Dank!

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