Kohlrouladen, 1. Versuch

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Kohlrouladen lernte ich erst kennen, als ich mit meinem Mann zusammen kam. Dort gab es (und gibt es auch heute noch) regelmäßig diese Hausmannskost – allerdings klassisch mit Hackfleisch.

Da Winterzeit auch Kohlzeit bedeutet und ich gerade jetzt ganz fürchterlich nach deftigen Gerichten Verlangen habe, dachte ich mir ich probier‘ das mal aus.

Im Web findet man etliche Ideen für Füllungen: Tofuhack, Grünkern, Dinkel, Fertigmischungen aus Grünkern und/oder Dinkel… Ahhhh, das klingt unaufwendig. Und weil meine Zeit begrenzt ist mit einem Säugling im Arm und ich den Aufwand scheue bei eben dieser begrenzten Zeit, finde ich Fertigmischungen eine gute Idee.

Bei vegan.de bin ich dann über ein Rezept mit der Alnatura-Fertigmischung gestolpert, was ich prinzipiell nachgekocht habe.

Uns hat es geschmeckt, aber wir fanden es nicht ausgesprochen gut. Die Füllung war uns zu fest und insgesamt war das Gericht etwas schwerfällig. Deswegen auch 1. Versuch. Trotzdem, die Idee finden wir klasse, nur die Umsetzung war noch nicht ganz optimal.

Aber mit folgenden Änderungen wird der 2. Versuch ein Renner – da bin ich mir sicher:

  • anstatt der Alnatura-Gemüseburgermischung werde ich die Bauckhof Dinkelburgermischung nehmen. Die essen wir auch als Burger sehr gerne und ich denke, damit fahren wir geschmacklich besser.
  • die Burgerbratlingsmischung werde ich mit mehr Flüssigkeit – so dass ein Brei entsteht – zubereiten, da sie ansonsten beim Schmoren zu grob wird
  • ich werde der Bratlingsmischung ein No-Egg-Ei-Ersatz hinzufügen und hoffe auf etwas mehr Fluffigkeit damit
  • ich werde Wirsing anstatt Weißkohl nehmen. Erstens schmeckt uns Wirsing besser und zweitens ist mir diese Fusselei mit dem Weißkohl zu doof
  • die Bratlingsmischung wird ergänzt durch Zwiebeln, klein geschnippeltes Gemüse, Senf, etwas Tomatenmark, Knoblauch und Paprikapulver
  • ich werde keine Sahne mehr zur Bratsauce hinzufügen – das hat dem Ganzen noch die Krone aufgesetzt an Deftigkeit…

Hier trotzdem das Foto des 1. Versuches. Fortsetzung folgt…

Zutaten für 4 Personen

  • ein Weißkohlkopf
  • 1 Pck. Gemüseburgermischung (wir hatten Alnatura)
  • 1/2 Block Räuchertofu
  • 1 Möhre
  • etwas Hafersahne
  • 1 EL Gemüsebrühe
  • Salz, Pfeffer
  • 1 EL Tomatenmark für die Sauce (optional)
  • etwas Öl zum Anbraten
  • ggf. ein Bindemittel für die Sauce, z.B. Guakernmeh, Reismehl o.Ä.

Zubereitung

Die obere Blätterschicht des Weißkohls entfernen. Einen großen Topf mit ca. 300 ml Wasser aufkochen, Weißkohl im Ganzen in den Topf setzen, Hitze herunter drehen (mittlere Hitze) und ca. 15 min. garen lassen. Zwischenzeitlich immer mal drehen, damit alles gleichmäßig gar wird. Der Kohl sollte aber nicht weich werden! Nur so, dass sich die Blätter gut entfernen lassen, dabei aber nicht einreißen.

Blanchierwasser aufbewahren!

Eine größere Schüssel mit eiskaltem Wasser bereit stellen. Sobald der Kohl fertig ist, den Strunk herausschneiden und die Blätter vorsichtig von oben herab (also nicht vom Strunk) runterrollen und lösen. Im Anschluß gleich ins kalte Wasser werfen. Es werden ca. 16 Kohlblätter für doppelwandige Kohlrouladen benötigt. Ansonsten reichen natürlich ca. 8 größere Blätter auch.

Den Rest des Kohls klein schnippeln und ebenfalls garen. Dieser wird für die Füllung mit verwendet.

Gemüsbratlingsmischung nach Anweisung zubereiten (siehe meine Änderungshinweise – ich würde ungefähr nochmal 1/4 l mehr Flüssigkeit nehmen um die Mischung geschmeidiger zu machen). Die restlichen Kohlschnippsel einrühren.

Räuchertofu und Möhren klein schnippeln. Kohlrouladen mit der Mischung belegen und von der Strunkseite her aufrollen, dabei die Seiten einklappen. Irgendwie befestigen – ich habe ein paar mit diesen Rouladennadeln zugesteckt und ein paar zum Test einfach an der Unterseite mit der Masse zugeklebt. Funktioniert auch einwandfrei.

Öl in einem hohen Topf erhitzen, Rouladen, Tofu und Möhren darin anbraten bis die Rouladen gut gebräunt sind. Mit dem Blanchierwasser auffüllen (ca. 1 Liter) und die Gemüsebrühe einrühren (kann man natürlich auch vorher schon im Blanchierwasser auflösen). Je nach Wunschkonsistenz 1/2 bis 1 Std. bei geringer Hitze zugedeckt schmoren lassen.

Kohlrouladen herausnehmen und den Bratensatz mit etwas Tomatenmark anschwitzen. Ca. 100 ml Hafersahne einrühren (kann man auch lassen) mit Salz und Pfeffer abschmecken. Wenn Tomatenmark und Hafersahne verwendet werden, benötigt es kein weiteres Bindemittel. Ansonsten mit etwas Reis- oder Maismehl die Sauce andicken.

Kohlrouladen nochmals mit der Sauce aufwärmen und klassisch mit Salzkartoffeln und Rotkohl servieren. Dazu passt auch noch sehr gut ein Feldsalat.

Guten Appetit!

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