Gerösteter Rosenkohl

10 Kommentare

Rosenkohl polarisiert ja bekanntlich. Die einen lieben ihn, die anderen hassen ihn. Ich liebe ihn. Und ich bin der Meinung, man sollte wesentlich mehr Überzeugungsarbeit leisten in Sachen Rosenkohl. Weil, Rosenkohl hat nicht nur einen wunderschön klingenden Namen, er ist auch noch richtig gut für uns! Neben wichtigem Vitamin C im Winter, Kalium und Eisen, bietet er eine optimale Zusammensetzung von Vitamin B1 (Thiamin) und Folsäure und stärkt damit ordentlich die Nerven (für Mütter und Ehefrauen nicht das Schlechteste… :-)). Das ist bestimmt auch der Grund, warum Rosenkohl bei mir sogar als Snack durchgeht. Die hochwertige Eiweißstruktur katapultiert Rosenkohl im Winter ganz nebenbei auch noch auf die Spitze der Liste der wichtigen Energielieferanten!

Bei der Lagerung sollte man darauf achten, dass Rosenkohl ein kühles, trotzdem trockenes und dunkles Örtchen benötigt, damit das gute Thiamin keinen Schaden nimmt. Am besten lagert man es auch nicht allzu lange, aber wie sollte man auch, wenn’s so gut schmeckt!

Wir essen Rosenkohl gerne einfach so. Also nicht nur „einfach so“ als Beilage, sondern wirklich einfach so. Wenn ich Heißhunger auf etwas Deftiges habe, mache ich mir wirklich Rosenkohl. Früher schlicht in Wasser gegart, heute im Backofen geröstet in einer leckeren Marinade, die sogar der Kleinen schmeckt. Wir haben uns irgendwann mal gesagt, warum soll es eigentlich nur Obst zwischen den Mahlzeiten geben? Es spricht doch auch nichts dagegen, sich etwas Gemüse – ob roh oder warm – als Zwischensnack zu gönnen. Und dafür ist dieses Rezept wirklich sehr gut geeignet!

Ich bitte das schlechte Bild zu entschuldigen. Der Rosenkohl sieht etwas angekohlt aus. Und er ist es auch, da gibt’s nichts schön zu reden. Geschmeckt hat er trotzdem! 🙂

Die Idee habe ich übrigens aus dem 500 Vegan Recipes Kochbuch. Allerdings sollte man die etwas zu großzügig geratenen Mengenangaben überlesen und seine eigenen finden. Sonst wird’s matschig.

Zutaten für einen kleinen Beutel Rosenkohl

  • einen kleinen Beutel Rosenkohl (bin leider gerade überfragt, wieviel das Gewichtsmäßig ist)
  • 2 EL Olivenöl, vom richtig guten Zeug
  • 1 EL Reissirup oder Süßungsmittel nach Belieben (bei Agavendicksaft die Hälfte)
  • 1 EL Dijon– oder Feigensenf (in beiden Fällen empfehle ich Byodo)
  • 1-2 Knoblauchzehen, gepresst (hier empfehle ich für ein besonderes Geschmackserlebnis gerösteten Knoblauch zu verwenden – wenn man ihn gerade zur Hand hat)
  • etwas Salz und frisch gemahlener bunter Pfeffer

Zubereitung

Die ist ganz einfach: Alle Zutaten – außer dem Rosenkohl – zu einer Marinade verrühren. Rosenkohl darin schwenken bis er vollständig von Marinade überzogen ist und auf ein mit Backpapier belegtes Blech verteilen. Bei 180° Umluft (spätestens jetzt auch vorheizen…) ca. 20-25 min. (je nach Größe der Kohlköpfe und gewünschtem Bräunungsgrad…) backen.

Als Snack oder Beilage genießen, z.B. zu Spaghetti mit Tomatensauce. Ja, klingt komisch, sieht auf dem Bild auch nicht besonders hübsch aus (die Spaghetti waren kalt, deswegen sind sie etwas „verknäult“), schmeckt aber! Ährlisch!

Guten Appetit!

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10 Gedanken zu „Gerösteter Rosenkohl

  1. mal ne frage, hast du tiefkühl-rosenkohl genommen oder frischen? an tiefgekühlten kommt man leichter, aber ich hab bedenken, dass der matschig wird. vielleicht gehts, wenn man ihn ordentlich auftaut, das wasser abgießt und leicht ausdrückt?

    • Hi,

      es wäre einen Versuch wert Ich kenne TK-Rosenkohl nicht. Wenn er aber geschmacklich nach dem Auftauen und Garen an den frischen heran kommt, dann dürfte es keine Probleme geben. Sagen wir mal so: ungenießbar wird es sicherlich nicht, auch wenn’s ein bisschen matschig ist.

      Viele Grüße!

      • du kennst TK-Rosenkohl nicht??? bei mir ist es umgekehrt, ich kannte lange zeit frischen nicht ^^
        danke, dann werd ichs mal ausprobieren.

  2. Pingback: Sofa-Snacks | Achtung, Pflanzenfresser!

  3. Wenn du indisches Essen magst (- wonach es ja aussieht), dann kann ich wärmstestestens das Rezept für gerösteten Rosenkohl aus dem Veganomicon empfehlen. Da kommen dann Brösel aus Maismehl, gewürzt mit Garam Masala und weiteren indischen Gewürzen drüber. Das schmeckt genial!!!! 🙂 (Kann man vielleicht auch als „Garam Masala Brussel Sprouts“ bei Google finden, falls du das Veganomicon nicht hast.)

    • Das Veganomicon habe ich natürlich im Regal stehen :-). Vielen Dank für den Hinweis. Werde ich demnächst auf jeden Fall ausprobieren!

  4. Ich habs jetzt probiert und es war wirklich gut! Nur die Rosen waren zu groß, die Backzeit hat sich erheblich verlängert. Auf jeden Fall ne coole Idee.

  5. Das probiere ich aus! EInfach, gesund und bestimmt lecker. Hab den Rosenkohl schon gekauft! Ich liebe es, wenn sich das Essen quasi selbst macht 😀

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