Paksoi Reispfanne, vegan

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Letzte Woche stand ich im Asia-Shop und endeckte grünes Blattgemüse, welches ein bisschen Ähnlichkeit mit Spinat hatte. Ich fragte wie man diesen zubereiten muss, und bekam die Antwort wie Spinat. Also habe ich mir 500 g Paksoi (auch Pok-Choi, Pak-Choi oder chinesischer Senfkohl) einpacken lassen ohne genau zu wissen, was ich damit eigentlich vorhabe.

Paksoi

Das geniale Familienkochbuch Zuhause angekommen bin ich dann erst einmal ein paar Kochbücher durch um zu schauen, ob ich irgendwo Rezeptanregungen finde. Und tatsächlich, fündig wurde ich, wie so oft, im Kochbuch „Das geniale Familienkochbuch“ von Edith Gätjen.

Unter dem Kapitel „April – Woche 2“ wird Paksoi sogar gesondert vorgestellt:

Paksoi sieht aus wie Mangold, ist milder als Chinakohl und schmeckt roh leicht bitter wie Chicorée. Er ist reich an Kohlenhydraten, Eisen und Kalzium sowie an Vitamin C und B-Vitaminen. Besonders wertvoll sind die dicken fleischigen weißen Rippen, sie enthalten hochwertiges Eiweiß. Paksoi ist besonders magenfreundlich und bläht im Gegensatz zu vielen anderen Kohlarten nicht! […] (Quelle: Das geniale Familienkochbuch, Edith Gätjen, Trias Verlag, S. 78)

Letztendlich stand ich dann vor der Qual der Wahl: insgesamt befanden sich fünf Rezepte zum Thema Paksoi im Buch. Cannelloni gefüllt mit Paksoi, Paksoi aus dem Wok, Reispfanne mit Paksoi, Rote-Linsen-Eintopf mit Paksoi, Weiße Bohnensuppe mit Grieß-Klößchen.
Ich habe mich für die Reispfanne mit Paksoi entschieden, da sie mir einfach zuzubereiten erschien (warum großen Aufwand betreiben, wenn das Zeug nachher doch ungenießbar ist…) und zudem noch aus veganen Zutaten bestand.

Wie immer habe ich das Gericht geringfügig angepasst (weiter hinzugefügt: Knoblauch, braune Champignons, etwas Sahne und frische Tomaten, Parboiled Langkorn- statt Vollkornreis). Es war wirklich lecker und hat uns von Paksoi als Chicorée Alternative überzeugt.

Paksoi Reispfanne

Zutaten für ca. 4 Personen:

200 g Parboiled Langkornreis
500 g Paksoi
1 Knoblauchzehe, gehackt
1 Zwiebel, gehackt
100 ml Wasser
1 EL Gemüsebrühe
250 g braune Champignons
3 Tomaten, gewürfelt
1 Dose stückige Tomaten
Paprika edelsüß
etwas Agavendicksaft
50 ml Hafersahne (oder Soja Cuisine)
Salz, Pfeffer
2 EL Olivenöl
einige Cashewkerne bzw. Cashewbrösel zum Bestreuen

Und so wird’s gemacht:

Den Reis kann man praktischerweise schon morgens garen oder auch einen Abend zuvor, wenn man gut organisiert ist.

Dann wird erst einmal der Paksoi gründlich gewaschen und geputzt (meiner Meinung nach gab’s da nicht viel zu putzen). Die Stiele werden von den Blättern entfernt und gewürfelt. Die Blätter irgendwie in Streifen schneiden, wobei Stiele und Blätter getrennt liegen sollten. Champignons putzen und in Scheiben schneiden, und zuletzt noch Tomaten, Zwiebel und Knoblauch würfeln.

Das Olivenöl in einer hohen Gusspfanne (oder in einer großen Pfanne) erhitzen, die Zwiebel kurz andünsten, dann die Paksoi-Stiele 1 min. lang mit anbraten und zum Schluß den Knoblauch und die Paksoiblätter hinzugeben. Mit Wasser ablöschen, Gemüsebrühe unterrühren und zugedeckt 3 min. garen.

Nach der Garzeit wird das Gemüse nochmals mit Dosentomaten abgelöscht und ich habe noch die frisch gewürelten Tomaten hinzugefügt (ich finde einfach, dass frische Tomaten solchen Gerichten einen besonderen Geschmack verleihen). Kurz eindicken lassen, Hitze runter, Sahne angießen, mit den Gewürzen und Agavendicksaft abschmecken und zuletzt natürlich den Reis unterrühren.

Mit Cashewbrösel bestreuen und servieren.

Dazu passt wunderbar wie im Buch angegeben Kohlrabi-Radieschen-Frischkost mit einer leichten Yoghurtsauce (2 EL Sojayoghurt (am besten Provamel) mit 1 EL Apfelessig, 1/2 TL Senf, Kräutersalz, Pfeffer, 1/2 TL Agavendicksaft und – wer es mag – 1/2 TL mildem Curry mischen. Ca. 1 EL Olivenöl und 1 TL Leinöl unterrühren).

Guten Appetit!

Zubereitungszeit: ca. 25 min. ohne Reis (je nachdem wie schnell man Gemüse ordentlich klein schnippeln kann)

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